Ich habe 2 Seelen in meiner Brust, und zwar einerseits als Mieter, und andererseits als Verwalter. Als Verwalter bin ich bemüht, tüchtig Provisionen zu erzielen, und zwar deutlich mehr als die Verwalterhonorare einbringen.
a)Hohe laufende Provisionen werden erzielt durch weitgehend überflüssige Zusatzvertäge mit Aufzugs-, Kabel-, Hausmeister- und Gartenpflege-Firmen sowie mit Versicherungen. Die mehrheitliche Zustimmung der Mehrheit der Eigentümer zu diesen Verträgen erreiche ich leicht durch den Hinweis auf die hohe Verantwortung und auf die Umlegbarkeit auf die Mieter. Besonders bequem ist es für mich, wenn die Mitwirkungsbereitschaft der Eigentümer defizitär ist, insbesondere wenn ich die Mehrheit der Stimmen als Bevollmächtigter übertragen bekomme.
b)Die größten einmaligen Provisionen erhielt ich von Bauträgern, wenn ich die Abnahme der gemeinschaftlichen Bauteile vor Ablauf der Verjährungsfrist verhindere, und wenn ich die Zustimmung aller Eigentümer zu werterhöhenden Anbauten durch den Bauträger erzielte. Nachbarrechtliche Zustimmungen erweisen sich dann als einträglich, wenn sie zu Lasten der von mir Verwalteten gehen. Auch hier fordere ich die Hälfte des geldwerten Vorteiles ein.
Weitere Einmalprovisionen fallen bei Einzelaufträgen wie Maleraufträgen an und bei den meit überflüssigen Balkonsanierungen.
In Anbetracht des durch die hohen Hausgelder nachgewiesenen hohen Arbeitsaufwandes wird es leicht eingesehen, wenn das Hausgeld durchschnittlich 25€ monatlich pro Wohnung beträgt.