Beiträge von inkognito

    Hallo zusammen,

    für meine Anliegen hat die Internetrecherche bislang kein wirklich ergiebiges und auch kein besonders einheitliches Bild ergeben. Deswegen habe ich mich hier mal angemeldet, um mir ein paar zusätzliche Meinungen einzuholen:

    Ich wohne in einer WG in einem Altbau, der bereits nicht gerade wenige Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Wie so oft in solchen Fällen sind die Wände und Decken da recht dünn und auch recht hellhörig. Und mit den nicht gerade ruheliebenden Nachbarn direkt über uns zusammenzuwohnen, ist oftmals alles andere als entspannend... Ruhestörung u.a. in Form von lauter Musik, wiederholter Nichteinhaltung der Ruhezeiten etc. ist ein generelles Problem mit diesen Leuten, darum soll es hier aber nicht näher gehen, weil ich dazu schon genügend Inspiration über Googeln und auch Forumsdiskussionen gefunden habe. Da habe ich tatsächlich schon einmal das direkte Gespräch gesucht, was zumindest in Teilen was gebracht hat.

    Mittlerweile hat sich aber eine weitere Störungsquelle ergeben: Die Mieter haben eine Katze, die anscheinend nicht als Wohnungskatze geeignet ist, und dies auch, wenn sie nicht ausgelastet ist, lautstark kundtut. Mit anderen Worten: Solange ihre Besitzer nicht da sind, steht regelmäßig anhaltender Katzenjammer auf dem Programm, der dank der hellhörigen Wände nicht zu überhören ist; durchs Treppenhaus hallt es sogar noch lauter (da sie anscheinend meist direkt vor der Haustür schreit). Gerade in den letzten Monaten ist das immer schlimmer geworden - vielleicht hängt das mit der "Pubertät" der Katze zusammen, keine Ahnung... Um gleich im Vorhinein Missverständnisse zu vermeiden: Ich mag Katzen total, habe selbst mit welchen zusammen gelebt, als ich noch bei meinen Eltern wohnte. Entsprechend weiß ich, dass es eigensinnige Tiere sind, und dass es kaum Möglichkeiten gibt, sie wirklich zu "erziehen". Darüber hinaus richtet sich mein Frust in der ganzen Sache auch weniger gegen die Katze selbst, da sie durchaus einen Grund für ihr Geschrei hat; regelmäßig allein in einer Wohnung zu sein und nicht raus zu können (was in der Natur der meisten Katzen liegt) würde mir an ihrer Stelle auch keinen Spaß machen. Sie raus zu lassen, ist aber bei der Nicht-Erdgeschosswohnung und der allgemein nicht sonderlich katzenfreundlichen Wohngegend auch keine wirkliche Option. Genügend Gründe also, für all dies Verständnis zu haben.

    Auf der anderen Seite muss ich da aber auch noch ein Stück weit an meinen eigenen Komfort denken. Zugegeben bin ich auch generell lärmempfindlicher als manch andere, die mit so etwas weniger bis keine Probleme hätten, aber so what, mich stört es eben ganz klar. Ich bin oft genug unterwegs und kann viel meiner Arbeit auch in der Uni bzw. im Büro erledigen, sehe es aber nicht ein, mich dauerhaft dahin "flüchten" zu müssen, weil ich mein Zimmer daheim nicht mehr für sowas nützen kann, weil es jeden Moment wieder losgehen könnte. Konzentrieren kann man sich da nur noch schwer. Was hilft, ist an die entsprechende Wohnung zu gehen und ein paar mal kräftig an die Tür zu klopfen, dann ist oft Ruhe, aber meist nur vorübergehend. Die entsprechenden Mieter werden das aus eigener Erfahrung wohl nicht kennen, weil die Katze natürlich nur in ihrer Abwesenheit schreit. Wie das die anderen Nachbarn wahrnehmen, kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich sagen, da in diesem Haus die meisten recht anonym aneinander vorbei leben. Könnte ich natürlich auch mal erfragen, aber für den Moment geht es mir vor allem darum, mal Meinungen zur Rechtslage in dieser Situation einzuholen, da ich offen gesagt etwas ratlos bin, wo man da am besten ansetzt.

    Meine Meinung ist ehrlich gesagt, wenn ich schon absehen könnte, dass die Wohnsituation für eine möglich Katze eher nicht optimal wäre, würde ich mir gar nicht erst eine anschaffen. Ich finde, da sollte weniger der eigene Wunsch nach so einem Tier zählen, sondern das Wohl des Tieres selbst. Aber jetzt, wo die Situation nun mal schon so ist, wie sie ist: Inwiefern muss man so etwas tolerieren? Wenn schon das Tier selbst nicht zur Verantwortung gezogen werden kann, fällt diese ja wohl auf die Vermieter, oder? Wenn der Zustand unhaltbar ist, fällt mir momentan als einzige Lösung ein, dass sie entweder das Tier abgeben müssen (als Katzenliebhaber finde ich diese Vorstellung selbst nicht schön, aber in diesem Fall wäre das nun mal so), oder eben selbst mit der Katze wegziehen. Das müsste dann wohl auf jeden Fall über den Vermieter in die Wege geleitet werden...

    Aber was meint ihr so? Welche Rechte und Pflichten hat jeder einzelne in dieser Situation? Hatte schonmal jemand mit einer ähnlichen Situation zu tun und konnte ggf. eine Lösung finden?

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