Wir wohnen in einem Mehrparteienhaus im Erdgeschoss und haben alleiniges Nutzungsrecht des anschließenden Gartens. Schon direkt nach Einzug im September letzten Jahres stellten wir an allen Außenwänden unserer Wohnung Schimmelbildung fest. Der Schimmel bildete sich auch nach laienhafter Beseitigung zügig neu. Wir beauftragten im November einen Sachverständigen, der uns mit einem ausführlichen Bericht bestätigte, dass die Außenwände sowohl zu feucht als auch zu kalt sind und das Mauerwerk brüchig ist. Diesen Bericht schickten wir nach zuvor bereits angezeigtem Schaden unserem Vermieter und mindern seit Dezember letzten Jahres die Miete um 15%. Der Vermieter schickte ebenfalls einen Sachverständigen, der bestätigte, dass das gesamte Mauerwerk feucht ist und saniert werden muss. Mehrmaliges Nachfragen in den folgenden Monaten beim Vermieter wann denn nun etwas passiert, brachte nichts hervor. Vor drei Wochen standen morgens um halb acht plötzlich Bauarbeiter in unserem eingezäunten Garten (ohne zu klingeln, wir dachten es seinen Eindringlinge) und teilten uns mit, dass nun die gesamte Fassade ums Haus herum freigelegt wird. Wir waren völlig entsetzt und riefen den Vermieter an. Dieser gab sich nichtsahnend. Wir haben den Garten, der eher einem Wald gleichte, im Frühjahr vollständig umgegraben und auf eigene Kosten umfangreich aufgewertet. Beete angelegt und eine Rasenfläche entstehen lassen. Da auch noch der Mutterboden aus den Gruben der Vorderwände des Gebäudes (keine Gartenfläche) in unserem Garten zwischengelagert wird, ist nun ein Großteil der Rasenfläche hinüber. Auch Sträucher, die bereits bei Einzug vorhanden waren, und Beete mit eigenen Blumen sind zerstört. Direkt vor unserem Schlafzimmerfenster wird ab 8 Uhr morgen mit dem Vorschlaghammer gearbeitet. Ich arbeite im Nachtdienst und schlafe vormittags und mein Partner arbeitet bis tief in die Nacht.
Wir wissen, dass diese Bauarbeiten Folge unserer Schadenanzeige und grundsätzlich natürlich in unserem Interesse sind. Allerdings fühlen wir uns massiv ungerecht behandelt. Keine Vorankündigung der Bauarbeiten und eine enorme Sachbeschädigung in unserem Garten, die so nicht nötig wäre (Liegefläche des Mutterbodens). Die Baufirma hat sogar die vorher ausgegrabenen Sträucher so vertrocknet und abgestorben wieder mit vergraben, als sie das Loch wieder zugemacht haben. Haben wir als Mieter irgendein Recht auf Wiederherstellung des Zustandes? Müssen wir jetzt erneut auf eigene Kosten die Rasenfläche wiederherstellen und die abgestorbenen Sträucher entsorgen sowie neue Blumen und Pflanzen kaufen? Es Sommer uns wir können unseren Garten nicht nutzen, da dort von morgens bis abends fremde Leute arbeiten. Mal kommen sie die ganze Woche, mal nur zwei oder drei Tage. Wir können uns auf nichts einstellen und ich muss teilweise bei Freunden meinen Nachtdienst ausschlafen.