Beiträge von Anna90

    Hallo Berny,

    lieben Dank für die schnelle Antwort!
    Wie genau definiert man denn "zumutbar bewohnbar"? Meine Mitbewohnerin ist im alltäglichen Leben ja sehr eingeschränkt und ich hab mich ja schon ausquatiert. Da es auch beim letzten mal schon mehrere Monate gedauert hat bis das Problem behoben war, wird es diesmal nicht schneller gehen. Der SB meinte auch im Dezember schon, dass man die alten Kanalisationsrohre und auch die Zwischenräume in den Wänden mit einer Kamera begutachten müsste, um überhaupt erst mal die Ursache des ganzen Mists finden und schließlich beseitigen zu können. Da stellt sich der Vermieter bis jetzt aber stur (vermutlich aufgrund der Kosten). Man hat ja gesehen, dass es nichts bringt irgendein Rohr zuzuschütten und das Loch in der Wand zu stopfen. Folglich wird sich an unserer Situation in diesen 1,5 Monaten wohl nichts ändern. Der Vermieter wurde sowohl beim ersten, als auch beim zweiten mal sofort informiert. Darauf hin versprach dieser natürlich gleich etwas zu unternehmen. Geschah ja auch, nur hat das ganze sehr lange gedauert. Und ja, der Vermieter trägt die Kosten für den SB. Der gute Mann war schon so oft bei uns, dass wir mittlerweile per "Du" sind und zusammen Kaffee trinken. Bis jetzt mussten wir nie etwas bezahlen.
    Der Vermieter war heute leider nicht erreichbar, wir werden uns aber wohl in naher Zukunft mit ihm zusammen setzen müssen.

    Liebe Grüße
    Anna

    Liebe Forenmitglieder,

    ich habe folgendes Problem:

    Ich wohne seit ca. zwei Jahren mit einer Mitbewohnerin in einer Mietwohnung. Ca. im Dezember letzten Jahres stellten wir laute Kratz- und Nagegeräusche in den Wänden unserer Wohnung fest, kurz darauf hörten wir auch erste Geräusche in der Wohnung selbst, hinter und unter der Einbauküche. Anderen Mietern des Hauses ging es ähnlich und in einer Wohnung liefen die Ratten auch des Nachts durch die Zimmer und plünderten die Mülleimer. Der Vermieter wurde informiert und engagierte nach mehrmaligem Nachfragen endlich einen Schädlingsbekämpfer. Kurz und kanpp: Ratten im Keller, Loch hinter der EBK, Ratten in der Küche. Der Keller ist ziemlich alt und wurde wohl früher bei der Sanierung des Hauses nicht beachtet. Die Ratten kommen durch alte Kanalisationsrohre ins Haus und in die Wände. Das Loch hinter der EBK wurde notdürtig verschlossen, ein Rohr im Keller zugeschüttet und Köder ausgelegt.
    Danach war 4 Monate Ruhe und nun geht die ganze Sache von vorne los.
    Wieder Ratten in den Wänden und Decken (vorallem nachts, in allen Zimmern, direkt neben dem Bett usw.) und auch unter der EBK. Wieder den Vermieter informiert. Die Zustände sind definitiv nicht mehr zumutbar. Geruchsbelästigung (im Hausflur riecht es nach Rattenurin), starke Lärmbelästigung (man glaubt nicht, wie laut die Tiere sein können; nachts ist teilweise nicht mehr an Schlafen zu denken) und Gesundheitsgefährdung, da Ratten bekanntlich Zoonoseüberträger sind (Bakterien und Viren, z.B. auch Leptospirose usw.). Desweiteren haben wir zwei Hunde, die ziemlich scharf auf Nagetiere sind und auch ab und zu mal anschlagen und an den Wänden oder der EBK kratzen wollen (konnte bis jetzt noch verhindert werden). Resultat: Meine Mitbewohnerin nimmt ihren Hund mit zur Arbeit und ich bin vorübergehend zu meinem Freund gezogen, da ich 1. nachts nicht schlafen und 2. den Hund nicht allein in der Wohnung lassen bzw. mit zur Arbeit nehmen kann.
    Heute früh bekam ich nun einen Anruf meiner Mitbewohnerin und es hieß: "Es ist soweit, hier liegt ne' Ratte in der Wohnung." Bin gleich hingefahren, der Schädlingsbekämpfer kam und hat das halbtote Tier (Rattengift) abgeholt und noch mal unter die Küche geschaut. Dabei haben wir ein Rattennest entdeckt (abgerissene Tapete, Brot, ne Kartoffel und Küchenkrepp, Kot, usw....). Nun haben wir eine Falle unter der EBK und irgendwo ein neues Loch. In den nächsten Tagen kommt der SB und baut Geschirrspüler und Kühlschrank ab um das Loch zu finden. Nun steht endgültig fest, dass die Ratten in der Nacht auch direkt in der Küche rumlaufen.

    Wir würden die Miete gerne mindern, trauen uns aber nicht recht, da wir in 1,5 Monaten eh ausziehen, unser Vermieter bisweilen etwas schwierig ist und wir Angst um unsere Kaution haben.
    Ich habe schon mal ein bisschen nachgeforscht, aber nirgends genaue Urteile über die Höhe der Mietminderung in einem solchen Fall gefunden: 2 % bei Ratten an den Mülltonnen, 10 % bei Ratten im Haushof und 100 % bei Ratten in der Wohnung, aber nur im Zusammenhang mit Durchfeuchteten Wänden.
    Lohnt sich Mietminderung für den letzten Monat und in welcher Höhe? Sollten wir rückwirkend für diesen Monat auch mindern? Und: Ist es vielleicht sinnvoller sich anders mit dem Vermieter zu einigen, z.B. keine Mietminderung, dafür müssen wir beim Auszug nicht streichen und bekommen die Kaution direkt bei der Übergabe zurück.
    Soweit wir wissen, hat bis jetzt noch niemand aus dem Haus die Miete gemindert, wir wären also die Ersten.

    Nun ja... ich hoffe mein Roman wird trotz der ausführlichen Beschreibung gelesen. Wir würden uns sehr über eine Antwort freuen und bedanken uns schon mal im Voraus!

    Liebe Grüße
    Anna & Mitbewohnerin

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