Hallo Mietergemeinde,
meine Freundin und ich sind in eine kernsanierte Wohnung mit 2 Parteien gezogen, wo sich an und für sich alle Parteien (inkl. Vermieter) mit Entscheidungen recht einig sind. Es läuft also auf einer sehr freundschaftlichen Ebene ab, was ich durchaus begrüße. Jedoch bin ich auch ein Freund der korrekten Abrechnung aller Energieverbräuche.
Jedoch macht mich als gelernter Elektroniker mit vielen Schwerpunkten die Energiemessung in unserem Haus etwas stutzig. Meiner Meinung nach ist das so nicht ganz rechtens. Aber ich bin auf eure Sicht auf das Thema gespannt. Aber erst noch ein Vorwort zur Elektrik in dem Haus:
Da das Obergeschoss Kernsaniert und das Erdgeschoss nur "saniert" wurde, wurde die Elektrik im EG so gelassen, wie sie ist. Im OG gab es dann den Rundumschlag. Demnach ist auch eine eigene Unterverteilung in das OG eingezogen. Das EG hat alle Sicherungen in der Hauptverteilung im Keller, in welcher auch alle Energiezähler für das Haus sitzen. Hier kommt jetzt mein "Problem".
Jegliche Energie für die Heizung, das Kellerlicht und alle Steckdosen im Keller und Außenbereich, sowie die Gartenbeleuchtung/Gartensteckdosen inkl. eines Balkonkraftwerks im Garten wird mit einem MID Zähler mit Rücklaufsperre über den geeichten Energiezähler ohne Rücklaufsperre des EG gemessen. Ich kann somit 1. nicht nachvollziehen, mit welchem Kostenfaktor die kWh von unseren Nachbarn in den Nebenkosten der Vermieter berechnet wird, 2. kommt mir das Balkonkraftwerk nur in einem sehr geringen Anteil zu Gute, da der MID Zähler für den Allgemeinstrom bei Überschuss (was bei dem Verbrauch der angeschlossenen Geräte durchaus der Fall ist) diesen eben nicht erfasst und der geeichte Zähler des EG sich ja im besten Fall rückwärts dreht.
Um das ganze etwas besser zu veranschaulichen, habe ich das "Konstrukt" hier aufgezeichnet.
Meiner Meinung nach ist die Berechnung des Allgemeinstroms so nicht rechtens. Egal ob der Verbrauch der Heizung aufgrund eines unzumutbaren Verbaus eines geeichten Zählers für den Allgemeinstrom inkl. Stromtarif über den Vermieter geschätzt und umgeschlüsselt wird. Der Verbau stellt sich tatsächlich als sehr aufwändig dar, da eine komplett neue Verteilung installiert werden müsste (was ich als Fachmann bei einer Verteilung von 1988 eh begrüßt hätte..).
Perfekt vertraut bin ich mit dem Mietrecht und gerade Allgemeinstrom nicht, aber aus meinem logischen Denken ergibt sich folgende Vermutung:
Um für den Mieter eine wirtschaftliche Lösung der Berechnung des Allgemeinstroms darstellen zu können, muss der Vermieter sich doch mindestens 3 Angebote von Stromanbietern einholen, um den Mietern den wirtschaftlichsten Preis anbieten zu können, oder? Damit ist auch die Erfassung über ein nicht geeichtes Messmittel nicht rechtens, oder?
Ich bin auf eure Antworten gespannt. 
Liebe Grüße, Christoph