Beiträge von Fruechtchen93

    Ich habe mich jetzt entschlossen, am Montag erstmal zum Mieterschutzbund zu gehen und selbst, wenn ich nicht sofort eine Beratung bekomme, kann ich Mitglied werden. Da ich etwas bammel habe, dass der Vermieter mit Anwalt und Klagen kommt, wenn er die Kündigung nicht akzeptiert (bin Studentin ohne Rechtsschutzversicherung o.Ä. und kann mir einen Anwalt nicht leisten), würde ich die Kündigung auf nächsten Monat verschieben, dann habe ich mehr Informationen und bis dahin auf jeden Fall eine Beratung gehabt.

    Also meine Idee wäre jetzt, dass ich Montag zum Mieterschutzbund laufe und hoffe, dass die mich direkt beraten können, wenn ich die Anmeldegebühr gleich mitbringe. Dann würde ich das mit denen durchsprechen und sonst einfach die Kündigung schreiben und per Einschreiben losschicken! Ich berichte auf jeden Fall was sich da noch tut

    Hallihallo,

    Ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass mir jemand helfen kann oder eine gute Idee hat wie ich mit meiner momentanen Situation umgehen soll.

    Im Oktober bin ich wegen des Studiums in eine andere Stadt gezogen. Da ich schnell was finden musste und nicht die Möglichkeit hatte oft zum Besichtigen hinzufahren, habe ich mich relativ schnell für eine 1-Zimmer-Wohnung entschieden, eine weitere Alternative hatte ich dann auch nicht mehr. Nach 4 Wochen hat sich der Vermieter dann auch mal (endlich!) bei mir gemeldet, ließ mich aber nur unter der Bedingung in die Wohnung, dass ich eine Mindestlaufzeit von 2 Jahren akzeptiere. Von der Not getrieben habe ich unterschrieben und zog ein, von ihm gab es eine mündliche Zusicherung, dass ich bei eventuellem Studienwechsel/-abbruch so aus dem Vertrag kommen würde.

    Ich bin schließlich eingezogen und war schon geschockt, als ich dann die leere Wohnung gesehen habe. Sie war nicht gestrichen (obwohl vereinbart war, dass Decke und Wände gestrichen sein würden), die Fußleisten (wo vorher Möbel vor standen) waren entweder gar nicht vorhanden oder nur mit Tape rangeklebt, es waren Wasserflecken an den Wänden zu sehen und vieles mehr war nicht gerade im Top-Zustand. Der Vermieter hat dann ein paar Sachen machen lassen (was auch Wochen gedauert hat, bis er sich überhaupt um irgendwas gekümmert hat...). Im Winter war es extrem kalt in meiner Wohnung, trotz heizen, was mich schon hat stutzig werden lassen. Außerdem bildeten sich immer mehr Wasserflecken bei Regen in der Küche und im Wohnzimmer, wo der Vermieter aber auch nicht wirklich was gegen tat. Nun wurde beschlossen, dass die Außenwand neu isoliert werden soll (was mir natürlich gelegen kommt), die Bauarbeiten laufen nun seit ein paar Wochen. Folge davon war allerdings, dass meine Holzpaneele an der Decke Risse bildeten und der ganze Baustaub und -dreck in meine Wohnung rieselte (Dachgeschosswohnung, im Dachboden fingen die Arbeiten an). Zusätzlich fing es an in meine Wohnung reinzuregnen, Wasser lief aus der Decke an der Wand entlang und bildete ganze Pfützen. Nachdem ich den Vermieter benachrichtigt hatte kamen nur Aussagen wie "kommt nur durch die Bauarbeiten" und "da kann man nur abwarten und Tee trinken, ne?".

    Da das für mich keine angenehme Wohnsituation ist, würde ich nun gerne ausziehen. Ich überlege sogar (unabhängig von der Wohnung) wieder in meine Heimatstadt zurück zu ziehen und es fand ein Gespräch wegen eventueller Kündigung etc. statt. Mein Angebot war, dass ich zwischen August und Oktober die Wohnung verlasse und er dann die Möglichkeit hat, manches zu reparieren (da z.b. die Decke nicht reparierbar ist, solange ich da wohne) und passend zum neuen Semester einen neuen Mieter finden kann. Er möchte mich allerdings nicht vor Ende Dezember aus der Wohnung lassen.

    Wie kann man jetzt weiter vorgehen? Meine nächste Idee wäre, dass ich entweder die Kündigung für Ende Dezember unterschreibe und dann mit Mietminderung komme, oder erstmal dem Mieterschutzbund beitrete und mich dort unterstützen lassen. Ich habe auch Bedenken, dass er mir so oder so meine Kaution nicht wiedergeben wird, weil er das bei dem Vormieter auch nicht gemacht hat. Ich habe hier zwar keine Schäden verursacht o.Ä., aber so wie ich ihn kenne, wird er sich sonst was ausdenken. Eine andere Sache, worauf er sich wahrscheinlich einlassen würde, wäre, dass ich mich aus dem Vertrag rauskaufe, also ihm die Kaution überlasse und schon September ausziehe. Das wäre für mich allerdings finanziell schwierig.

    Mein Vermieter hat auch klar gesagt, dass er hier nicht groß was reparieren wird, da Studenten sich nicht anstellen sollen und auch unter schlechteren Bedingungen leben können, außerdem möchte er nur noch Studenten als Mieter, da diese nicht rechtlich gegen ihn vorgehen (mein Vormieter, sowie andere Mieter in anderen Häusern sind mit ihm im Rechtsstreit). Er hat außerdem noch Schlüssel von meiner Wohnung, die er mir immer noch nicht wieder gegeben hat und eine Heizkostenabrechnung habe ich auch nicht erhalten (ich kann mir gut vorstellen, dass ich nämlich was zurück bekommen würde...).

    Da ich noch jung bin, habe ich keine Erfahrungen mit solchen Dingen und würde mich deswegen über ein paar Meinungen freuen! Ich danke schon einmal im Voraus :)

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