Beiträge von martinowski

    Danke nochmals für die Rückmeldungen.

    Das Telefonat mit dem Mieter ergab, dass die Mieter tatsächlich vom Amt abhängig sind und gleichzeitig selbst gern aus-/umziehen würden. Deshalb haben sie sich die Kündigung vom Vermieter sogar "gewünscht" und würden auch eine Räumungsklage befürworten, da sie nur damit beim Amt etwas erwirken. Im Moment liegt der Ball wohl beim Amt. Ich habe den Vermieter angeraten, eine Auszugsfrist zu setzen. Eine Rechtsschutzversicherung besteht leider nicht.

    Die Mieter suchen aber leider anscheinend selbst nicht nach einer neuen Wohnung (was in München sowieso nicht einfach ist), sondern hoffen auf eine Sozialwohnung vom Amt.

    Zumindest weiß ich jetzt, dass ich keine "Mietnomaden" als Nachbarn habe. Aber auf einen längeren Zeitraum bis zum Auszug muss ich mich wohl trotzdem einstellen.

    Hallo Grace,

    danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Ich habe für morgen ein Telefonat mit dem Vermieter ausgemacht, und einige der Punkte werde ich direkt aufgreifen (Erneute Auszugsfrist gesetzt? ALG II? Gesetzliche Kündigungsfrist eingehalten?). Nach dem angegebenen Kündigungsgrund wollte ich sowieso fragen und im Telefonat heraus"hören", wie es eben mit seinem Engagement in der Sache aussieht.

    Entschuldung für den Tippfehler, die Kündigungsfrist ist am 31. Januar abgelaufen.

    Wenn ich es richtig verstehe, dann wird auch bei einer erfolgreichen Räumungsklage die Angelegenheit schwierig, wenn tatsächlich ALG II / Hartz IV im Spiel ist. Und anscheinend habe ich als "Miteigentümer" des Mehrfamilienhauses kein "Mitspracherecht" bzw. rechtliche Handhabe gegen die Mieter oder den Vermieter.

    Mittlerweile festigt sich mein Gedanke, die Sache mit einem Umzug hinter mir zu lassen. Ich versuche schon seit einem Jahr, die Sache "auszusitzen". Aber nochmal bis zu 2 oder 3 Jahre? Bis dahin ist meine Frau dann schon schwer depressiv oder alleine ausgezogen. Statt Geld in einen Psychiater und Lärmschutz zu stecken, investiere ich dann lieber in einem Umzug.

    Gruß

    Hallo zusammen,

    in zwei schnellen Sätzen: ich wohne in einer Eigentumswohnung mit 2 Parteien pro Etage und die Nachbarn ziehen trotz Kündigung durch den Vermieter nach einem Brand nicht aus. Ich ziehe mittlerweile in Erwägung, selbst auszuziehen und die Sache hinter mir zu lassen, aber ein Rest an Kampfgeist ist doch noch geblieben und so würde ich gerne eure Meinung wissen, ob sich hier etwas tun lässt.

    Nun zu den Details:

    • Wie gesagt ich bin Selbstnutzer einer Eigentumswohnung und habe Probleme mit den Nachbarn gegenüber. Wobei ich nicht der einzige bin, auf der Eigentümerversammlung wurden diese Mieter bereits abseits der Tagesordung besprochen und es herrscht sehr viel Unmut. Der Viermieter ist zu den letzten Eigentümerversammlungen nicht erschienen, aber ich stehe mit ihm in schriftlichem Kontakt.
    • Ich bin mir nicht sicher über meine eigene rechtliche Handhabe, da ich "nur" betroffen durch die direkte Nachbarschaft und durch meine Eigentümerschaft/Gemeinschaftseigentum bin. Um den Vermieter ggf. zu unterstützen, Chancen abzuschätzen und persönliche Konsequenzen zu ziehen möchte ich mich aber dennoch bestmöglich informieren.
    • Die Mieter fallen schon seit ihrem Einzug vor circa 3 Jahren mit ihrem Verhalten auf: Der Innenhof wird als Dauerparkplatz missbraucht, Lärm- und Geruchsbelästigung sind an der Tagesordnung. Täglich (auch zu Corona-Zeiten) geht dort die ganze Großfamilie ein und aus, und da anscheinend nicht gearbeitet wird, sind sie mindestens bis 1, manchmal auch bis 4 Uhr wach. Wenn der Besuch die Wohnung dann Mitten in der Nacht verlässt, knallen Türen und es wird laut durchs Treppenhaus geschrien. Beschwerden werden aufgrund der Häufigkeit wahrscheinlich schon gar nicht mehr wahrgenommen.
    • Vor ein paar Monaten hat es in der Küche der Wohnung gebrannt, gemäß Bericht der Feuerwehr wurde in ein mobiler Campingkocher auf einem Holztisch benutzt. Die Bewohner haben das Feuer selbst gelöscht, aber trotz starkem Rauch in der Wohnung und im Treppenhaus wurden die restlichen Anwohner nicht gewarnt und es wurde nicht die Feuerwehr gerufen. Das haben die Nachbarn von drüber, die den Rauch gesehen haben, zum Glück getan und alle Bewohner haben das Haus verlassen, nur die Bewohner der Brandwohnung mussten von Polizei und Feuerwehr rausgescheucht werden. Seitdem scheint die Küche nicht mehr benutzt zu werden. Das Küchenfenster hängt schief/offen. Bei einer meiner regelmäßigen Beschwerden habe ich bei offener Wohnungstür gesehen, wie Geschirr in einem Eimer im Wohnzimmer gespült wurde.
    • Der Vermieter hat nach dem Brand eine Kündigung zum 31.01.21 ausgesprochen, leider weiß ich nicht mit welcher Begründung. Die Kündigung blieb wohl unbeantwortet/ohne Widerspruch. Ausgezogen sind sie aber natürlich nicht. Nach seiner Aussage will er jetzt eine Räumungsklage anstreben, aber ich habe meine Zweifel was sein Engagement betrifft und wann er dies wohl in die Wege leitet.
    • Nun noch ein paar Angaben zu den Mietern: es wohnen auch 2 Kinder im Haushalt, die zur Schule gehen (vor Corona knallte täglich gegen halb 8 die Tür).

    So, ich glaube, jetzt habe ich alles zusammen. Ich habe bereits das Schlafzimmer in das am weitesten entfernte Zimmer verlegt und erwäge den Austausch der Wohnungstür gegen eine Lärmschutztür. Meine Frau hat schon mehrmals geweint, hat große Probleme beim Schlafen und möchte einfach nur noch aus unserer Eigentumswohnung ausziehen.

    Ich würde nur gerne wissen, ob ich oder die gesamte Eigentümerschaft den Vermieter unterstützen können und ob wir (die Eigentümerschaft) auch eine rechtliche Handhabe hat. Schließlich geht es hier neben der Lebensqualität und Sicherheit auch um den Wert des Gemeinschaftseigentums. Nur zu Vollständigkeit: Aggressivität kann ich den Nachbarn nicht vorwerfen.

    Über jeden Tipp wäre ich dankbar.

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