Hallo liebes Forum,
ich versuche unseren Fall so präzise wie möglich zu schildern:
Am 1. Juni 2011 bezogen wir eine Wohnung, für die wir den mietvertrag für mindestens drei Jahre abschlossen. Die ordentlich Kündigung ist demnach erstmals zum 31. Mai 2014 möglich. Damals stellte das für uns kein Problem dar, heute leider schon.
Ich verlor im November meinen Job und war arbeitslos, bekam leider nur Hartz IV. Durch einen glücklichen Zufall fand ich schnell wieder Arbeit, allerdings 250 km entfernt. Da wir als Familie gerne zusammen sein wollten, setzte ich die Vermietung darüber in Kenntnis mit der Bitte, ob wir frühzeitig aus dem Vertrag ausscheiden können. Das geschah leider nur per email, sämtlichen Verlauf der Gespräche habe ich aber abgespeichert und kann ihn lückenlos nachweisen.
Auf meine email wurde mir geantwortet, dass ein frühzeitiges Ende des Vertrages nur möglich sei, wenn wir einen Nachmieter finden würden. Uns wurde großzügig angeboten, dass die Vermietung nach einem sucht.
Es folgten die ersten Besichtigungen, die leider völlig anders verliefen, als erwartet. Wir sind Katzenhalter, achten aber penibel auf Sauberkeit und haben uns von vielen Leuten bestätigen lassen, dass man die Tierhaltung nicht riecht. Nun wurden wir bereits bei der ersten Besichtigung (Vermieter war anwesend) beschuldigt, es würde bei uns massiv nach Katze und Urin riechen. Zudem wurde uns angekündigt, dass wir eine Komplettrenovierung der Wohnung vornehmen müssen, durch die firmeneigene Malerfirma, da an 2 (!) Stellen die Tapete von der Wand gekratz ist, und wir im Wohnzimmer 4 Regale an die Wand gebohrt haben.
Wir weigerten uns von anfang an gegen diese Forderung. Selbstverständlich beseitigen wir die Mängel, da dies im Vertrag so festgelegt ist (Klausel wurde bereits anwaltlich gecheckt), wir möchten dies aber gerne selber fachgerecht erledigen.
Damit begann der Ärger erst richtig. Immer wieder wurden uns mails geschickt, dass es bei uns nach Urin riecht, im Haus wird den Nachbarn erzählt, dass die Wohnung katastrophal aussehe ....
Es führte so weit, dass mehreren Interessenten abgesagt wurde und der Vermieter die Suche nach einem Nachmieter einstellte, uns aber verbot, selber nach einem Nachmieter zu suchen. Dieses Verbot beachteten wir nicht, die Vermietung lehnt aber bislang jeden möglichen Nachmieter ab. Die Gründe dafür kennen wir leider nicht bzw. sie sind uns unschlüssig.
Jetzt steht das Angebot, uns gegen eine Ablösesumme von 2 Warmmieten zum 30.4. aus dem Vertrag zu entlassen, wenn die Wohnung in vertragsgemäßem Zustand sei. Die uns schriftlich zugesagte Nachmieterregelung gilt plötzlich nicht mehr. Andernfalls würde noch eine Kündigung zum 31.7. akzeptiert werden.
Wir waren bereits beim Mieterbund und haben dort auch Ende der Woche einen erneuten Termin.
Bei den vergangenen Terminen wurde uns geraten, auf nichts einzugehen, was die Vermietung fordert. Aufgrund der Tatsache, dass die Vermietung selber die Nachmietersuche übernommen hat, wären wir automatisch aus der Verantwortung gezogen und müssten nicht für evt. Mietausfälle grade stehen. Zum Anderen trägt der Vermieter wohl bei grundloser Ablehnung von Nachmietern ebenfalls die Ausfallkosten der Miete. Doppelte Absicherung für uns - sagt der Mieterbund.
Die Vermietung interessiert das leider nicht die Bohne. Es geht sogar weiter. Sie weigert sich, uns die Wohnung am 30.4. abzunehmen, wenn wir die Ablösevereinbarung nicht unterschreiben.
Problem: wir haben nie im eigentlichen Sinne gekündigt, großer Fehler, da uns das jetzt vorgeworfen wird. Damals wollte ich alles schriftlich machen, woraufhin mir gesagt wurde, es nütze nichts, weil sie ohne Nachmieter eh nichts akzeptieren.
Wir führen einen kleinen Kleinkrieg derzeit, ich mag nicht mehr und halte es auch für sinnlos, mit der Vermietung weiter zu diskutieren.
Wie gesagt, wir gehen nochmals zum Mieterbund und holen uns Rat.
Ich hoffe aber zusätzlich, dass uns hier jemand helfen kann.
Für Nachfragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.
Viele liebe Grüße und herzlichen Dank im Voraus,
saphira