Hallo,
ich bins mal wieder
Wir hatten jetzt einige Zeit Ruhe vor unserer Vermieterin, haben dann auch entdeckt, dass sie das Haus nicht mehr zum Verkauf anbietet und dachten schon, sie lässt uns in Ruhe. Heute, pünktlich zum Feiertag, dann der Hammer per Email!
Wir haben Papageien und bevor wir hier eingezogen sind, haben wir den Makler damals auf Art und Anzahl hingewiesen, weil wir mit offenen Karten spielen wollten und nur unter der Bedingung einziehen wollten, dass der Vermieter damit keine Probleme hat.
Die Vermieterin hat damals (vor dem Makler) gesagt, kein Problem, ist unsere Sache, sie war dabei, als wir die Voliere aufgebaut haben und hat die Tiere in den letzten zwei Jahren immer wieder gesehen.
Zu unseren Nachbarn haben wir ein sehr gutes Verhältnis, wir haben sie auch öfters gefragt, ob sie der Lärm, den die Tiere tagsüber machen, stört, es kamen nie Beschwerden.
Nun zu der Email von heute: Sie hätte erst nach Vertragsunterzeichnung von den Tieren erfahren, damit würden wir den Vertrag verletzen. Außerdem beschweren sich die Nachbarn über den Lärm. Zudem kann sie das Haus nicht verkaufen, weil die Tiere eine erhebliche hygienische Belastung darstellen können.
Unsere Tiere leben in einem taghellen Kellerraum (es handelt sich um zwei Aras und 6 kleine Papageien), gefliest haben wir auf eigene Kosten (auch da war sie mit dabei) und wir putzen mehrmals die Woche. Der einzige Dreck, den die Tiere machen, sind Kot und Körner, die regelmäßig weggewischt werden. In die übrigen Räume kommen die Tiere selten, und wenn, dann unter Aufsicht und nur auf einen Kletterbaum.
Sie fordert uns in ihrer Email wieder zum Kauf des Hauses auf (sie hat uns ja schon mal versucht, unter Druck zu setzen und uns zu einer 120 % Finanzierung zu überreden).
Sie wirft uns vor, wir hätten nicht mit offenen Karten gespielt und ich könnte explodieren, denn gerade wegen den Tieren waren wir sehr sehr ehrlich!
Nun werden wir versuchen, durch eine Unterschriftenaktion von den Nachbarn einzuholen, ob sie sich durch den Lärm gestört fühlen. Außerdem möchten wir mit dem Makler von damals reden, der bezeugen kann, dass wir noch vor Vertragsunterzeichnung auf die Tiere in voller Größe und Anzahl hingewiesen haben.
Ich bin fuchsteufelswild, denn inzwischen wissen wir, dass sie seit 15 Jahren versucht, das Haus zu verkaufen und auch die Vormieter schon schikaniert hat. Diesen hat sie dann nach 10 Jahren mit dem Vorwand gekündigt, das Haus für den Eigenbedarf zu brauchen. Als diese schon vor dem Umzug standen, zog sie den Eigenbedarf zurück, einige Wochen später zogen wir ein. Wir haben also den begründeten Verdacht, dass sie das Haus von Anfang an verkaufen wollte, wir aber erstmal die Lückenbüßer waren, bzw. sie nun versucht, uns zum Kauf zu zwingen.
Wir haben Kontakt zu den Vormietern, die ebenfalls eine dicke Prozessakte haben, weil sie auch gegen sie vor Gericht mussten. Diese stellen sie uns ebenfalls zur Verfügung.
Bei den Vormietern hatte sie nur insofern Erfolg, dass deren Ehe in der Zwischenzeit in die Brüche ging und sie eh ausziehen wollten zum Schluss.
Ich denke, wir haben Chancen und dieser Frau gehört ein für allemal das Handwerk gelegt, daher sind wir bereit zu kämpfen!
Da ich aber momentan weder Anwalt noch Mieterschutzbund anrufen kann und bis nächste Woche warten muss, zerfrisst mich die Wut, daher wollte ich Eure Meinung wissen.
Danke und Grüße
Arafreundin