Nochmals vielen Dank für eure Hilfe. Inzwischen sehe ich den Disput auch etwas gelassener. Ich komme meinen Pflichten als Mieter nach und habe nicht vor, daran etwas zu ändern. Ich verstehe grob seine Sorge (es gab in der letzten Zeit wohl mehrere Probleme mit Mietern in der Anlage), aber so sehr ich diesem Streit gerne entkommen wollte, für den Moment bin ich auf die Wohnung angewiesen.
Falls es noch von Interesse ist, hier ein kurzer Wasserstand:
* Der Mieterverein hat sich an den Vermieter gewandt und diesen seine Einschätzung mitgeteilt: ein Mietvertrag sei ordnungsgemäß zustande gekommen.
* Einen Tag nach dem verstrichenen Termin zur Räumung fehlte mein Name am Briefkasten, den ich dann aber wieder drauf klebte. Seitdem ist er noch dort.
* Der Vermieter wandte sich letzte Woche wenig sachlich an den Mieterverein und gab an, seinerseits einen Anwalt einzuschalten. Mal sehen, was da kommt. Und ob da etwas kommt, wenn der Anwalt die Lage ähnlich einschätzt, wie die Menschen, die mich beraten haben.
* Ich habe den Vermieter inzwischen zwei Schreiben (per Einwurf-Einschreiben) zugesandt, meine Situation erklärt, ihm gegenüber beteurt, meinen pflichten als Mieter auch weiterein vollumfänglich nachzukommen und ihn um eine Deeskalation gebeten. Gleichzeitig habe ich ihn auf nachfolgende Probleme hingewiesen.
Mir fehlt für einen Vertrag zur Stromlieferung nach wie vor meine Strom-Zählernummer (der Zähler befindet sich in einem verschlossenen Kellerraum). Ich habe bei dem grundversorger der Stadt angerufen, aber man könne mir die Nummer nicht geben, ich müsse mich an meinen Vermieter wenden. Ich habe verschiedentlich hier im Forum gelesen, dass ein weiteres Gespräch mit einem anderen Sachbearbeiter ein anderes Ergebnis hervor bringen kann, weswegen ich dort noch dran bleiben will.
Außerdem habe ich noch immer keine Wohnungsgeberbescheinigung. Ich bat ihn innerhalb der Frist (und bevor er Probleme witterte) bereits darum und er gab an, dass ich Geduld haben solle. Nun wohne ich dort bald zwei Monate, die Frist von 14 Tagen ist längst vorbei und auch, wenn alle meine neue Anschrift haben, beharren andere darauf, nur die Daten der Meldebehörde zu verwenden (allen voran Finanzamt und Bank). Ich habe davon gelesen, dass die Stadt ein eventuelles Bußgeld auch direkt von ihm einfordern wird, wenn ich belegen kann, die Verzögerung nicht verursacht zu haben. Aber solange ich mich überhaupt nicht ummelden kann, hilft mir das nur wenig.
Bisher gab es keine weitere Rückmeldung dazu von ihm, was ärgerlich und - zumindest in Bezug auf die Stromlieferung - auch widersinning scheint. So er tatsächlich finanzielle Probleme bei mir annehmen müsste, sollte ihm doch noch mehr daran gelegen sein, dass ich einen Vertrag mit einem Stromlieferanten abschließe, bevor er selbst auf dem Verbrauch und den Kosten sitzen bleibt und das einklagen müsste.
So der Vermieter wirklich einen Anwalt eingeschaltet hat und dieser - als Dienstleister des Vermieters - tatsächlich auf welcher Basis auch immer eine Räumung forderte, wie lange würde das dauern, bis ich davon etwas höre? Und bekäme ich Post von dem Anwalt oder direkt von einem Gericht? Wie sind die Erfahrungen von euch dazu?
Gruß
Oak