Beiträge von BeSte
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Ich bin Eigentümer eines Hauses, bei dem mein Vater das Niesbrauchrecht hat (d.h. er hat alle Aufwendungen und Erträge für sich). Dieses Haus ist seit Oktober 2008 vermietet an ein Ehepaar mit inzwischen vier Kindern, wovon eins ein Teenager ist, eines behindert ist und zur Schule geht und die anderen beiden sind Kleinkinder.
Im April trennte sich das Mieter-Ehepaar und der Mann wollte den Mietvertrag kündigen. Das kann er allerdings alleine nicht, weil beide Ehepartner den Mietvertrag geschlossen haben. Wenn der Ehemann da raus will, müssen beide den Mietvertrag kündigen und die Ehefrau müsste einen neuen Mietvertrag abschließen. Ein Versuch, sich dahingehend zu einigen, dass die Ehefrau auch kündigt, war erfolglos. Stattdessen bat sie uns, ihr wegen Eigenbedarf zu kündigen.
Also taten mein Vater und ich das – unter Einhaltung der Kündigungsfrist zum 31.07.2010 – mit der Begründung, dass ich das Haus zusammen mit meiner Frau nutzen möchte, weil mein Vater seit ungefähr einem Jahr gesundheitlich nicht mehr voll auf der Höhe ist (er ist auch schon über 70 Jahre alt) und weil wir dann wieder näher an meiner Arbeitsstelle wohnen (Meine Frau wohnte, als wir uns kennen lernten, ca. 150 km entfernt und wir mieteten eine gemeinsame Wohnung ungefähr in der Mitte zwischen unseren Arbeitsstätten und zur Zeit pendle ich noch täglich fast 100 km und meine Frau 60 km in die andere Richtung).
Meine Frau kündigte daraufhin ihre Arbeitsstelle und wir kündigten auch unsere angemietete Wohnung zum 30.09.2010 um dann ab 01.10.2010 in dem Mietshaus bei meinem Vater zur Miete zu wohnen.
Die Ehefrau legte Widerspruch gegen die Kündigung ein und berief sich dabei auf die Sozialklausel gem. §574 BGB. Der Ehemann, der zwar zwischenzeitlich mal wieder dort wohnt und auch wieder mal nicht, rührt sich gar nicht. Ein Teil der Mietzahlungen (Miete wird in zwei Raten beglichen) bleibt inzwischen aus.
Also suchten mein Vater und ich Hilfe bei einem Fachanwalt für Mietrecht. Dieser vertritt uns seitdem, wir schlugen einen Vergleich vor, dass das Mietverhältnis erst am 31.08.2010 endet, aber die Frau stellte sich tot – sogar bei ihrem Anwalt.
Meine Frau und ich haben bereits mehrmals versucht, die Wohnräume zu besichtigen, damit wir ausmessen können und uns ein Bild machen können, was zu renovieren ist. Jedoch erhielten wir bisher immer ca. 1 – 2 Std. vor dem vereinbarten Termin einen Anruf der Mieterin, dass sie ganz dringend entweder selbst, weil sie von ihrem Mann getreten wurde, oder mit einem der Kinder, weil es von der Schule nach Hause kam und lauter kleine rote Punkte am Rücken hatte, zum ärztlichen Notdienst müsse.
Inzwischen ist Räumungsklage eingereicht und wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen. Hinzu kommt noch, dass meine Frau in unserem neuen Wohnort ab Oktober studiert und somit als Geldverdiener ausfällt.
Uns bleibt jetzt im Prinzip nur noch übrig, uns eine andere Wohnung in unserem neuen Wohnort zu suchen, was sich natürlich schwierig gestaltet, weil welcher Vermieter möchte schon seine Wohnung für nur 1 – 12 Monate vermieten?War vielleicht jemand schon in einer ähnlichen Situation und kann uns seine Erfahrungen schildern oder weiß einen Rat für uns?
Verzweifelte Grüße
BeSte
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