Beiträge von Felice

    Hallo allerseits!

    Ich wohne gemeinsam mit meinem Verlobten in einem ehemaligen Einfamilienhaus, welches seit dem letzten Jahr für 2 Parteien aufgeteilt und vermietet wurde. Da unser Vermieter vorher noch nie selbst Vermieter war, hat er von Beginn an eine Hausverwaltung zwischengeschaltet. Wir wohnen im Obergeschoss.

    Mit unseren Nachbarn gab es leider von Anfang an Reibereien. Zwischenfälle wie Lärm zu den umöglichsten Zeiten, selbstverständliches Abstellen eines Schrankes auf unserer Seite der Garage sowie parken auf unserer Seite des Hofplatzes, obwohl das alles klar und deutlich geregelt ist, kamen immer wieder vor.

    Der absolute Bock wurde aber jetzt am vergangenen Freitag abgeschossen. Ich erkläre zunächst einmal den Hintergrund und wie es zu dem aktuellen Konflikt mit den Nachbarn eigentlich kam:

    Mein Freund und ich waren am Samstag, 24.05. bei einer Feier eingeladen. Wir kamen gegen 00.00 Uhr nach hause. Jedenfalls hatten mein Freund und ich beide "einen über den Durst getrunken", was ja durchaus legitim ist und jeder mal macht. Dafür muss ich mich ja auch schonmal gar nicht rechtfertigen. Jedenfalls war ich leider so betrunken, dass ich im Schlafzimmer gestolpert bin und mit dem Kopf gegen den Kleiderschrank gestoßen bin. Da ich daraufhin noch ganz blöd hingefallen bin, habe ich laut aufgeschrien und mehrmals nach meinem Freund gerufen, damit er mir aufhilft. Das ist natürlich alles nicht so ganz toll abgelaufen (das sehe ich selbst voll und ganz ein), aber ich denke, sowas kann einfach mal vorkommen. Dazu muss ich sagen, dass es allgemein im Haus sehr hellhörig ist, besonders im Flur, da dort nur eine dünne Bretterwand und eine Holztreppe uns von der Wohnung der Nachbarn trennt.. Daher hat man meine Schreie wohl sehr deutlich gehört, was mir im Nachhinein auch wirklich total unangenehm ist. Aber sowas passiert sonst nicht und kann ja leider mal vorkommen. Die Familie selbst ist oft genug zu den unmöglichsten Zeiten laut (lauthals durchs Haus rufen nach 22 Uhr - auch in der Woche; vorwiegend Rasenmähen/Staubsaugen am Sonntag in der Mittagsstundenzeit; laufende Waschmaschine mitten in der Nacht, etc.).

    Jedenfalls hat wohl auf diesen Vorfall hin die Familie unten sich zusammengereimt, dass mein Freund mir etwas angetan hätte. Das finde ich eine wahnsinns Frechheit und sowas möchten wir uns nicht unterstellen lassen, weil das nun einmal Meilenweit an der Wahrheit vorbei geht. Das Problem ist nur: Wie macht man jemandem so etwas klar? Sei es einerseits der Familie (denen wir ja eigentlich keine Rechenschat schuldig sind, aber so auf mir sitzen lassen möchte ich diesen Unsinn auch nicht) und andererseits der Hausverwaltung, die in allen Fragen immer die erste Anlaufstelle ist.

    Die habe ich nämlich direkt am vergangenen Freitag, nachdem Folgendes geschah angerufen:
    Mein Freund war in der Garage, als gerade der Vater der Familie nach hause kam. Dieser pöbelte meinen Freund sofort überraschenderweise an: "Wenn bei euch noch einmal so ein "Alarm" ist, wie am letzten Wochenende, dann rufen wir die Polizei und du zieh mal lieber schnell hier aus und zu deinen Eltern zurück, wenn du das hier alles nicht auf die Reihe bekommst!". Daraufhin kam mein Freund zu mir hoch in die Wohnung und erzählte mir von dem Vorfall. Ich fiel zunächst aus allen Wolken, weil ich gar nicht wusste, worum es überhaupt gehen soll. Ich finde es wirklich eine Unverschämtheit, aufgrund von Brocken, die die Nachbarn in dieser Nacht gehört haben, sich eine solche Story zusammen zu reimen und daraus zu schließen, dass mein Freund gewalttätig sei und die Nachbarn meinen das Recht zu besitzen ihn erstens anzupöbeln und zweitens "rausschmeißen" zu können. Sie sind genau wie wir Mieter und nicht VERmieter! Abgesehen davon haben sie kein Recht, sich in unser Leben einzumischen und Lügen in die Welt zu setzen. Was nebenbei noch so merkwürdig ist, dass er meinen Freund erst am Freitag, also schon beinahe eine Woche nach dem Lärm in der Samstag Nacht darauf ansprach. Die Hausverwalterin war völlig überfordert und konnte mir rein gar nicht weiterhelfen, weil sie mit so etwa keine Erfahrung hat. Was meiner Meinung nach einfach völlig inakzeptabel ist, ist die Vorgehensweise des Nachbarn meinen Freund der Wohnung verweisen zu wollen. Das Recht steht ihm nicht zu, das ist Fakt und beleidigen bzw. verbal drohen darf er meinem Freund - und das ganze ja komplett ohne Beweise - ja auch nicht. Abgesehen davon hat niemand einem 30 jährigen Mann zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat. Vielleicht halten die Nachbarn uns für jünger als wir sind, ich weiß es nicht. Trotzdem geht es absolut gar nicht, dass sie über uns bestimmen wollen.

    Haben wir rechtlich irgendwas Handfestes zu bieten oder können wir gar nichts gegen diese Belästigung unternehmen?

    Hallo allerseits!

    Ich habe ein langes, ausführliches Anliegen zu schildern und hoffe, dass sich hier der ein oder andere findet, der mir dazu mal seine Meinung schreiben möchte:

    Ich komme aus dem höchsten Norden Deutschlands und bin 26 Jahre alt. Ich habe mich hier heute ganz neu angemeldet, weil mein Verlobter und ich ein ziemlich nerviges Problem mit unseren Mitmietern haben. Wir wohnen auf dem Land in einem ehemaligen Einfamilienhaus, welches seit dem letzten Jahr für 2 Parteien aufgeteilt und vermietet wurde. Der Vermieter, welcher vorher dieses Haus selbst bewohnte, wohnt jetzt auf dem Grundstück direkt nebenan. Meine Eltern kennen ihn schon lange privat, daher war der Einzug dort im letzten Jahr ein richtiger Glücksgriff. Da unser Vermieter vorher noch nie selbst Vermieter war, hat er von Beginn an eine Hausverwaltung zwischengeschaltet.

    Meine Freund und ich arbeiten beide als Angestellte, tagsüber ist somit meist niemand zuhause oder mein Freund nur teilweise, weil er im Schichtdienst arbeitet. Wenn wir dann zuhause sind, verhalten wir uns unserer Meinung nach eher ruhig. Wir möchten nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach unsere Ruhe haben und schauen dann meist TV usw. Ganz normale Sachen eben. Wir haben auch sehr selten Besuch bei uns eingeladen. Wir gehen allermeistens woanders hin. Da besonders der Flur extrem hellhörig ist, bekommen wir meist mehr von den Nachbarn mit, als uns lieb ist. Nicht nur, dass man alle möglichen Geräusche bei uns im Flur hört, sondern auch, dass sie sich von Haus aus einfach schon in einem deutlich lauteren Ton unterhalten, als mein Freund und ich es tun oder es wird von Raum zu Raum oder die Kellertreppe hinab etwas gebrüllt. Das nervt zwar des Öfteren, aber darüber möchte ich noch gar nicht zu sehr meckern. Wir möchten keinen Stress und einfach ein ruhiges harmonisches Leben dort führen.

    Wir und die zweite Mietpartei sind beide gleichzeitig Ende April 2013 dort eingezogen. Ich wohne mit meinem 30 Jahre alten Verlobten im Obergeschoss des Hauses. Wir haben zwei Katzen und ein steinaltes Kaninchen. Das Untergeschoss sowie den ausgebauten Keller bewohnt eine vierköpfige Familie (die Kinder sind ca. 17 und 19 Jahre alt soweit ich das weiß) samt Katze und Hund (! - aber dazu später mehr). Viel haben wir mit der Familie nicht zu tun, da es von Anfang an kleinere Reibereien gab. Theoretisch könnten wir die zweite Terasse im schönen Garten, die direkt neben der Hauptterasse liegt, mit nutzen. Dies machen wir aber nicht, da wir den Mitmietern schon immer so gut es ging aus dem Weg gehen. Sie waren uns einfach von Anfang an unsympathisch. Nur hat man als Mieter ja keinen Einfluss darauf, wen man als Nachbarn bekommt.

    Es fing z.B. damit an, dass die Familie sich direkt sehr breit machte. Sprich, die Doppelgarage und der Hofplatz davor sind klar auf beide Parteien aufgeteilt. Die linke Seite gehört zur unteren Wohnung und die rechte zu uns. Da der Nachbar privat ein Autobastler ist, hat er natürlich viel Krams, der untergebracht werden muss. Seinen Werkzeugschrank stellte er schon zu Beginn ohne Nachfragen ganz selbstverständlich auf unsere rechte Seite in der Garage. Höflich baten wir darum, diesen Schrank von unserer Seite zu entfernen. Das wurde noch ohne Widerrede gemacht.

    Der 2. "Vorfall" war wiederholtes Parken auf unserer Seite des Hofplatzes. Daraufhin schalteten wir die Hausverwaltung ein und baten sie um vermittelnde Hilfe bei der Klärung dieser Sache. Als die Hausverwalterin daraufhin beim Nachbarn anrief, begegnete er ihr direkt "flapsig" und stänkerte Gegenan. Er konnte zwar nicht leugnen, dass er auf unserer Seite geparkt hatte, aber holte direkt in diesem Moment unwillkürliche Argumente herbei wie "dann sollen die (also wir) ihren Winterdienst im Winter mal schön alleine machen". Nach diesem Gespräch rief mich die Hausverwalterin noch einmal an und klärte mich über den Verlauf des Telefonats auf. Sie sagte, sie hätte zum Nachbarn im Bezug auf den Winterdienst direkt entgegengebracht, dass wir das auch sicher gern selbst tun werden. Einen Bürgersteig gibt es auf unserer Seite der Straße nicht. Es geht beim Winterdienst um das Salzstreuen auf den Treppenstufen von der Haustür zum Hofplatz hinunter. Gestreut haben da im vergangenen und ersten Winter in diesem Haus übrigens nur mein Freund und ich. Obwohl der Nachbar morgens viel früher, als wir aus dem Haus muss, und es alleine schon um seiner eigenen Sicherheit Willen sinnvoll wäre, wenn er auch mal gestreut hätte... Aber das ist nicht das größte bzw. aktuelle Problem. Jedenfalls wurde nach Aufforderung der Hausverwaltung das Parken auf unserer Seite unterlassen.

    Der nächste Punkt ist der schlecht erzogene Hund. Er schlägt jedes Mal an, wenn ein Auto auf das Grundstück fährt und auch wenn ein Auto nur vorbei fährt. Die Nachbarn gehen mit dem Hund zuhause NIE Gassi. Ich kann natürlich nicht beurteilen, was sie machen, wenn sie mit ihm zusammen weg fahren. Fakt ist aber, dass er zuhause nicht ausgeführt wird, wie alle anderen Hunde in der Nachbarschaft. Der Hund wird nur zuhause ab und zu mal auf dem Rasen laufen gelassen und dann verrichtet er sein Geschäft mal hier, mal da im gesamten Garten/auf dem Rasen. Noch ein weiterer Grund für uns den Garten nicht zu nutzen, weil wir keine Lust haben in Hundehaufen zu treten. Wenn tagsüber niemand zuhause ist, bellt und jault der Hund also dann den lieben langen Tag lang immer wieder. Es sind dort nicht jeden Tag alle aus dem Haus, aber wenn niemand da ist und der Hund ist zuhause, dann ist Gejaule angesagt. Deshalb hatte mein Freund bereits einmal beim Veterinäramt angefragt, was man machen könnte, da diese Situation ja schon einmal nicht ganz normal ist. Dort konnte uns konrekt niemand weiterhelfen, da das nur ginge, wenn ein Beweis für Tierquälerei vorliegt. Den können wir unserer Meinung nach ja so nicht vorweisen. Jedenfalls haben wir da nicht mit dem Hintergrund angerufen, den Hund loswerden zu wollen. Darum geht es gar nicht, denn ich bin sehr tierlieb und möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass jemandem sein Tier weggenommen wird, denn das würde ich ja mit meinen Tieren auch nicht wollen. Aber man sollte sich als Hundehalter ja schon richtig um seinen Hund kümmern und ihn artgerecht halten, richtig? Das ist also noch so ein offener Punkt, der immer mal wieder nervt und auch andere Nachbarn haben uns schon darauf angesprochen, dass sie den Hund weit hören.

    Der absolute Bock wurde aber jetzt am vergangenen Freitag abgeschossen. Ich erkläre zunächst einmal den Hintergrund und wie es zu dem aktuellen Konflikt mit den Nachbarn eigentlich kam:
    Mein Freund und ich waren am Samstag, 24.05. bei einer Feier eingeladen. Wir kamen zwar doch schon recht früh um ca. 00.00 Uhr nach hause. Doch es war ja schon allgemeine Nachtruhe - auch wenn es Samstag war. Jedenfalls hatten mein Freund und ich beide "einen über den Durst getrunken", was ja durchaus legitim ist und auch nur auf solchen Feierlichkeiten ab und zu mal vor kommt, was ja jeder mal macht. Dafür muss ich mich ja auch schonmal gar nicht rechtfertigen - finde ich. Jedenfalls war ich so betrunken, dass ich im Schlafzimmer gestolpert bin und mit dem Kopf gegen den Kleiderschrank gestoßen bin. Da ich daraufhin noch ganz blöd hingefallen bin, habe ich laut aufgeschrien und mehrmals nach meinem Freund gerufen, damit er mir aufhilft. Er war nämlich nicht im gleichen Raum. Das war vielleicht alles nicht so ganz toll abgelaufen, aber ich denke, sowas kann einfach mal vorkommen. Dazu muss ich sagen, dass es allgemein im Haus sehr hellhörig ist, besonders im Flur, da dort nur eine dünne Bretterwand und eine Holztreppe uns von der Wohnung der Nachbarn trennt. Es war ja früher wie gesagt ein Einfamilienhaus. Daher hat man meine Schreie wohl sehr deutlich gehört, was mir im Nachhinein auch wirklich total unangenehm ist. Aber sowas kommt selten vor und kann mal vorkommen. Die Familie selbst ist oft genug zu den unmöglichsten Zeiten laut.

    Jedenfalls hat wohl auf diesen Vorfall hin die Familie unten sich zusammengereimt, dass mein Freund mir etwas angetan hätte. Das finde ich eine wahnsinns Frechheit und sowas möchten wir uns nicht unterstellen lassen, weil das nun einmal Meilenweit an der Wahrheit vorbei geht. Das Problem ist nur: Wie macht man jemandem so etwas klar? Sei es einerseits die Familie (denen wir ja eigentlich keine Rechenschat schuldig sind, aber so auf mir sitzen lassen möchte, ich diesen Unsinnauch nicht) und andererseits der Hausverwaltung, die in allen Fragen immer die erste Anlaufstelle ist (nicht der Vermieter, auch wenn er direkt nebenan wohnt - das wurde beim Einzug so vereinbart). Die habe ich nämlich direkt am vergangenen Freitag, als Folgendes geschah angerufen: Mein Freund war in der Garage, als gerade der Vater der Familie nach hause kam. Dieser pöbelte meinen Freund dann überraschenderweise regelrecht an: "Wenn bei euch noch einmal so ein "Alarm" ist, wie am letzten Wochenende, dann rufen wir die Polizei und du zieh mal lieber schnell hier aus und zu deinen Eltern zurück, wenn du das hier alles nicht auf die Reihe bekommst!". Das war die Kernaussage, dessen, was dort von ihm abgelassen wurde. Daraufhin kam mein Freund zu mir hoch in die Wohnung und erzählte mir von dem Vorfall. Ich fiel zunächst aus allen Wolken, weil ich gar nicht wusste, worum es überhaupt gehen soll. Ich finde es wirklich eine Unverschämtheit, aufgrund von Brocken, die die Nachbarn in dieser Nacht gehört haben, sich eine solche Story zusammen zu reimen und daraus zu schließen, dass mein Freund gewalttätig sei und die Nachbarn meinen das Recht zu besitzen ihn erstens anzupöbeln und zweitens "rausschmeißen" zu können. Sie sind genau wie wir Mieter und nicht VERmieter! Abgesehen davon haben sie kein Recht, sich in unser Leben einzumischen und Lügen in die Welt zu setzen. Was aber vor allem so merkwürdig ist, dass er meinen Freund erst am Freitag, also schon beinahe eine Woche nach dem Lärm in der Samstag Nacht darauf ansprach. Die Hausverwalterin war völlig überfordert und konnte mir rein gar nicht weiterhelfen, weil so gesehen Aussage gegen Aussage steht. Aber was meiner Meinung nach einfach völlig inakzeptabel ist, ist die Vorgehensweise des Nachbarn meinen Freund der Wohnung verweisen zu wollen. Das Recht steht ihm nicht zu, das ist Fakt und beleidigen bzw. verbal drohen darf er meinem Freund - und das ganze ja komplett ohne Beweise, weil es ja einfach keine gibt - ja auch nicht. Abgesehen davon hat niemand einem 30 jährigen Mann zu sagen, was er zu tun und zu lassen hat. Vielleicht halten die Nachbarn uns für jünger als wir sind, ich weiß es nicht. Trotzdem geht es absolut gar nicht, dass sie über uns bestimmen wollen.

    Dazu muss ich noch sagen, dass diese Familie hier bei uns einen gewissen Ruf hat. Wir wohnen in einem kleinen Dörfchen. Beinahe jeder kennt jeden. Es wird auch viel geredet. Teils entspricht er Wahrheit, manchmal natürlich auch nicht. Man weiß es nicht immer. Jedenfalls hört man hier, wenn man den Namen der Familie erwähnt, Aussagen wie "Ach die. Die ziehen doch andauernd um." Der Nachbar selbst hat meinem Freund letztes Jahr sogar erzählt, dass er eine Privatinsolvenz hinter sich hat und seine Tochter angeblich mit einem Messer schon einmal bedroht wurde. Wie gesagt, diese Infos hat mein Freund direkt aus erster Hand vom Nachbarn selbst. Ob die Details stimmen, wissen wir nicht. Erzählen hätte er sie aber ja erst gar nicht müssen. Hinzu kommt, dass der Vater vor einigen Monaten arbeitslos wurde. Da die Post oft Briefe für die andere Familie in unseren Briefkasten wirft, konnten wir als Absender extrem oft eine Anwaltskanzlei erkennen. Das hat nichts mit Ausspionieren zu tun. Nur wenn wir unsere Post aus dem Briefkasten holten, müssen wir ja nachsehen, was da so drin und ist und dann haben wir die Briefe umgehend in den richtigen Briefkasten geworfen. Die Nachbarn habe es monatelang nicht hinbekommen ihr Namensschild auf dem Briefkasten zu erneuern. Vielleicht kam es daher auch immer wieder dazu, dass sich einige der Briefe für sie bei uns verirrten. Auch darauf mussten wir die Familie mehrfach hinweisen, dass ihr Namensschild im eigenen Interesse erneuern sollten. Jedenfalls konnten wir auch des Öfteren unfreiwillig lautstarke Gespräche der Familie in unserem Flur mit anhören, in denen es um ein rechtliches Angehen gegen den ehemaligen Arbeitgeber des Vaters ging. Was dort genau vorgefallen ist, wissen wir natürlich nicht. Wir können nur vermuten, dass sich der werte Herr auch dort wieder einmal im Ton oder der Umgangsform vergriffen hat und es dadurch eventuell zu der Entlassung kam. Es würde ins Bild passen. Ob das so stimmt, ist aber wie gesagt reine Spekulation. Außerdem bekamen wir bei einer dieser Diskussionen auch mit, dass der Sohn ebenfalls seinen Arbeitsplatz bzw. seine Lehrstelle verloren hat. Wir können sogar auf seiner Facebookseite sehen - obwohl wir mit ihm dort natürlich nicht befreundet sind (es ist also für die Öffentlichkeit sichtbar) - dass er sich des Öfteren mit Lehrern in der Berufsschule anlegt und dies dann öffentlich bei Facebook postet und sich darüber lustig macht. Auch das passt ins Gesamtbild und dass er scheinbar nicht weit genug denken kann, dass solche Einträge auch die falschen Leute lesen können. Außerdem haben wir die Vermutung, dass die Kinder unter ADHS oder etwas ähnlichem leiden. Wenn die Eltern beide arbeiten, ist meistens die Oma bei den Kindern, so als müssten sie eventuell beaufsichtigt werden. Und die Kinder sind ja nun schon lange keine Kleinkinder mehr mit ihren ca. 17/19 Jahren! Auch das sind wieder nur Vermutungen, aber was wir so ungewollt mitkriegen, scheint mir nicht so ganz normal. Was der Sohn lautstark für eigenartige Geräusche von sich gibt und er scheucht auch oft den Hund auf. Die Kinder haben auch NIE Besuch von Freunden. Sie sind zumindest zuhause nur mit ihren Eltern und Verwandten die ab und an zu Besuch kommen zusammen.

    Diese Familie macht durch und durch also einen eher chaotischen, unordentlichen Eindruck. Wir können aus unserem Wohnzimmerfenster den kompletten Garten einsehen. Dort liegen meistens Gartengeräte, Hundespielsachen, Kleidungsstücke, die Tischdecke vom Gartentisch und auch Stuhlauflagen herum, weil auch Nachts alles draußen gelassen, durchnässt und teils durch die Gegend geweht wird. Auch die Sonnenmarkise wird oft nicht eingeholt und diese ist oft feucht. Das kann doch auch nicht gut sein, oder? Die Familie macht einfach den Eindruck, als fühlten sie sich als einzige Bewohner in diesem Haus. Zu den unmöglichsten Zeiten wird Rasengenmäht und gestaubsaugt und zwar gerne mal Sonntags mittags direkt in der Mittagsstundenzeit. Die Familie hat auch einen eher jugendlichen Tagesablauf an den Wochenenden - viel mehr als mein Freund und ich, obwohl es eher zu uns, als zu denen passen würde. Bis 11.00h hört man oft keinen Mucks und dann gehts in der Mittagsstunde ans Staubsaugen, Mixer betätigen oder Waschmaschine anstellen. Die läuft in letzter Zeit sogar immer öfter Nachts. Neulich habe ich sie in der Tat um 03.00 Uhr nachts im Schleudergang gehört.

    Mein Verlobter und ich sind anständige Menschen, die sich ehrlich und hart ihr Geld erarbeiten und wenn wir zuhause sind, möchten wir einfach nur ein ruhiges, harmonisches Leben führen. Wir sind einfache, ordentliche Menschen. Mein Verlobter ist Sohn eines Pastors und mein Vater ist hier in der Gemeinde in der Politik aktiv und recht bekannt. Nur als kleines Bild unserer selbst für die, die sich diese Situation vielleicht durchlesen.

    Nun nach dieser extrem langen Schilderung der Gesamtlage, hoffe ich auf einige Tipps, was oder ob wir überhaupt was machen können. Mein Freund ruft heute den Anwalt seiner Eltern an und schildert ihm das Ganze einmal so wie ich es hier getan habe um zu erfahren wie die rechtliche Lage ist und ob welche Schritte eventuell einzuleiten sind. Ein Gespräch mit dem Vermieter, der über die Zustände scheinbar keine Ahnung hat, wäre natürlich auch naheliegend. Wir haben ihn bisher noch nicht darauf angesprochen, weil wir keine Unruhe erzeugen wollten und auch er scheinbar jemand ist, der gerne "Friede-Freude-Eierkuchen" hat und Konflikte eher vermeiden möchte. Er wohnt wie gesagt direkt nebenan und kann - zumindest im Winter, wenn die Hecke nicht bewachsen ist - den Garten selbst auch einsehen und müsste eigentlich sehen, wie es dort meistens aussieht. Das einzige, was er einmal getan hat, war, dass er der Hausverwalterin mitteilte, dass ihm die wuchernde Hecke im letzten Sommer gegen den Strich ging. Das hat die Hausverwaltung dann an den Mieter weitergegeben und mir im Gespräch bezüglich des Parkens auf unserer Seite auch erzählt, dass der Vermieter mit dem äußerlichen Zustand des Grundstücks, welches von den unteren Mietern zu pflegen ist nicht sehr begeistert ist.

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