Beiträge von Torens

    Hallo,

    ich hoffe ich bin hier richtig mir meinem Problem.

    Zunächst wäre es schön, einfach mal einen Rat zu bekommen, falls ich mein Problem nicht selber lösen kann.

    Ich wohne im dritten Stock eines Altbaus, vor einiger Zeit wurde über mir das Dachgeschoss zu einer Wohnung ausgebaut. Vor circa 2 Monaten sind dort nun Mieter eingezogen und seitdem ist es nachts laut.

    Anfangs dachte ich noch, dass sie sich halt noch einrichten und ja irgendwann mal fertig sind und ich mich außerdem vielleicht einfach daran gewöhnen müsse, dass jetzt jemand über mir wohnt. Ich hatte selber mal Probleme mit Nachbarn, die sich wegen allem beschwert haben und wollte deswegen eben nicht so sein, und habe mich versucht in Toleranz zu üben.

    Allerdings konnte ich kaum drei Nächte am Stück durchschlafen oder einschlafen und habe mir dann langsam mal überlegt, ob ich doch mal Bescheid sagen solle, dass es laut ist.

    Und zwar geht es darum, dass circa ab 21 Uhr gepoltert wird und etwas herumgeschoben wird. Es klang eben so, als würden sich die Nachbarn noch einrichten, Möbel aufbauen und herumschieben.

    Die Lautstärke variiert und oft kann ich trotz hörbarer Geräusche schlafen Manchmal wackeln davon aber auch die Wände... Da es aber immer nur über dem Schlafzimmer zu hören war und nur nachts, teilweise bis nach 1 Uhr, bin ich dann mal klingeln gegangen, als es wieder so massiv war, dass meine Wände gewackelt haben. Ich hab nicht gleich mit Vorwürfen um mich geschmissen, sondern mich vorgestellt und gesagt, dass es sehr laut ist und woran es denn liegt. Vom Nachbarn bekam ich eine pampige Antwort und habe dann erklärt, was ich unten höre und das eben sogar die Wände wackeln. Ich habe ihn gebeten etwas leiser zu sein, da ich früh um 6 aufstehen muss. Er hat sich entschuldigt und mir eine Gute Nacht gewünscht. 10 Minuten später war Ruhe und ich dachte es ist geklärt, vielleicht wusste er ja gar nicht, wie es sich unten anhört.

    Die nächsten 5 Tage war es auch leiser, am Wochenende wieder etwas mehr, da habe ich aber nichts gesagt. Auch tagsüber beschwere ich mich nicht, da hört man auch kaum was.

    In der Nacht auf Mittwoch war es wieder sehr laut, poltern, scheppern, schleifen über 4 Stunden mit kurzen Pausen von vielleicht 5 Minuten. Ich hab lange mit mir gehadert und bin dann um 1 Uhr doch hoch und habe geklingelt, diesmal machte die Frau auf und fragte gleich: "Entschuldigung aber was machen Sie denn? Es ist sehr laut bei uns" Sie fragte, was wir denn hören und ich erklärte es ihr, dass es klingt als würden Möbel geschoben und irgendwas herumgeschoben. Sie sagte ihr Mann arbeitet. Er mache Home-Office. Wir haben uns dann etwas unterhalten, ich habe erklärt, dass wohl der Trittschall nicht so gut gedämmt ist, denn es hört sich unten wirklich extrem an. Sie wirkte recht verständnisvoll hat sich auch mehrmals entschuldigt und mir versichert, dass sie eigentlich drauf achtet, wann sie laut ist, weil sie niemanden stören will. Sie würde ihrem Mann Bescheid sagen und auch den Vermieter informieren damit sich da eine Lösung findet. Ich dachte wieder nun ist es geklärt, sie weiß, dass unter dem Büro mein Schlafzimmer ist, ich früh aufstehen muss und man alles hört. Es handelt sich wohl um den Schreibtischstuhl mit Rollen, den ich höre. Ich hoffte sie würden etwas Rücksicht nehmen...

    Gestern Nacht war es wieder besonders extrem, noch lauter als in der Nacht davor. Zwar wurde nichts mehr rumgeschoben, also kein Schreibtischstuhl verwendet, dafür wurde mehr gepoltert, Es rummst und die Wände wackeln über einen längeren Zeitraum durchgehend. Da ich erst mit ihr geredet habe, frage ich mich wie schafft man es am Computer zu sitzen und so zu poltern, dass bei den Nachbarn die Wände wackeln? Und warum kann ich, wenn ich doch weiß, dass unter mir jemand schläft meine Tätigkeit nicht ohne Poltern machen?

    Das gestern Nacht hat meiner Meinung nach nichts mit hellhörigen Wänden und schlechter Schallisolierung zu tun, wenn er angeblich nur Büroarbeit macht, schmeißt er scheinbar Ordner auf den Boden. Dafür habe ich echt kein Verständnis. Ich habe auch meinen Mitbewohner gefragt, was er dazu sagt und er glaubt auch, dass irgendwas schweres fallen gelassen wird und es nachdem ich schon zweimal oben scheint es, als wäre es einfach nur Rücksichtslosigkeit.

    Wir werden nun ein Lärmtagebuch anfertigen, versuchen den Lärm mal aufzunehmen und bei Gelegenheit mit dem Vermieter sprechen. Denn inzwischen bin ich wirklich sauer, selbst meine Katzen kennen Nachtruhe und lärmen dann nicht mehr herum. Ich hab auch irgendwie keine Lust immer nachts aufstehen und hochgehen zu müssen, wenn es meiner Meinung nach selbstverständlich ist über dem Schlafzimmer meiner Nachbarn nicht rumzupoltern.

    Naja, mein Mitbewohner meinte auch er geht selbst hoch, wenn es heute Nacht wieder so extrem ist, vielleicht nimmt der Nachbar Frauen auch einfach nicht ernst... Ich hoffe auch darauf die Nachbarn mal im Treppenhaus zu sehen um sie nochmal extra darauf hinzuweisen, dass auch Poltern in der Nacht stört.

    Hat jemand Tipps für mich oder ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir sagen, wie es ausgegangen ist?

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