Der Passus in diesem Vertrag ist eindeutig. Rechtlich geht das so in Ordung.
Das dachte ich mir auch! Es geht mir aber um eine außerordentliche Kündigung..
Der Passus in diesem Vertrag ist eindeutig. Rechtlich geht das so in Ordung.
Das dachte ich mir auch! Es geht mir aber um eine außerordentliche Kündigung..
So, sorry ich war den Tag nicht daheim und hatte den MV nicht zur Hand..vorab schon mal vielen Dank für die Antworten!
anitari; du hast Recht. Ich zitiere nun einmal die Passage. Und zwar steht dort:
Mietvertrag mit Kündigungsverzicht
"...Die Mietvertragsparteien verzichten wechselseitig für die Dauer von 12 Monaten ab Beginn des Mietverhältnisses auf Ihr Recht zur ordentlichen Kündigung dieses Mietvertrages (maximal 4 Jahre). Eine Kündigung IST erstmals nach Ablauf dieses Zeitraumes unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist und der gesetzlichen Bestimmungen zulässig. vor dem Verzicht bleibt das Recht zur außerordentlichen Fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund und außerordentlichen Kündigungen mit gesetzlicher Frist unberührt...."
Nein, das ist nicht mein Hauptproblem. Ich werde nicht nach Hannover ziehen. Ich will hier einfach nur raus, weil es mittlerweile tatsächlich sehr an die Substanz geht und ich eigentlich grundsätzlich eine positive Denke und Grundstimmung habe. Mein Schlaf wird halt durchgehend unterbrochen - trotz Ohrstöpseln wohl bemerkt. Und ich fühle mich absolut nicht mehr wohl hier, nachdem ich so einige Stories gehört habe.
Beste Grüße!
Wenn ich mich gerade richtig erinnere verzichten beide Seiten auf Kündigung innerhalb des ersten Jahres..
Das Recht auf außerordentliche Kündigung bleibt davon unberührt!
Also wenig Aussichten auf einen Grund zur außerordentlichen Kündigung?
Die Miete mindern dürfte ich aber auf jeden Fall, korrekt?
VG
Hallo liebe Forenmitglieder,
es gibt zwar so einige Forenbeiträge und allgemeine Artikel zu diesem Thema aber keiner kann mir so wirklich vermitteln, was genau ich in der folgenden Situation unternehmen kann.
Ich bin anfang 20, habe gerade meine Ausbildung abgeschlossen und bin Mitte Oktober letzten Jahres in meine erste eigene Wohnung gezogen. Zu dem wurde mir von der Firma ein Übernahmeangebot gemacht, das mich vorerst zwingt täglich von Hamburg nach Hannover zu pendeln. Entsprechend könnt ihr euch vorstellen, dass ich relativ früh aufstehen muss und ziemlich spät wieder daheim bin.
Nachdem die Anfangseuphorie der ersten eigenen Wohnung so langsam erlosch, stellte ich fortlaufend so einige Mängel der Wohnung fest. Ich kannte es vorher nicht in einer Mietwohnung (Mehrfamilienhaus) zu wohnen und dachte dementsprechend, dass der ganze Lärm ‚normal’ sei. Mittlerweile kann ich aber definitiv sagen, dass das nicht der Fall ist.
Unter mir wohnt eine Familie mit einer geistig-behinderten Tochter. Ich möchte dieser Familie um Gottes Willen keine Schuld für irgendetwas geben, Fakt ist jedoch, dass die Tochter JEDEN Morgen ab 7 Uhr sehr lauten Lärm verursacht (Donner, Schlagen, Schreien, Kreischen – genau unter meinem Schlafzimmer). Unter der Woche habe ich damit eher weniger Probleme, da ich i.d.R. vorher aus dem Haus bin. Jedoch werde ich fast jeden Samstag & Sonntag dadurch geweckt und kann oftmals nicht weiter schlafen.
Zusätzlich verursacht die Familie über mir sehr viel Lärm. Hier allerdings in den meisten Fällen ab ca. 21 Uhr bis in die Nacht hinein (laute Musik, lauter Fernseher, laute Gespräche, Dusche, Gedonner etc. - sogar das urinieren kommt lautstark bei mir an). Das lässt mich abends nicht zur Ruhe kommen. Und das alles, obwohl ich von Anfang an mit Ohrenstöpseln schlafe!!
Ich habe die Familien schon mehrmals persönlich gebeten wenigstens in den Ruhezeiten und vor allem in der Nacht auf das Lärmverhalten zu achten. Weil sich darauf hin nichts verbessert hat, wurde die Familie über mir sogar schon von der Verwaltung angeschrieben. Keine Besserung in Sicht.
Gestern habe ich die Wohnung tagsüber verlassen, da es mir einfach zu laut wurde!
Hierzu führe ich jetzt seit Anfang Februar ein Lärmprotokoll, in dem ich Uhrzeiten, Art des Lärms, eigenes Empfinden usw. festhalte.
Hinzu kommt jetzt jedoch auch noch, dass das Treppenhaus dauer verdreckt ist, es ständig nach Gras, Alkohol und Zigaretten stinkt. „Fremde“ Menschen marschieren ein und aus. Ständiges Geschrei, Gestreite etc. etc. Es nimmt kein Ende.
Viele meiner Freunde fühlen sich überhaupt nicht mehr wohl. Die Besuche meiner Freundin kommen auch immer seltener vor.
Und als mir eine Nachbarin dann letztens noch erzählt hat, dass der Vormieter ausgezogen ist, weil er mit einem Messer bedroht wurde als er einen Streit schlichten wollte, war es bei mir auch vorbei!
Und nun der springende Punkt, bevor gleich gesagt wird, dass ich doch einfach kündigen soll.
Im Mietvertrag ist eine Klausel eines sog. Kündigungsverzichts von 12 Monaten vereinbart.
Ich hatte der Verwaltung eine E-Mail geschrieben mit der Bitte um ein persönliches Gespräch. Darauf hin kam nichts. Als ich über eine Woche später bei der zuständigen Dame anrief und ihr mein Problem schilderte, „wusste sie auch nicht wirklich, was man da machen kann“ und wollte weitere einanhalb Wochen „Bedenkzeit“ haben.
Und nun meine Fragen an euch…
1.) Habe ich die Möglichkeit außerordentlich unterhalb des Jahres auszuziehen/ zu kündigen?
2.) Sollte ich mich an einen Anwalt wenden wenn die Verwaltung sich quer stellt?
3.) Darf ich die Miete mindern?
4.) Sonstige Tipps?
Ich danke euch vielmals im Voraus für eure Antworten!
Und verzeiht mir Komma- und Rechtschreibfehler - kommen in der Hitze des Gefechts nun mal vor…
Viele Grüße
Ilkenhof
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