Hallo liebe Forengemeinde,
ich wohne zurzeit mit meiner Freundin seit 1,5 Jahren in einer Dachgeschosswohnung auf dem Land. Berechnet für die Wohnung werden 42 m² (wegen den ganzen Schrägen und diversen Abstellräumen).
Unsere Wohnung kann man in 2 Bereiche aufteilen. Einmal der Neuanbau (mit 5 Dachfestern), einmal der Altbau (mit 2 normalen Kunststofffenstern). Im Neubau ist Küche, Bad und Wohnzimmer, im Altbau das Schlafzimmer und Leseecke.
Nun zu dem eigentlichen Problem. Im Winter haben wir im Neubau (Heizung auf 2, abends mal auf 3) kuschelige 22-25 Grad, ohne viel zu Heizen (Raum ist breit und an der höchsten Stelle 4m hoch). Im Altbau der kleiner ist hatten wir trotz aufgedrehter Heizung (abends gerne mal 3-5) einen niedrigrekord von 13 Grad morgens beim Aufstehen!
Eine nicht richtig funktionierende Heizung kann man ausschließen, die Heizungen wurden mal von mir entlüftet (es kam direkt Wasser) und sie sind recht heiß. Die laufen non stop, haben also keine Abschaltung zwischendurch. Vermutung von mir (obwohl ziemlich sicher) ist dieser, das der Altbau einfach nicht gedämmt ist. Wir haben eine kleine Abstellkammer mitten in der Wohnung, dort ist es immer recht kühl, von dort aus kann man auf den Dachboden sehen. Unter den Ziegeln liegt nur eine Folie, kein Dämmmaterial. Das was unsere Wohnung und die Abstellkammer trennt, sind Rigipswände (ebenfalls ohne Dämmung). Wir haben dann 2 Wochen lang im Neubau auf der Couch geschlafen und den Altbau die beiden Heizungen komplett abgedreht, um keine richtig böse Überraschung bei der Nebenkostenabrechnung zu erhalten.
Wir haben dann direkt bei unserem Vermieter angerufen und die Situation erklärt. Leider geht immer nur die mit wenig Sachverstand gesegnete Frau des Vermieters ans Telefon. Zitat von Ihr: „Sie müssen sich besser zudecken! Auch mal die Decke über den Kopf ziehen. Ist doch normal, wenn es draußen kalt ist, ist es drinnen auch kalt!“
Wir haben es dann teilweise selbst in die Hand genommen, und Kleinigkeiten getan. Wir haben die Kunststofffenster noch mit zusätzlichem Dichtband am Sahmen abgedichtet und wir haben Spezial isoliermatten aus dem Baumarkt hinter die Heizung geklebt, damit die Wärme nicht direkt in die Wand zieht, sondern in dem Raum reflektiert wird. Beides brachte keinen nennenswerten Unterschied.
Im letzten Monat kam dann die Nebenkostenabrechnung für ein ganzes Jahr. Wir müssen natürlich nachzahlen. Vor allem bei den Heizkosten, besonders die 2 Heizungen aus dem Altbau, die sehr oft gelaufen sind.
Nun habe ich mich im Internet etwas informiert zum Thema Mietminderung. Da gibt es ja Mindestwerte bei Innenraumtemperaturen. Leider habe ich heraus gelesen (ob das noch aktuell ist?), dass es kein Urteil/Gesetz gibt, was die Mindesttemperatur nachts regelt. Die Zahl die oft im Raum lag war eine Kürzung von 20%.
Was machen wir jetzt am besten? Unsere Idee war es, dem Vermieter unser Anliegen und die Situation per Brief ihm Schriftlich darzulegen. Ihm auch Zeit geben, in der Wohnung etwas nachzubessern, damit es dieses Jahr nicht schon wieder ein kaltes Jahr in unserem Schlafzimmer gibt und ihm ebenso androhen, die Miete in einem Fall das die Temperatur auf xx°C fällt um xx% zu kürzen.
So genug von mir, wie ist eure Ansicht zu unserem Fall, was sollen wir am besten tun und wie sollen wir vorgehen?
Grüße
Lukas