Falls die Details nicht langweilen: Die Geschichte ist leider schon etwas älter. Das ist bereits das zweite Mieterhöhungsverlangen. Es handelt sich um einen privaten Vermieter. Das erste Schreiben enthielt nur den Hinweis, dass es mal wieder Zeit für eine Anpassung der Miete wäre und er deshalb gerne 15% mehr hätte. Also nach Aufrunden genau eine handvoll Cent über der Kappungsgrenze, die in meinem Wohnort bei 15% liegt. Da habe ich nach Beratung des Mietervereins (bin Mitglied) schriftlich mitgeteilt, dass ich der Mieterhöhung nicht zustimme und pauschal auf die Rechtslage verwiesen. Die Einschätzung der ortsüblichen Vergleichsmiete habe ich zusammen mit der Beratung des Mietervereins vorgenommen. Die muss natürlich nicht stimmen, aber ich sehe aktuell nicht, wie der Vermieter seine Vorstellungen durchsetzen könnte. Dass mein Vermieter auf der Grundlage der bisherigen Schreiben einen Anwalt findet, der ihn gerichtlich vertritt, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Das Prozessrisiko wäre viel zu hoch.
Ich bin aber wirklich etwas ratlos, was die für mich beste Strategie ist: Ich befürchte, mein Vermieter muss auf die langwierige Tour lernen, dass er sich entweder in die Rechtslage einarbeiten muss oder einen Anwalt braucht. Lieber wäre mir, wir könnten das einfach mal auf der Grundlage der Rechtslage besprechen. Er meint anscheinend (habe nur mit seiner Frau gesprochen), dass ich ein Unruhestifter sei und er als Vermieter die Miete festlege; alles andere wäre Enteignung und ich könne ja ausziehen, wenn mir das nicht passe. (Die Worte "Unruhe stiften" und "Enteignung" sind wörtlich gefallen.)
Der nächste Termin beim Mieterverein ist Ende nächster Woche. Ich versuche, vorbereitet in die Beratung zu gehen. Deshalb meine Nachfrage hier, ob ich den Punkt aktuelle vs. zukünftige Miete/Mieter überhaupt weiter im Kopf behalten sollte.