Hey,
habe ein Problem mit meinem Vermieter bzw. mit dem Verwalter.
Beim Vermieter und Eigentümer handelt es sich um eine Baufirma, welches das Gebäude vor kuzrem übernommen hat und nun nach und nach sanieren will. Gehe davon aus, sie wollen das Haus dann weiterverkaufen oder teuer vermieten.
Das ganze gestaltet sich für mich als Mieter sehr stressig. Ständig irgendwelcher Stress, irgendwas fällt aus etc.
Den Rest könnt ihr meinen E-Mails entnehmen:
"Hallo XXX,
ich wollte mich mal nach dem Stand der Dinge erkundigen... Die Fenster sind zwar drin, jedoch wurde der umliegende Putz bei den meisten Fenstern sehr stark in Mitleidenschaft gezogen (siehe Foto).
Insoweit wollte ich nachfragen, wann dies in Ordnung gebracht wird. Weiterhin ist die Küchendecke immer noch durch den Wasserschaden vom 27.03. beschädigt. Hier hatten wir ausgemacht, dass die Malerarbeiten zusammen mit den Fensterarbeiten ausgeführt werden, was leider nicht der Fall war.
Weiterhin hatte ich Sie auf eine beschädigte Türe angesprochen, welche wieder verleimt werden soll. Hierzu habe ich leider nichts mehr von Ihnen gehört. Zusätzlich hat letzte Woche leider unsere Haustürklingel den Geist aufgegeben. Ich weiß nicht, ob dies ggf. auch mit dem Wasserschaden zusammenhängt, nachdem die Anlage direkt im Flur unter der Wasseraustrittsstelle liegt. Ich gehe aber davon aus, dass der Ausfall eher dem Alter geschuldet ist, da sie schon immer mal kleinere Aussetzer hatte und nun gar nicht mehr funktioniert.
Ich bitte folglich um kurze Rückmeldung wie es nun weitergehen soll und bedanke mich bereits für Ihre Bemühungen."
Daraufhin kam eine kurze Antwort, wann die Wohnung besichtigt werden kann. Habe daraufhin die möglichen Zeiten, in denen ich zu Hause bin, mitgeteilt und auch einen Schlüssel platziert, damit sie ggf. ohne meine Anwesendheit in die Wohnung können.
-> keine Reaktion
Nach 2 Wochen den Verwalter angerufen und gefragt was denn nun ist.
Dauraufhin kurze Antwort, er sei gerade im Urlaub, ruft mich nächste Woche zurück.
-> natürlich wieder vergebens gewartet
nach wieder 2-3 Wochen schriftlich per Mail erinnert und wieder keine Reaktion erhalten.
Nun habe ich mich dazu entschlossen die Miete zu mindern:
"Hallo XXX,
leider haben Sie sich nicht mehr bei mir bzw. uns gemeldet. Nachdem ich Sie in Ihrem Urlaub vor 3-4 Wochen kurz gesprochen habe, wollten Sie zurück rufen, was leider nicht erfolgte. Weiterhin erfolgte keine Reaktion auf meine Erinnerungsmail vom 29.05. Nun sind wieder einige Wochen verstrichen ohne, dass irgendwas passiert ist. Grundsätzlich ziehe ich auch die einfache Kommunikation über ein kurzes Telefonat vor aber hier wird man immer nur vertröstet und auf „nächste Woche“ verwiesen. Insbesondere wenn ich die anderen unfertigen Baustellen (Wohnung über mir, Balkon der anderen Mieter) berücksichtige, habe ich nicht das Gefühl, dass bei mir nun zeitnah etwas passiert, da ich nicht weiß welche der diversen Baustellen die höchste Priorität genießt...
1. Aktuell ist nach wie vor die Klingel defekt, eine Türe beschädigt, der Wasserschaden in der Küche vorhanden und der Putz aufgrund der Fensterbauarbeiten beschädigt (siehe Fotos).
Ich bitte daher um Verständnis, dass die Miete folglich für die Monate Mai und Juni gemindert wird und dies auch für die zukünftige Miete berücksichtigt wird bis die o.g. Mängel behoben sind.
Die Mietminderung beruht u.a. auf den folgenden Urteilen:
Optische Beeinträchtigung wegen nicht neu erfolgter Tapezierung nach Entfernung einer verschimmelten Tapete: 10% Mietminderung lt. AG Ibbenbüren Urteil vom 27. Dezember 2001, Az.: 12 C 184/01.
- Abgebröckelter Putz im Essbereich und abgelöste Tapete im Wohnzimmer: 10% Mietminderung lt. LG Düsseldorf Urteil vom 24. März 1987, Az.: 24 S 294/86.
- Wasserschaden an der Decke: 25% Mietminderung lt. AG Osnabrück NJW-RR 1995, 971
- Wohnungsklingel defekt: 3% Mietminderung lt. LG Berlin Urteil vom 14. September 2006, Az.: 62 S 290/94.
Insbesondere hat sich der Wasserschaden in der Küche bereits im März ereignet. Entgegenkommenderweise habe ich angeboten, die Arbeiten zusammen mit den Fensterarbeiten auszuführen um das Ganze für beide Seiten zu vereinfachen. Sie hatten hierdurch keine Eile und wir hätten nicht 2x eine Baustelle in der Wohnung gehabt. Auch dies ist leider nicht erfolgt.
Zweifelsfrei wurden Ihnen alle Mängel direkt angezeigt und mehrmals an die Beseitigung erinnert.
Die nächste Überweisung in Höhe von XXX setzt sich wie folgt zusammen:
XXX
Natürlich wird umgehend wieder der volle Mietsatz überwiesen wenn die Wohnung wieder im vertragsgemäßgen Zustand ist.
2. Weiterhin wollte ich nochmals wegen einem Kellerraum nachfragen. Bei Ihrem letzten Besuch hatten Sie mir mitgeteilt, ich habe keinen Kellerraum. Der gelagerte Hausrat wurde seiner Zeit ohne vorherige Rücksprache einfach mit einem Container entsorgt. Hierunter befanden sich auch einige Wertsachen. War es wirklich zu viel Aufwand vorher bei den Leuten zu klingeln um sich zu erkundigen was weg kann und was bleiben soll? Auch dies wurde bisher einfach so hingenommen. Hierzu möchte ich anmerken, dass ich mir ebenfalls vorbehalte den entsorgten Hausrat geltend zu machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Laut dem Mietvertrag steht uns ein Kellerraum zu, welchen wir seit der Übernahme der Immobilie durch Herrn XXX nicht mehr nutzen konnten. Folglich bitte ich um Ihre Stellungnahme wie Sie sich dies künftig vorstellen.
3. Nebenkosten 2011/2012. Hierzu brauche ich wohl nicht viel zu sagen. Nach Rücksprache mit der Partei XXX wurde dort eine Pauschale in Höhe von 300,00 € zugesagt. An dieser Stelle bin ich irritiert warum die Parteien, welche Ihnen nicht alle paar Wochen auf die Füße treten einfach „vergessen“ werden. Welche Lösung schlagen Sie hierzu vor?
Ich möchte Sie bitten auf meine Punkte schriftlich einzugehen. Die telefonischen Zusagen und Absprachen sind bisher nur sehr selten bzw. erst nach mehrmaliger Erinnerung eingehalten worden. "
Plötzlich erhalte ich natürlich binnen 30 Min. eine Antwort wenn es ans Geld geht:
"Hallo Herr XXX,
mit einer Mietminderung sind wir nicht einverstanden und betrachten diese als fristlosen Kündigungsgrund.
Wie aus den Medien entnehmen konnten, wurde aktuell das Mieterrecht für Bauarbeiten am Wohnhaus eingeschränkt.
Wir könnten die Arbeiten an Ihrer Wohnung am 2.Juli beginnen.
Wir setzen aber hierfür voraus, das kein Mietabzug stattfindet und der Zugang zu Ihrer Wohnung ge-
wehrleistet ist.
Bitte um kurzen telefonischen Rückruf unter XXX.
Ps: Balkon von XXX hatte mit mir als Hausverwalter nichts zu tun ! "
Vorab ein Beispiel wie die Fenster größenteils in der Wohnung derzeit aussehen. Dazu kommt, dass in der Küche ein Viertel der Deckentapete fehlt und ich seit März auf schönen Beton schaue!

Hierzu nun folgende Fragen:
- ist meine Mietminderung haltbar wenn es hart auf hart kommt?
ich habe E-Mails die beweisen, dass ich regelmäßg erinnert habe.
- was meint er mit Änderung Mieterrecht?
- m.E. kann er nicht aufgrund dessen fristlos kündigen. Nur wie argumentiere ich am besten?
Es gab in der Vergangenheit schon deutlich mehr ärger was immer ohne weiteres hingenommen wurde. Teilweise den ganzen Tag Baulärm. Ich bin aber nun an einem Punkt angelangt wo ich mir nicht mehr alles gefallen lassen möchte.
Vielen Dank schon mal für eure Antworten 