Beiträge von Claudia_L

    Hallo,

    ich habe gerade mit einer sehr unangenehmen Angelegenheit zu tun. Ich habe zwei Jahre gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin eine 2-Zimmerwohnung bewohnt. Hauptmieterin war meine Mutter (da ich Studentin bin) und wir hatten beide einen mündlichen Untermietvertrag mit ihr; dies im Wissen des Hauptvermieters.
    Nach zwei Jahren hat meine Mutter fristgerecht zum 1. Oktober die Wohnung gekündigt, da ich ausziehen wollte. Meine Mitbewohnerin wollte in der Wohnung bleiben. Sie hat jedoch versäumt, sich um einen neuen Mietvertrag zu kümmern, weshalb auch sie die Wohnung zum 1. Oktober räumen musste. Die Renovierung wollten wir gemeinsam übernehmen.
    Nach einem Urlaub Anfang September kam ich in die Wohnung zurück. Meine Mitbewohnerin war bereits ausgezogen. Die Wohnung war verdreckt und sie hatte nur einige Möbel mitgenommen. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass sie das in Ordnung bringen und sich an der Renovierung beteiligen möge und mit ihr abgesprochen, dass ich mich dazu entschlossen habe, einen Maler zu engagieren und ihr für diesen einen geschätzten Preis genannt, mit dem sie einverstanden war. Ich habe sie auch darüber informiert, dass ausgeräumt, geputzt und eine Teppichreinigung durchgeführt werden müsse.
    In den folgenden Wochen hat sie sich nicht an der Renovierung beteiligt. Ich musste ihr sogar eine Frist stellen, ihre restlichen Möbel zu entfernen, um den Teppich in ihrem Zimmer und ihr Zimmer überhaupt reinigen zu können. Ich war damit beschäftigt Kartons mit ihren Sachen (aus Küche und Gemeinschaftsräumen) zu packen, um dort putzen zu können, die Wohnung zu putzen, Schimmel zu entfernen, Schäden auszubessern, die auch nur sie verschuldet hatte, Löcher zu spachteln, Materialien (Farbe, Spachtelmasse, Abklebeband, etc.) zu besorgen, alles für den Maler abzukleben und die Klebebänder nach der Arbeit zu entfernen. Ich habe mir alle meine Arbeitsstunden und die meiner Helfer notiert. Meine Mitbewohnerin war nur für 3,25h in der Wohnung anwesend, in denen sie sich an der Renovierung beteiligt hat; ein Bruchteil meiner Arbeitsstunden und die meiner Helfer (inkl. Hauptmieter, meine Mutter).
    Aufgrund ihrer fehlenden Beteiligung hat meine Mutter die Materialkosten und Kosten für den Maler von dem Kautionsteil meiner Mitbewohnerin abgezogen. Diese beschwert sich nun, dass sie nicht ihren vollen Anteil zurückbekommen hat. Um dies auch vor ihr zu rechtfertigen, habe ich eine Aufstellung angefertigt, in der alle Arbeitsstunden (inkl. ihrer 3,25h) aufgelistet sind und diese mit einem Mindestlohn (ohne Steuern) von 7,50€ angesetzt. Dazu habe ich alle Ausgaben für die Renovierung addiert und dies alles durch zwei geteilt. (Eigentlich war der Betrag höher als, das was von ihrer Kaution abgezogen wurde. Ich wollte jedoch keine "Bezahlung" für meine Arbeitsstunden).
    Wie sieht die Rechtslage hierbei aus? Haben wir uns falsch verhalten? Steht meiner Mitbewohnerin in kompletter Kautionsanteil zu?

    Vielen Dank bereits im Voraus!
    Claudia

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