Beiträge von silentbob

    Alles klar, danke für die Antworten. Also kurzum, bzgl. der meisten Punkte sitzt Vermieterin einfach am längeren Hebel, und/oder dort wo ich im Recht bin komme ich da nicht ohne weiteres (sprich wahrscheinlich langer, lästiger Prozess) raus.

    Beweise scheinen mir in der Tat auch schwer einzuholen zu sein - ich könnte die Gespräche zwar ohne weiteres mitschneiden, das scheint einer kurzen Google-Suche nach aber ja in sich schon eine potenzielle Straftat zu sein, solange ich die andere Person nicht vorab informiere. Alternativ könnte ich die Vermieterin natürlich darüber informieren und wahrscheinlich hört sie mir wie immer eh nicht zu und redet einfach weiter. Aber nicht die beste Strategie.

    Ich könnte Sie bitten mir ihre "Wünsche"/Verbote schriftlich und unterschrieben mitzuteilen, damit ich weiß wo ich dran bin. Aber wird sie wahrscheinlich nicht tun.

    Für einige der Vorkommnisse gibt es Zeugen, aber für die entscheidenden Punkte am Ende wahrscheinlich nicht.

    Ich vermute fast dass ich um einen Prozess bzw. den Weg über einen Anwalt am Ende so oder so nicht vorbeikommen werde, da mich nach dem bisherigen Lauf der Dinge schon eher wundern würde, wenn sie die Kaution wieder auszahlt. :/

    Hi!

    Ich bin neu hier, da ich beim Auszug aus meiner alten Wohnung nach 5 Jahren dort leider auf Probleme mit der im gleichen Haus lebenden 80-jährigen Vermieterin stoße.

    Kurz zur Situation: Habe vor einigen Wochen meine Wohnung gekündigt, nachdem ich mit der Vermieterin besprochen hatte dass ich innerhalb der 3 Monate Kündigungsfrist Nachmieter suchen und ihr vorstellen kann, damit ich nicht drei Monate doppelt Miete zahlen muss (die neue Wohnung habe ich bereits). Damals noch alles gut und von allen Seiten gegenseitiges Verständnis.

    Jetzt hat sie es sich anders überlegt, da sie jemanden hat, der die Wohnung einige Monate nach Ende meiner Kündigungsfrist übernehmen würde, aber bereit wäre ab diesem Zeitpunkt die Miete zu zahlen. Das heißt die Wohnung soll effektiv praktisch ein halbes Jahr leer stehen und zwei Menschen jeweils doppelt Miete zahlen, was ich ziemlich mies finde, aber soweit rechtlich sicher noch OK ist, entspricht ja alles meinen Kündigungsbedingungen.

    Passend zu "rechtlich OK aber nicht so nett" würde ich nun gerne Wege finden, in der verbleibenden Zeit wenigstens geringere Miete zu zahlen und ihr so ggf. attraktiver zu machen doch schon früher einen Nachmieter zu akzeptieren.

    Laut Mietvertrag habe ich 480€ Miete zu zahlen, diese haben wir jedoch vergangenes Jahr, nach rein mündlicher Absprache, im Zuge des Zuzugs meiner Freundin und wegen der dadurch steigenden Nebenkosten auf 550€ erhöht - eine ziemlich heftige Erhöhung wie ich finde (deckt primär Wasser ab, da ich Strom und Heizung separat zahle), aber war eine akzeptable Bedingung für uns. Ich überweise also seitdem und bis heute den erhöhten Betrag, obwohl meine Freundin diesen März schon wieder ausgezogen ist (sie wollte sich die anstrengende Vermieterin im Haus nicht länger antun), während es keinerlei schriftliche Basis dafür gibt.


    1. Meine erste Frage ist nun also die: kann ich Probleme bekommen, wenn ich für die restlichen Monate wieder die vertraglich geregelten 480€ überweise, oder habe ich, unabhängig vom Wohnort meiner Freundin und unter welchen Umständen die Erhöhung zustande kam, durch das mehrmalige Überweisen des erhöhten Betrages implizit der Mieterhöhung zugestimmt, und bin nun daran gebunden?

    2. Lohnt es sich, für den kurzen verbleibenden Zeitraum über eine Mietminderung nachzudenken? Oder ist das ein Prozess der viel Zeit in Anspruch nimmt und sich in meinem Fall nicht mehr lohnt? Folgende Punkte kämen da aus meiner Sicht in Frage:

    • die Wohnfläche ist meinen Messungen nach ~20% geringer, als im Vertrag steht - allerdings ist der Vertrag da ziemlich absichernd formuliert ("Mieter bestätigt, dass er sich [...] nicht von der sich rein rechnerisch [...] ergebenden Wohnungsgröße leiten ließ", "von den Parteien einvernehmlich als Schätzwert veranschlagt", "vom Vermieter nicht zugesichert")
    • ich kann trotz anderer mündlicher Absprache beim Einzug vor 5 Jahren nicht mehr im Haus waschen (ich konnte die eine Waschmaschine im Keller mitbenutzen, aber die Vermieterin "möchte" das seit einer Weile nicht mehr, ohne nähere Angabe von Gründen, ich gehe also wöchentlich zum Waschsalon, was seit Corona auch nicht durchgehend möglich ist, sodass ich mitunter bei Freunden/Familie waschen muss...)
    • Ruhestörung durch ihren Mann, der sich täglich über irgendwelche Dinge aufregt sowie auf der Straße rumschimpft und Leute anpöbelt (einschließlich mir, meiner Freundin sowie Freunden von uns in einigen Fällen)
    • die letzten Monate wurde ich immer wieder angemotzt nachdem ich Müll in die Mülltonnen getan hab (stets richtig getrennt und in haushaltsunüblich geringen Mengen, da ich den Müll seit einer Weile tatsächlich häufig zu meinen Eltern bringe um mir den Stress zu sparen... ich frage mich, warum ich 5 Jahre gebraucht hab um zu beschließen von diesem fürchterlichen Ort wegzuziehen :S), einmal wurde mein Müll wieder aus der Mülltonne entnommen und ich aufgefordert "eine andere Lösung zu finden", weil der Müllbeutel der Vermieterin "zu schwer" war. Ganz offenbar ist mir die Entsorgung von Müll also nicht länger gestattet.

    3. Die Vermieterin hält seit jeher einen zusätzlichen Schlüssel zu meiner Wohnung. Soweit ich weiß kann ich den einfordern, da sie eigentlich kein Recht hat einen zu haben. Ist das auch nach der Kündigung noch der Fall? Falls sie sich weigert ihn mir auszuhändigen, wovon ich ausgehe, wäre das ein Grund für eine fristlose Kündigung?

    4. Sie weigert sich strikt Atemmasken zu tragen und hat erst letzte Woche meine Wohnung durch die (zu dem Zeitpunkt offenstehende) Tür, ohne zu klopfen oder zu fragen und selbstverständlich ohne Maske, betreten. Wenn sie dies trotz Aufforderung eine Maske zu tragen so fortsetzt, ließe sich das als Hausfriedensbruch auslegen?


    Sorry wenn der Post etwas lang geraten ist und zu viele verschiedene Themen enthält... ich tat mein bestes. ;)

    Das ganze Thema stresst mich die letzten Wochen extrem, jedes Betreten des Hauses oder Durchqueren des Treppenhauses geht mit erhöhtem Puls einher weil immer die Gefahr besteht dass ich "abgefangen" werde und man sich wieder über irgendeinen Unsinn aufregt den ich verbrochen haben muss. Zuhören können die beiden Personen leider auch überhaupt nicht wenn sie einmal eine Meinung zu etwas haben (und die haben sie eigentlich immer). Ich würde daher am liebsten dazu übergehen die beiden soweit wie möglich zu meiden/ignorieren, und gewissermaßen Taten sprechen zu lassen.

    Über Hilfe und Antworten wäre ich überaus dankbar.

    Viele Grüße,

    Bob

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