Guten Tag,
Ich habe aufgrund von Bauarbeiten bei der Hausverwaltung eine Mietminderung angekündigt. Nun bin ich aber nicht sicher wie weit ich die Miete mindern kann. Folgender Sachverhalt:
- Eingezogen 2008 in eine Wohnung im 4. OG, damals wurde noch saniert. Der Makler erklärte mir das noch drei Monate gebaut wird und dann ist es fertig (nix schriflich). Das war vor 5 Jahren... gebaut wird immer noch. Damals war ich mir der Mietminderung zu spät, es wäre auf "Sie dulden das doch schon stillschweigend" hinausgelaufen. Die ganze Zeit über Dreck, Lärm usw.
Nun war man fast fertig. Die Gerüste wurden abgebaut, der Hof wurde gepflastert und Rasen angepflanzt. Alle Mieter freuten sich das nach diese langen Zeit die Wohnqualität wieder besser wird. Als der Rasen endlich grün wurde wurde schon wieder ein Gerüst aufgestellt bis zum Dach. Ich ahnte schon was kommen würde. Anruf bei Hausverwaltung: Der Dachgeschoßausbau wurde von 1 Monat schriftlich angekündigt. (ICh habe keine Ankündigung erhalten!!!). Haben sie unser Schreiben nicht erhalten? Nein, habe ich nicht.
Daraufhin kündigte ich eine Mietminderung an. Die Hausvewaltung zeigt sich einsichtig und sagte sie warten auf meinen Brief. Nun habe ich erfahren können das die Mietminderung in diesem Fall bis 30% betragen kann. Tatsache ist das ab 6.45 morgens der Lärm losgeht (direkt über meinem Bett) Stemm, Bohr- und Abrissarbeiten sind derart laut so das meine Wohnung nicht benutzbar ist! Man hält es nicht drin aus vor lauter Lärm. Es wird 7 Tage die Woche gearbeitet, Sonntags gibt man sich Mühe nicht so viel Krach zu machen. Die Arbeiten gehen immer bis mind. 18 Uhr. Meine Wohnung ist somit während 6 Tagen der Woche nur noch abends zu nutzen. Ich flüchte aus der Wohnung wenn ich nicht arbeiten muss. Es ist zu laut. Meine Fische im Aquarium sind auch schon total kirre von dem Lärm und von dem Gewackel. Man sieht am AQ sehr genau wenn das ganze Haus wackelt. Das Ankündingsschreiben erhielt dann auf Anfrage per Fax. Angeblich wurde das damals mit Bote zugestellt. Es gibt also keinen Nachweis wann irgendwas in meinen Briefkasten eingeworfen wurde.
Was mich am meisten stört ist das 7 Tage die Woche gearbeitet wird. Die ausführende Firma hat ein Büro im Erdgeschoss eingerichtet. Dort wohnen auch die Bauarbeiter heimlich. Ich vermute das darf keiner wissen. Es wäre mir auch neu das Sonntags gearbeitet werden darf. Morgens stehen die alle um 6 auf und legen viertel vor 7 los. Bei rieselt dann der Schutt die in Rigips Wände und ich steh senkrecht im Bett.
Da ich 5 Tage die Woche ganz normal arbeite wäre es noch erträglich aber das auch am Wochenende gearbeitet wird kostet mich echt den letzten Nerv. Die Wohnung ist 6 Tage von 7 nicht benutzbar weil man es einfach nicht aushält. Habe ich mal einen Tag frei verbringe ich den Tag meist woanders weil man sonst durchdreht.
Was mich interessiert wäre die Höhe der Minderung. 30% scheinen mir bei der Lärmbelästigung zu knapp bemessen. Ich würde hier eher auf 40% tendieren finde aber keine Referenzurteile dafür.
Wer kann mir in diesem Fall helfen die Höhe der Minderung zu bestimmen?
Während ich das hier schreibe wird obendrüber abgerissen, gebohrt, gestemmt usw. Ich habe schon Angst das die mal durch die Decke fallen. Das ist so nah dran. So jetzt noch n Kaffee und dann die Wohnung verlassen. Schöner Samstag... ![]()