Hallo zusammen, damit Ihr versteht, worum es geht, muss ich etwas weiter ausholen. Aaaaalso: Meine Mietwohnung bewohne ich jetzt im sechzehnten Jahr (Einzug 10/2004, damals mit meinem Mann, der mich dann verließ). Der Vermieter hat sich bis 2018 um nichts gekümmert, war froh, wenn man ihn in Ruhe ließ. Dann hatte ich auf einmal im Sommer des besagten Jahres ein offizielles Schreiben im Briefkasten: Es sei sich von Nachbarn beschwert worden, dass üble Gerüche aus meiner Wohnung ins Treppenhaus drängen, wovon er sich selbst vor Ort überzeugt habe. Ferner sei ihm von "Müllansammlungen" im Sichtbereich meiner Diele berichtet worden. Er werde dann und dann die Wohnung inspizieren und erwarte Zutritt. Zu den "Müllansammlungen" ist zu bemerken, dass es sich hierbei vorwiegend um Altkleidersäcke und Altpapier handelte, also nichts Dramatisches. Damals war ich gerade im großen Stil am Ausmisten. Ich räumte also notdürftig auf und putzte. Der Vermieter traf ein, inspizierte alles mit kritischem Blick und meinte, das sähe ja nun nicht sehr ordentlich aus, ob ich Messie sei?! Dann kündigte er an, sich in wenigen Wochen erneut vom Zustand der Wohnung überzeugen zu wollen. Sechs Wochen später, es standen noch Kisten und Bücherstapel herum, kam er wieder... und war immer noch nicht zufrieden. Der bemängelte Gestank war inzwischen verschwunden, vermutlich hatte meine Katze unbemerkt irgendwo hin uriniert, und ich hatte es nicht gemerkt (mein Geruchssinn ist leider nicht gut ausgeprägt, Folge von Wucherungen im Zusammenhang mit einer verpfuschten Polypen-OP im Grundschulalter). Dann machte er verschiedene Versuche, erneut Zutritt zu erlangen, die ich alle abbog, weil er offenkundig nur "schnüffeln" wollte. Danach hörte ich ein gutes halbes Jahr nichts mehr, bis er jetzt auf einmal wieder unbedingt in die Wohnung wollte. Einen gerechtfertigten Grund nannte er mir nicht, nur: "Wir müssten mal dringend über dieses und jenes reden." Jedenfalls kommt mir das merkwürdig vor, und ich möchte mich verständlicherweise nicht gern bedrängen lassen. Ich habe ja auch eine Privatsphäre. Am Donnerstag ging dann die Klospülung kaputt, der Wasserkasten füllte sich nicht mehr, und das Wasser rauschte durch. Der Freund, der mir versprochen hatte, mir zu helfen, das wieder in Ordnung zu bekommen, tauchte übers Wochenende nicht auf. Deie Spülung lief weiter. Gestern abend nun kam ich nach mehrstündiger Abwesenheit nach Hause und merkte beim Betreten der Wohnung, dass nichts mehr lief. Das kam mir merkwürdig vor. Ein Griff zum Wasserhahn am Waschbecken: der Haupthahn war abgedreht worden. Die Mailbox meldete mir zwei Anrufe meines Vermieters, aber eine Nachricht hatte er nicht hinterlassen. Mein Verdacht ist, dass das sein Druckmittel ist, eine (nach wie vor nicht hinreichend begründete) Inspektion der Wohnung zu erzwingen. So. Was tun???? Wenn ich ihn informiere, damit die Klospülung repariert wird, muss ich ihn doch auch nur ins Badezimmer lassen, oder? Die restliche Wohnung ist ja nicht betroffen. Und wenn ihm meine Einrichtung bzw. mein Ordnungssinn nicht zusagt, dann ist das sein Pech... es ist ja MEINE Wohnung. Oder? Wie soll ich mich verhalten? Danke schon mal für Eure Tipps... und die Geduld, meinen ewig langen Text durchzulesen!
Beiträge von Janine75
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