Beiträge von xn3k

    Danke für deine sachliche Antwort. Eine Möglichkeit das auszurechnen ist z.B. folgende: "((Heizwärme (QHW) - Brennstoffmenge ges.) * Brennstoffkosten/KWH)/100*72,14".

    Zu deinem Verständnis mal folgende Tabelle - vielleicht habe ich auch etwas vergessen?! Bin absoluter Laie auf diesem Gebiet, da bisher nie die Notwendigkeit bestand sich damit genauer auseinanderzusetzen - es geht hier erst mal nicht um abrechnerische Aspekte.

    Wenn man jetzt nur davon aus geht, dass gewisse Gesamtenergie erforderlich ist um alles zu betreiben (Brennstoff) und Heizkörper definierte Entnahmestellen mit Zählern sind und verschiedene Werte bekannt sind, kann man folgendes machen: Oben habe ich eben in meiner Ratlosigkeit mein Erklärungsversuch wohin der Grossteil der aufgewandten Energie verschwindet gepostet. Mit Dämmung oder sonstigen anderen Gebäudeeigenschaften hat das an dieser Stelle (vermutlich) sicher nichts zu tun. Ich finde es schon übel wenn in einem Haus mit 6 Etagen unten nicht geheizt werden muss, man im Winter beim betreten des Hausflurs fast den Hitzetot stirbt, wohingegen oben ewig geheizt werden muss um die Wohnung ansatzweise warm zu bekommen. Die Umlage der Kosten ist zumindest wie ich denke bei dieser Herangehensweise eine andere Sache - damit meine ich die Spielerei mit 30/70 und 50/50 etc. Sicherlich hat das Auswirkung auf die von den Mietern zu tragenden Kosten, jedoch nicht auf die Gesamtenergiebilanz. Der nächste Gedanke ist, dass wenn die Heizung generell so mies ist, dass ich die VDI anwenden muss - doch nicht wirklich grundlegende Elemente daraus einfach komplett ausgeblendet werden können - wie z.B. der Tatsache das es sich bei der VDI nur um ein 'vorübergehendes Hilfskonstrukt' handelt - wie in VDI 2077 Blatt 3.5 bereits in der Einleitung hervorgeht. Wenn ich so berechne binde ich mich doch an die Vorgaben?!

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    Ich glaube nicht, dass es so einfach ist. Temperatursteuerung am Rücklauf nachrüsten z.B. wäre eine relativ einfach umzusetzende Variante. Sodass eben die Pumpenleistung reduziert wird wenn nichts abgenommen wird. Ich habe immer wieder gelesen während der Recherche - dass es mittlerweile Methoden gibt um die Verluste derartiger Anlagen auf ähnliches Niveau von Zweirohrsystemen zu senken. Kann man denn diese Heizungsanlage ohne jeglicher Modernisierung generell noch als wirtschaftlich sehen?

    -> Auch wenn der Vermieter verpflichtet ist, eine wirtschaftlich arbeitende Heizungsanlage vorzuhalten, ist er nicht verpflichtet, die Anlage auf den jeweils neuesten technischen Standard oder auf den preiswertesten Brennstoff umzustellen (OLG Düsseldorf WuM 1986, 16). Erst wenn die Heizungsanlage derart technisch überaltert ist, dass sie nur noch extrem unwirtschaftlich arbeitet, liegt ein Mietmangel vor. Diese Unwirtschaftlichkeit kann auch dadurch bedingt sein, dass die Anlage bedienungsintensiv ist und die Lohnkosten zu vergleichsweise unverhältnismäßig hohen Gesamtkosten führen (LG Berlin MM 1996, 125).

    -> Der Ausgleich der Rohrwärme in der Heizkostenabrechnung kann laut VDI 2077 allerdings nur eine Übergangslösung sein. Ein niedriger Verbrauchswärmeanteil ist ein Indikator dafür, dass der technische Zustand der Heizungsanlage oder ihre Betriebsweise in hohem Maße ineffizient sind. Denn ein hoher Rohrwärmeanteil kostet viel Energie und belastet die Umwelt. Eine entsprechende Nachrüstung zur raumweisen Regelung solcher Anlagen ist in der Energiesparverordnung (EnEV 2009 § 14 Abs. 2) vorgeschrieben. Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V und der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmer e.V.) empfehlen verschiedene Maßnahmen, die den Rohrwärmeanteil dauerhaft senken. Im ersten Schritt kann die Absenkung der Heizkurve mit freier Programmierung durch eine stufenweise Absenkung der Vorlauftemperatur Energie sparen. Wenn dann eine Unterversorgung einzelner Wohnungen auftritt, ist ein hydraulischer Abgleich sinnvoll. Der Abgleich bewirkt eine gleichmäßige Verteilung des Heizungswassers zwischen den Heizkörpern. Außerdem sollten Verwalter auf eine angemessene Dimensionierung der Pumpen, Heizkörper und Thermostatventile achten und sich von einem Heizungsinstallateur oder Fachplaner beraten lassen. *******************************

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    -> Ein Abrechnungsverfahren nach VDI 2077 Blatt 3.5 kann die negativen Auswirkungen der technisch bedingten Verteil- und Messprobleme nur begrenzen, sollte aber keine dauerhafte Lösung darstellen. Die VDI 2077 beschreibt daher auch als vorrangiges Ziel, den Betrieb von Heizungsanlagen so einzustellen, dass die Rohrwärme einen möglichst geringen Teil der Gesamtwärmeabgabe darstellt. Es ist also nicht damit getan, für ein akutes Abrechnungsproblem eine einfach erscheinende Lösung zu finden, sondern zu hohe Rohrwärmeabgaben sind dauerhaft zu vermeiden. Dazu sind die oben beschriebenen Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsanlagenbetriebes durch den Gebäudeeigentümer umzusetzen.

    Ob sich die Situation der Heizanlage verbesserte, wird von führenden Abrechnungsdienstleistern jährlich anhand der beschriebenen Kriterien neu geprüft. Kann der Rohrwärmeanteil wieder auf ein vertretbares Maß gesenkt werden, ist eine reguläre Abrechnung ohne Korrekturverfahren oder Pauschalverteilungen möglich.

    Eine zu hohe Rohrwärmeabgabe vermindert die Energieeffizienz der Heizanlage und sorgt zugleich für Probleme bei der Heizkostenverteilung. Die Rohrleitungsverluste mit fachlicher Beratung zu mindern, muss deshalb in erster Linie ein wirtschaftliches und umweltschonendes Ziel für alle Wohnungseigentümergemeinschaften und Mietwohnungsbesitzer sein. Dass damit auch wieder eine gerechte Abrechnung nach Verbrauch möglich wird, ist ein positiver Nebeneffekt. *******************************


    Der BGH hat 2015 im Urteil VIII ZR 193/14 entschieden, dass der Mieter keinen Anspruch auf eine Modernisierung des Heizungssystem oder ein Mietminderungsrecht hat.

    Mir geht es generell nicht darum, dass die VDI angewandt wird - wie aus der Klage hervorgeht - , sondern eher darum, dass die VDI seit Jahren angewandt wird als bequemes Mittel um alles ein wenig schöner zu rechnen und ansonsten nichts weiteres daraus angewandt wird. Im Grunde wäre mir das egal wenn nicht über Jahre horrende Kosten auf die Nutzer umgelegt werden würden. Sind ja nur 14.400€ für 2 Eingänge und 36 Wohnungen - im Jahr.

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    Hallo, bei uns besteht das Problem, dass eine vertikale Einrohrheizung verbaut ist.

    Seit der ersten Abrechnung nach Einzug (2017) wird Rohrwärme berechnet und wurde bereits vorher angewandt. Der Wirkungsgrad oder eben die tatsächlich entnommene Wärmemenge lag dieses Jahr bei nur 27,8583%. Verteilt wird entgegen Empfehlungen nach 30/70 statt 50/50. Mit steigender Abnahmemenge wird alles noch ineffizienter. Dieses Jahr habe ich folgendes ausgerechnet:

    Bemessen am Heizkörper in der Küche könnte die geschätzte Leistung des HK im Teppenhaus 2x400W, Treppenhaus / Keller 2x300W sowie im Kellerraum ca. 2x500W sein. + 200W Verlustleistung. Bei 5854 Heizstunden 2019 – Quelle DWD (Wetterstation 7393 Stunden unterhalb 15°C ohne Berücksichtigung von Raumtemperaturen) (5854 * 2,6kW/h = 15.220,4 kWh) beträgt der Einfluss auf die Verlustleistung maximal 11,65%

    Näherungsversuch Effizienz
    Einrohrsystem ohne Modernisierung 25,00 % Verlust
    Gemessen HKV 27,86 % Verbraucht
    Haus / Kellerräume 11,65 % Verlust
    Rohrwärme 35,21 % Verlust
    99,72 % Der gelieferten Wärme

    Wie lange kann ein Vermieter entgegen den Empfehlungen der VDI ohne Modernisierungsmassnahmen durchzuführen derartig ineffizient Nahwärme bereitstellen, hat jemand eine Idee was die EnEV dazu sagt oder andere Gesetze, ist das über Zeiträume überhaupt noch legitim? Warmwasser hätte mit der benötigten Energie auch auf ca. 90°C erwärmt werden können. Ich mache mir seit Wochen dazu Gedanken, recherchiere - und komme nicht wirklich weiter. Das Haus hat 6 Etagen, Rohrwärme wird auf beheizte Wohnfläche umgelegt. Im Erdgeschoss und Keller wird davon profitiert, es ist immer sehr warm unten, oben muss geheizt werden und dadurch müssen entsprechend (fast) die ganzen Kosten der Verlustleistung getragen werden. Was sagt ihr dazu? :/ Was macht man am besten in so einen Fall?

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