Guten morgen,
ich bin mit meinen Nerven echt am Ende und weis nicht mehr weiter.
Wir haben vor 7 Monaten aus beruflichen Gründen das Bundesland wechseln müssen. Da wir ein Kind haben welches zur Schule geht, war es uns nur sehr selten möglich in der neuen Stadt Wohnungen zu besichtigen, da diese von unserem alten Wohnort mehr als 400 km weit weg liegt. Anfang Mai des letzten Jahres und quasi in "letzter Minute" haben wir dann doch noch eine Wohnung für uns gefunden, bei der alles zu passen schien, wenn gleich es sich auch um eine Dachgeschoswohnung mit teilweise alten Holzfenstern handelt. Der Vermieter (wir wohnen in einem Privat vermieteten Mehrparteienhaus) schien recht nett zu sein und auch die Wohnräume entsprachen unseren Vorstellungen. Bis dahin war alles noch in bester Ordnung.
Trotz Bedenken meines Schwiegervaters bezüglich des desolaten Zustand des Daches (gebrochene Ziegel liegen überall auf dem Dach) zogen wir in der ersten Juniwoche des letzten Jahres ein. Nach und nach Kristallisierte sich durch Gespräche mit den Nachbarn dann herraus, dass der Vermieter scheinbar doch nicht ganz so nett zu sein scheint wie er damals vorgab. "Angeblich" würde dieser, durch Mieter gemeldete Mängel in den Wohnungen gänzlich ignorieren. Da das Dach wie geschrieben sehr Desolat ist und wir aufgrund der Holzfenster doch etwas "Angst" bekamen, beschlossen wir der Vorsicht halber eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.
Mein Mann und ich sind zwar keine Menschen die jedem Gerücht so gleich Glauben schenkt, doch sicher war eben sicher.
Langsam zog dann der Winter ein und es wurde kälter. Wir beschlossen im Kinderzimmer eine Temperaturanzeige aufzuhängen da mir dieser Raum doch am wichtigsten ist. Die Temperaturen gingen runter und so hatten wir draußen 9 Grad, mit abgestellter Heizung kühlte das Kinderzimmer innerhalb von 1 Stunde von 20 auf 16 Grad runter. Also drehten wir die Heizung auf. Es tat sich so gut wie nichts. Morgens war es trotz voll aufgedrehter Heizung immer sehr kalt, in Temperatur (je nach Aussentemperatur) zwischen 15 und 19 Grad. Gut, wir beschlossen abzuwarten und das im Auge zu behalten. Irgendwann dann (ich glaube Anfang November) heizte die Heizung dann richtig und der Raum wurde 21 Grad warm. Zwar nur bei voller Heizleistung, aber immerhin warm. Wir sagten also nichts.
Dann kam der erste etwas stärkere Sturm im Dezember. Wenn man mal davon absieht dass uns die gebrochenen Stücke der Dachziegel auf die Fenster flogen, pfiff es zudem durch die ganze Wohnung. Der Geräuschpegel war gleichzusetzen mit dem einer alten Burg. Mein Mann und ich machten uns auf die Suche nach der Ursache. Diese war dann auch sehr schnell gefunden, es gab in der Wohnung NICHT EIN FESTER welches Dicht zu sein schien. Überall kam kalte Luft durch, nicht wenig, darüber würde ich mich nicht beschweren, nein sondern richtig heftig.
Wir meldeten den Mangel im Jan. da der Vermieter im Urlaub war. Nun, jetzt äusserte der Vermieter am Telefon sein Dachdecker sei erst am darauf folgenden Montag wieder aus seinem Urlaub zurück und er bat uns bis dahin zu warten. Gut - nun sind wir keine Unmenschen und warteten ab. Der Dachdecker meldete sich auch in der Tat Montags drauf bei uns. Wir vereinbarten einen Termin, dieser kam nahm die Maße der Fenster, begutachtete den Riss im Kinderzimmer über den Fenstern im Mauerwerk, sowie die langsam eintretende Schimmelbildung im Bereich des Kinderzimmerfesters und machte Notizen und Bilder.
Der Freundliche Herr erklärte mir die Rissbildung über den Fenstern und woher der Schimmel kommt, guckte mich aber nur grinsend an als ich fragte ob die Holzfenster getauscht werden müssten. "Kein Kommentar" war seine Aussage, gut das sagte alles.
Ne Stunde nach dem er dann gegangen war, rief er an und Fragte mich ob er seine Kamera bei mir gelassen hätte. Dies konnte ich aber verneinen da mir das sonst bei der Hausarbeit aufgefallen wäre. Er bat mich zur Nachbarin zu gehen und dort zu Fragen (er hatte nach mir einen Termin neben an / selbes Problem allerdings bereits mit Wassereinfall) was ich dann auch mit Telefonhörer in der Hand tat. Auch diese hatte seine Kamera nicht gefunden. So legten wir dann wieder auf. Es vergingen keine 10 Minuten da rief mich der Vermieter an und fragte ob die Kamera nicht doch hier sei, auch das verneinte ich, also sagte dieser mir er würde dann mal beim Nachbarn anrufen - wir legten auf. Es vergingen keine 10 Minuten, da klingelte es an der Türe. Ich öffnete, da stand mein Nachbar samt Telefon, an der Leitung (wie sollte es auch anders sein) - der Vermieter - Mein Nachbar sollte doch so freundlich sein und fragen ob die verschütt gegangene Kamera des Dachdeckers nicht bei mir sei. Auch hier verneinte ich erneut. Ich bat den Nachbarn, noch immer mit dem Vermieter am Telefon, diesem das Angebot zu unterbreiten, der Dachdecker möge selbst her kommen und sich umsehen und bei der Gelegenheit könnte dieser gleich unsere Kamera anschauen, denn wir haben die weitaus bessere. In dem Augenblick war ich wirklich Sauer auch wenn ich sonst schwer aus der Ruhe zu bringen bin.
Das Ende vom Lied schaut dann jetzt laut Aussage des Nachbars erstmal so aus, dass der Vermieter Telefonisch äusserte nichts mehr machen zu lassen, eh der Dachdecker seine schxxx Kamera nicht wieder gefunden hat. Ja aber was können wir für die Schusseligkeit des Dachdeckers?
Gut, zwar leicht genervt aber iiiimmmmeeerrrr noooooocccchhhhh freundlich, beschloßen mein Mann und ich, dem Vermieter eine Woche Zeit zu geben sich zu melden. Tat er dann auch, aber nicht wegen der Fenster, nöööö wegen unserem Alkoholiker im Erdgeschoss der mal wieder mit dem RTW abgeholt worden ist. Mein Vermieter wollte wissen ob ich wüsste ob der Hund von dem noch in der Wohnung ist. Immer noch freundlich aber schon leicht genervt, sagte ich das ich dies nicht wüsste. Gut, mein Vermieter bat mich die Ohren offen zu halten ob ich den Hund hören würde und ihn gegebenenfalls zu Informieren. Höflich nett und seeehhhrrrr zuvorkommend (und Geduldig oben drein) wie ich bin, habe ich dem zugestimmt, fragte bei der Gelegenheit aber direkt mal nach den Fenstern.
"Also tut mir Leid, irgendwie, ja ich weiß nicht, also wegen dem Hund, da steht mir jetzt der Kopf gerade gar nicht nach, aber ich melde mich" War DIE AUSSAGE!!!! So und NUN ist mein Maß VOLL...
Wir sitzen in einer kalten Wohnung durch die es zieht und pfeift wie in einem Schloß. Wir haben Täglich die Polizei, den Rettungsdienst oder den Notarzt vor der Türe weil unser 24 Stunden am Tag alkoholisierter Nachbar randaliert wie bescheuert, gegen Türen tritt, Nachts irgendwelche Frauen verprügelt oder die Musik so laut Aufdreht das wir im 2. OG nicht mehr schlafen können. Wir haben das Ordnungsamt und das Veterinäramt im Haus weil der Hund des Mannes nicht vor die Türe kommt, oft Stundenlang jault wie ein Wolf und ständig alleine ist.
Ich muss zugeben das ich nach 7 Monaten in diesem "Horror Haus" mit den Nerven echt am Ende bin. Wir haben jetzt zwar einen Brief an den Vermieter geschickt und ihn nochmals auf die Misstände aufmerksam gemacht und um Beseitigung gebeten, aber große Hoffnungen habe ich ehrlich gesagt nicht mehr.
Verständlicher Weise möchten wir erst in letzter Instanz einen Rechtsanwalt einschalten, jedoch bin ich mit meinem Latein am Ende. Auf der einen Seite verstehen wir uns mit allen Nachbarn (ausser besagtem im EG) im Haus sehr gut, die Wohnung ist für die Lage und Größe vergleichsweise Preiswert und wirklich sehr schön geschnitten.
Auf der anderen Seite sind die genannten Mängel und die Angst das dass Kindeswohl gefährdet wird durch die ständigen Einsätze von Ordnungs- und Rettungskräften im EG.
Wir haben nicht das Geld um wieder umziehen zu können geschweige denn erneut eine Courtage bzw. Kaution zu stellen. In dem Schreiben an den Vermieter haben wir eine Frist zur Beseitigung gesetzt und vorsorglich auch darauf hingewiesen das die Miete lediglich noch unter Vorbehalt überwiesen wird. Was können wir also noch unternehmen (ausser nichts oder einen Rechtsanwalt einschalten) sollte der Vermieter gegen die angezeigten Mängel nichts unternehmen?
Welche Schritte könnte man selbst als Mieter bezüglich des Herren im Erdgeschoss unternehmen, AUSSER immer die Polizei zu rufen? Der Vermieter sagt das er solange die Miete gezahlt wird, diesen Herrn nicht aus dem Haus bekommt, dieser unternimmt also auch nicht wirklich etwas dagegen.
Ich bin echt Ratlos im Augenblick, vielleicht hat ja einer von euch noch eine Idee....
Ach ja, mit dem Herrn Alkoholiker im Haus haben wir bereits mehrfach gesprochen, es ändert aber nichts und ist nur vergeudete Liebesmüh - Einsicht Fehlanzeige!
Herzlichst
Hupferl