Liebes Forum,
ich bin 22 und vor einem Jahr in eine große deutsche Stadt gezogen und dort in eine WG mit einem Mann gezogen welcher selbst als Vermieter im Mietvertrag gelistet ist. Kurz gesagt ist folgendes vorgefallen. Nach ein paar Monaten zusammenleben kam es durch Meinungsverschiedenheiten dazu, dass mir besagter Vermieter/Mitbewohner eines Tages die Schlüssel zur Wohnung wegnahm und mich aufforderte mit sofortiger Wirkung die Wohnung zu verlassen. Nachdem ich ihn darauf hinwies das ich eine Kündigungsfrist habe behauptete dieser, dass es keinen offiziellen Mietvertrag zwischen uns gäbe und er mich deshalb ohne Probleme rauswerfen könne. Nach einem klärenden Gespräch einigten wir uns auf einen Auszug zum Monatsende. Der besagte Vermieter half mir an jenem Tag am Ende des Monats das Zimmer leerzuräumen, ebenso wurden an diesem Tag die Schlüssel zur Wohnung an ihn zurückgegeben.
Mein Problem: Zum damaligen Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass eine schriftliche Kündigung erforderlich ist, weshalb ich diese nicht vorlegte. Den Mietvertrag hatten wir damals mündlich ausgemacht und mit 3 Monatsmieten Kaution gezahlt. Einige Monaten nach Auszug und etlichen Versuchen den Vermieter zu erreichen war immernoch keine Spur von der Kautionsrückzahlung. Erst nachdem ich mit Anwalt drohte antwortet dieser pair Mail und konterte mit der Aussage das ihm keine schriftliche Kündigung vorliege und ich rechtlich gesehen noch 9 Monate Miete nachzahlen müsste. Meine Frage ist nun, habe ich Hoffnung auf Rückzahlung der Kaution und ist seine Forderung auf Nachzahlung der Miete in den Monaten nach Auszug rechtsgültig ? Liebe Grüße,Lisa