Beiträge von gitti007

    Hallo,

    wir haben folgendes Problem:

    Wir wohnen seit ca. 10 Jahren in einem Haus zur Miete, das mit einer Ölheizung betrieben wird, schon beim Einzug haben wir festgestellt, das in einem Zimmer sehr starker Ölgeruch ist, dazu folgende Erklärung:

    Von diesem Zimmer aus geht es durch eine Tür in den so genannten Heizungskeller, d. h. ich muss in einen kleinen Vorraum, dort befindet sich eine Eisenplatte, diese muss ich hochheben und dann eine steile Leiter in den Heizungskeller runterklettern, dort befindet sich die Heizungsanlage und 3 Öltanks à 750 Liter Fassungsvermögen. Sonst nichts, lediglich zur Abluft ist ein kleines Fenster vorhanden, also sprich ein Kellerfenster, das wir Tag und Nacht seit dem Einzug offen haben, da sonst je nach Wetterlage der Ölgeruch im Zimmer, welches sich über dem Heizungskeller befindet nicht auszuhalten ist, oder sagen wir mal eingeschränkt auszuhalten ist. Denke wir haben uns schon an den leichten ständigen Ölgeruch gewöhnt. Dies nur zur kurzen Sachlage. Obwohl Bekannte von uns sagen, wenn sie sich in diesem Zimmer aufhalten, hier riecht es nach Öl - wir scheinen dies schon gar nicht mehr zu merken.

    Frage mich mittlerweile, ob dies überhaupt zulässig ist dürfen die Heizungsanlage und Tanks ohne jegliche Abtrennung in einem Raum stehen, weiß bei einem anderen Bewohner in unserem Dorf das die Räume - also Öltanks und Heizungsanlage getrennt in zwei separaten Räumen aufgestellt sind und dies sogar durch eine Eisentüre.


    Also wie gesagt, nach unserem Einzug im Jahr 2001 haben wir uns beschwert, das dieses Zimmer immer nach Öl richt, teilweise auch in die anderen Räume eindringt, daraufhin hat der Vermieter gesagt er kümmert sich darum, er hat dann lediglich die Eisenplatte die zum Heizungskeller führt mit zusätzlichem Gummi abgedichtet und rund um die Eisenplatte ein wenig nachgemauert, also Mauersteine eingesetzt. Dies war dann alles. Seitdem ist nie wieder etwas gemacht worden, doch mit den Jahren wird der Ölgeruch je nach Wetterlage etc. manchmal wieder mehr und wir selbst merken es sogar wieder, wie gesagt der Geruch ist nicht ständig extrem.

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    Nun zum konkreten Fall, wir haben am 22. Febr. diesen Jahres (2011) eine Öllieferung bekommen, nachdem die Fässer befüllt worden sind, war der Ölgeruch intensiver wie bisher, zuerst dachte ich dieser geht bestimmt wieder weg, habe mich dann so gegen Mittag ins Wohnzimmer gelegt und wollte ein kleines Schläfchen machen (Abstand vom Ölzimmer bis Wohnzimmer ca. 10 Meter), wachte dann irgendwann auf und dachte mein Gott was stinkt denn die ganze Wohnung so extrem nach Öl - ich musste alle Fenster aufreißen, so schlimm war der Geruch, als mein Mann dann nach Hause kam, meinte er was den hier abgeht, ich erklärte ihm alles, er ist dann in den Keller gucken gegangen und hat gesehen das das kleine Fenster geschlossen war, also wir Fenster wieder aufgemacht und dachten, dann wird es besser, hängt vielleicht mit der Ölbefüllung zusammen, aber war wohl nichts, der Gestank war mittlerweile sogar in der oberen Etage nicht mehr auszuhalten, also wir wieder alle Fenster gekippt oder teilweise ganz geöffnet und das bei laufender Heizungsanlage und bei nicht gerade angenehmen Temperaturen am 22. Februar. Abends habe ich dann unseren Vermieter angerufen (wohnt direkt neben uns), ihm alles erklärt und gesagt er solle sich dies mal reinziehen, er kam dann auch und meinte sei doch gar nicht so schlimm, klar sagte ich, wenn man seit ca. 14.30 Uhr Mittags (war mittlerweile 20.30 Uhr abends) ständig lüftet oder Fenster ganz offen hat, klar das dann der Ölgeruch nicht so schlimm ist.

    Noch kurz zur Anmerkung, er war bei der Öllieferung selbst anwesend und hat die Kontrolle über die Befüllung der Tanks vor Ort im Keller überwacht, d. h. er musste dem Tankwagenbesitzer durch Rufkommando mitteilen, wann er die Befüllung beenden sollte.

    Er ist dann in den Keller gekrabbelt, hat sich alles angesehen, kam wieder hoch und meinte, oh weh da ist wohl ein wenig Öl bei der Befüllung drüber gelaufen - sprich Überfüllung - lt. seiner Aussage so 2 bis 3 Liter, er würde sich drum kümmern das es gereinigt wird, aber er müsste erst auf seinen Arbeiter warten, der so was macht, der sei momentan nicht da sondern in Polen (sprich wahrscheinlich sein Handlanger für paar Euro) - wir wissen wen er meint, da er bei ihm und seinem Vater die Garenanlage pflegt - entweder Schwarzarbeiter oder sonst was. Er würde Morgen auf jeden Fall vorbeikommen und die Tür zum Heizungskeller abdichten, damit der Ölgeruch nicht mehr in die Wohnung etc. gelangen kann.

    Anderntags warteten wir vergeblich bis 21.00 Uhr - es tat sich nichts - habe ihn dann angerufen, er meinte das gibt wohl heute nichts mehr, er wäre mindest. noch 2 Std. in seinem Architekturbüro (er selbst ist Architekt - selbständig) beschäftigt, würde es aber tags drauf morgens direkt machen.

    Gut er kam dann am anderen Morgen, hat die Tür abgeklebt, soweit man das Abkleben nennen kann, einfache Malerklarsichtfolie rund um die Tür mit Malerkreppband, das war es dann - ich dachte du siehst nicht richtig. Als ich ihn fragte wie lange das so bleiben sollte, meinte er, er würde sich drum kümmern, müsste erst abwarten, bis sein Arbeiter aus Polen zurück sei.

    Gut wir also eine Woche gewartet, mittlerweile drang natürlich der Ölgeruch durch die Super Folie durch, das Kreppband fing sich an abzulösen, ich wieder angerufen, er meinte dann sein Arbeiter käme wohl nach Karneval zurück, er behielt es auf jeden Fall im Auge und wenn er nicht wüsste wann der Arbeiter kommen würde, müsste er sich wohl eine andere Lösung einfallen lassen.

    Wir also die Folie leicht gelöst, vor die Tür eine Menge alte Bettlaken gelegt, die Folie wieder mit neuem und zusätzlichem Kreppband abgeklebt und noch zusätzlich blaue Müllsäcke zur Vertärkung davor befestigt.

    Gut durch die zusätzliche Verstärkung etc. nur noch minimaler Ölgeruch aber das ist doch wohl kein Dauerzustand, zumal wir selbst besser abgedichtet haben, als er. Ab und an halten wir uns natürlich in diesem Zimmer auf - ist halt unser Arbeits-PC-Zimmer, abends schließen wir die Türe, morgens dann könnte man mal ein Lüftchen nehmen, da brauch ich keinen Schnüffelstoff - dann merkt man wieder das es nach Öl riecht, nachdem man die Tür des Zimmers öffnet.

    Mittlerweile haben wir den 12. März (also fast 3 Wochen Zeit vergangen) wir hören und sehen nichts, wir waren ja bisher sehr friedlich, aber so langsam kommen wir uns verarscht vor.

    Meine Frage nun, kann ich den Vermieter mit einer Mietminderung bzgl. des oben genannten akuten Vorgangs dazu zwingen, endlich in dieser Angelegenheit tätig zu werden. So geht es ja nun nicht.

    Habe schon verschiedene Internet-Seiten durchstöbert und bzgl. des dauernden Ölgeruchs (Geruchsbelästigung) folgendes gefunden:

    1. wenn man den Ölgeruch über Jahre duldet, ist wohl keine Mietminderung möglich, ok war mir schon klar - den Ölgeruch im Normalzustand - müssen wir wohl mit leben, weil wir es geduldet haben.

    2. aber was ist mit der momentanen Situation, da ist der Sachverhalt doch ganz anders, der Schaden wurde sofort gemeldet etc. für die o. g. aktuelle Situation sieht es doch bestimmt ganz anders aus.

    Zumal mir keiner erzählen kann, das das Öl welches durch Überfüllung ausgetreten ist, so ohne weiteres entfernt werden kann und keinen Geruch mehr übrig lässt, der Boden ist zwar gefliest, aber es gibt ja immer noch die Fugen und die sind ja nun nicht aus Beton (obwohl ja wohl auch Beton den Geruch aufnimmt und er nicht mehr verschwindet), sondern aus Fugenmasse und wenn das Öl sich dort festsetzt bestimmt nicht mehr so leicht wegzubekommen ist.

    Was würdet ihr uns raten.
    Wir haben bisher nichts schriftlich gemacht, also nur mündliche oder telefonische Gespräche - Absprachen mit dem Vermieter gehabt.

    Kann man trotzdem die Miete für den konkreten Fall um 10 %, 15 % oder 20 % mindern, stehen in vielen Internetseiten verschiedene Mietminderungswerte.

    Denke mal werde mich auch auf keine weiteren mündl. Gespräche mehr einlassen oder telefonische Nachfragen - also offizieller Weg - schriftlich mit Fristsetzung - !!!!
    Würde mich über eine Antwort diesbezüglich sehr freuen.

    Bin schon am überlegen, ob ich nicht mal am Montag eine Anwalt anrufen soll, mittlerweile erscheint mir das Verhalten des Vermieters als reine Verzögerungstaktik, zumal wir ja bisher immer sehr friedlich waren, egal worum es ging, aber irgend wann einmal ist auch unsere Ruhe und Freundlichkeit erschöpft.

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