Diese Fragen kann wirklich nur ein Anwalt vernünftig beantworten, nur soviel vorweg:
1) Einfach so kündigen wegen eines Hausverkaufs hat keinen Bestand, wenn überhaupt nur gut begründeter Eigenbedarf, das scheint hier aber nicht der Fall zu sein.
2) Eine Räumungsklage dauert ziemlich lange, abhängig von der Arbeitsbelastung des jeweiliegn Gerichtes. Aus Erfahrung dauert es von der Kalgeeinreichung bis zur ersten Verhandlung 4-6 Monate, sollten Sie dann wirklich die Klage verlieren, werden Ihnen i.a. weitere 3-6 Monate zur Räumung eingeräumt. D.h. eine Räumung kann der Mieter locker für 12-18 Monate im Fall des Verlierens rauszögern, aber wie gesagt, das sind nur Erfgahrungswerte.
Beiträge von bibbes67
-
-
Die Frage kann man nicht einfach beantworten. Wenn Dein Vermieter stichhaltige, nachvollziehbare Gründe für den Eigenbedarf angibt, ist ein Widerspruch schwierig durchzusetzen, wenn er aber keine Begründung angibt, sondern wegen des Scheiterns seine Mieterhöhungsverlangens jetzt einen unliebsamen Mieter loswerden will, stehen die Chance bei einem Widerspruch gut, dort wohnen bleiben zu können- aber wie gesagt, das muss im Einzelfall geprüft werden.
-
-
-
Hallo zusammen,
wir haben massiv Probleme mit unserem VM. Neben einer vorgeschobenen Eigenbedarfskündigung bezahlt er auch die Rechnung für Reparaturen nicht.
Wir haben nach Info an unseren VM eine vermeindliche Bagatellschaden kleiner als 80 Euro auf unsere Kosten reparieren lassen. Jetzt liegen die tasächlichen oberhalb von 90 Euro (lt. Mietvetrag haben wir Reparatzuren bis 80 Euro selber zu zahlen). Wir haben also unseren VM aufgefordert, den Betrag innerhalb von 10 Tagen an uns zu zahlen- erfolglos. Dann haben wir ihn wiederrum schriftlich in Verzug gesetzt und ihm eine weitere Zahlungsfrist gesetzt- wieder vergeblich. Dürfen wir jetzt die Kosten mit der nächsten Miete verrechnen, oder besser zum Anwalt damit, damit er die Kosten zzgl. seiner Kosten geltend macht? -
Erst einmal danke für Ihre Antwort!
Schaun wir doch mal in die Glaskugel... :O)
Vor Gericht und auf hoher See ...
Hat er die Kündigung wegen wirtschaftlicher Verwertung schriftlich formuliert? Können Sie irgendwas schriftlich beweisen?
Nein, die Kündigung wegen wirtschaftlicher Verwertung hat er zeugenschaftlich mündlich angedroht.
Für den Kauf des Baugrundstücks gibt es Zeugen, das wird auch nicht bestritten.Sonst sieht es so aus, dass erst im Nachhinein, wenn sich dann beweisbar herausstellt, dass der Eigenbedarf nur vorgeschoben war, sich ggf. Schadensersatzansprüche ergeben. (Umzugskosten / höhere Miete auf einige Zeit)
Natürlich kann man versuchen die Kündigung möglichst lange hinauszuzögern, dafür sollte man einen Anwalt aufsuchen, was ich in dem Fall sowieso empfehlen würde, damit alles richtig gemacht wird um ggf. später den vorgeschobenen Eigenbedarf beweisen zu können.OK, werden wir dann machen.
Aber vielleicht möchte der Eigentümer ja wirklich einziehen und Ihr tut ihm Unrecht.
-
Hallo zusammen,
im Dezember hat unser Vermieter uns ein saftiges Mieterhöhungsverlangen geschickt, das unwirksam war (formelle Fehler und fehlende Begründung). Das Verlangen wurde von uns zurückgewiesen. Dann hat der Vermieter in einem persönlichen Gespräch unter Zeugen erklärt, dass er das von uns gemietete Haus verkaufen muss, da er in unsere Stadt ganz umziehen wird (er hat hier bereits eine Wohnung im elterlichen Haus, wo er sich an den WE immer aufhält) und er sich ein Baugrundstück gekauft habe, das er dringend bezahlen müsse- sein Problem sei aber, dass er das Haus mit Mietern nicht verkauft bekäme. Er drohte eine Kündigung wegen wirtschaftlicher Verwertung an. Das Haus hat er uns zu einem massiv überhöhten Preis zum Kauf angeboten, was von uns abgelehnt wurde.
Einige Wochen später eröffneter der Vermieter uns dann, dass er jetzt wegen Eigenbedarf kündigen werde, die Kündigung ist dann auch wenige Tage später eingetroffen. Wir haben der Kündigung jetzt widersprochen, da vorgeschobener EB auf der Hand liegt, der Vermieter also „unliebsame Mieter“ loswerden will, um dann das Haus veräußern zu können. Wie sind unsere Chancen, dass wir im Haus bleiben können und den hohen Kosten und dem Stress eines Umzugs entgehen? Wie ist Eure Einschätzung?
Jetzt mitmachen!
Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!