Beiträge von Carl-Josef

    Genau die Frage kann doch der Mietverein klären? Die Beratung ist doch völlig kostenlos, erst die außergerichtliche bzw. gerichtliche Tätigkeit des Anwaltes ist mit Kosten verbunden.

    Bei einer so komplexen Fragestellung wird dir niemand vorher sagen können, wie hoch das Prozessrisiko wirklich ist.

    Aber meiner Einschätzung nach kann sich das für dich nicht wirklich lohnen. Es ist wahrscheinlich, dass bei sowas ein Vergleich geschlossen wird und somit werden auch die Gerichtskosten prozentual noch den Vergleich aufgeteilt und diese Beteiligung wird die 200€ dann übersteigen. Nehmen wir als Beispiel und unabhängig von der materiellen Rechtslage an, es wird ein Vergleich über 50% geschlossen. Du müsstest dann nur 85€ der Hauptforderung tragen und maximal 200€ Prozesskosten. Das wäre dann in der Summe 285€ statt jetzt den 170€. Wohlgemerkt würde das auch für den Vermieter gelten, sollte er keine Rechtsschutzversicherung haben oder eine mit einer höheren Selbstbeteiligung. Für den wäre es dann noch höheres pokern.

    Nur wenn du zu 100% gewinnst, gehst du mit keinen Kosten aus der Sache heraus, denn deine Kosten muss auch der Vermieter dann tragen. Aber das kann dir keiner garantieren.

    Weisst du denn ob so ein Fall von der Privathaftpflicht abgedeckt ist?

    Lass dich doch vom Mietverein beraten, dafür ist man doch Mitglied.

    Sonst muss halt geklärt werden, ob ein Mitverschulden von dir vorliegt oder ob der Wechsel vom Zwischenzähler fehlerhaft vorgenommen worden ist. Auch ob ein Mitverschulden vom Vermieter vorliegt durch die Lage des Hauptsicherungskasten oder durch seine Aussage es liegt an euren Zähler kann geprüft werden.

    Im Endeffekt sind hier viele Beweisfragen zu klären, dass ist in einem Forum nicht zu beurteilen.

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ich hatte eben nur Angst, dass durch die Einschaltung des Anwalts die Kosten für mich in die Höhe schießen werden. Vorallem habe ich beim Mietrechtschutz in den ersten vier Jahren noch eine Selbstbeteiligung von 200.

    Daher die Frage ob es das wert ist?

    Hallo zusammen,

    ich verfasse soeben meinen ersten Post hier. Bitte habt Nachsicht :)

    zum Fall:

    vor ca 3 Wochen funktionierte unsere Waschmaschine im gemeinsamen Waschkeller nicht mehr. Die Waschmaschine eines Nachbarn fiel zeitgleich aus. Schnell fiel uns auf das bei unserer Waschmaschine kein Stromfluss mehr gegeben war (Strom kam in der Steckdose nicht an). Um ein Defekt der Waschmaschine auszuschließen schloßen wir unsere Waschmaschine an eine andere Steckdose an und dort funktionierte es einwandfrei. Wir informierten daraufhin den Vermieter, der uns auch versicherte sich darum zu kümmern. Nach 2 Tagen meldete er sich uns sagte dass er das Prüfen lassen hat und festgestellt hat, dass der Zwischenzähler defekt sei. Da der Zwischenzähler in unserem Eigentum ist müssten wir uns selbst um den Austausch kümmern. Auf die Nachfrage von uns wie es denn sein kann das zeitgleich 2 Zwischenzähler den Geist aufgeben, sagte er nur dass es geprüft wurde und an den Zwischenzählern liegt.

    Wir haben dann einen neuen Zwischenzähler besorgt und einen uns bekannten Elektriker aus der Familie mit dem Austausch beauftragt. Nachdem der neue Zwischenzähler ausgetauscht war, lief die Waschmaschine leider trotzdem nicht. Deshalb hat der Elektriker nochmals den neuen Zwischenzähler ausgetauscht und den alten dranmontiert.

    Wie vermutet lag das Problem nicht am Zwischenzähler. Bei der Montierung des alten Zwischenzählers ist allerdings die Sicherung rausgesprungen und die Beleuchtung im Treppenhaus und im Keller war erstmal weg. Wir haben dann sofort im SIcherungskasten nachgesehen, aber hier war das eine Sicherungsgerät(?) komplett ausgeschaltet.

    Der uns bekannte Elektriker sagte noch es gibt wahrscheinlich im Haus noch eine Hauptsicherung die ausgefallen ist. Diese befindet sich aber in einem Mieterkeller, sodass der Zugang abgesperrt ist und wir keinen Zugang dazu hatten. Ich meldete den Vorfall sofort dem Vermieter und er sagte nur dass er dann am Monatg einen Elektriker beauftragen wird.

    Am Montag kam dann der vom Vermieter beauftragte Elektriker und dieser stellte fest dass an der Spannungsversorgung 2 Aussenleiter fehlen und er hat daraufhin die NH Sicherungen ausgewechselt. Daraufhin funktionierte die Stromversorgung und die Waschmaschinen wieder einwandfrei. Er sagte auch noch dass die Spannungsversorgung für die Waschmaschinen geändert werden muss, da 1. Phase wohl total überlastet sei. Er war auch verwundert dass uns das in 2 Jahren zum ersten Mal passiert sei. Die Spannungsversorgung müsste dringend geändert werden.

    Eine Woche später hatte ich dann Post vom Vermieter. Dort machte er seine Regressforderung von 170 € geltend. Er behauptet in dem Brief dass aufgrund des Defektes an meinem Zwischenzähler ich nicht fachgerechte Arbeiten am Zähler vorgenommen habe und sich somit ein Totalausfall von 2 Hauptsicherungen ergeben hat. Im Brief hat er eine Kopie der Rechnung der Elektrofirma beigefügt.

    Ich habe ihm daraufhin nochmals schriftlich den Sachverhalt beschrieben (siehe oben). Ich sagte ihm auch, dass der Zwichenzähler überhaupt nicht defekt war und dass wir ja nur aufgrund seiner Aussage dazu den Zwischenzähler gewechselt hätten.

    Heute bekam ich nochmals eine Antwort in der er schreibt, dass seine Regressforderung bestehen bleibt, da ich ja den Kurzschluss an 2 Hauptsicherungen bestätige. Er schreibt weiterhin, dass es unsachgemäße Arbeiten waren und nicht fachgerecht ausgeführt wurde.

    Im Briefkopf habe ich auch gesehen, dass er eine Kopie an einen Rechtsanwalt für Mietrecht übergeben hat.

    Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Ich bin auch Mitglied im Mieterverein und habe dort eine Mietrechtschutz (allerdings mit einer Selbstbeteiligung von 200 €).

    Ich sehe mich weiterhin im Recht, da der Vermieter mit seiner Falschaussage zum Zwischenzähler uns ja aufgefordert hat die Arbeiten am Zwischenzähler durchzuführen.

    Wie würdet ihr handeln?

    P.S: der Vermieter ist als sehr geiziger Mensch bekannt, der gar keine Investitionen im Haus vornimmt und sich um fast nichts kümmert. Dies ist die Meinung der gesamten Nachbarschaft, da es oft zu Problemen kommt. In unserer Wohnung springt auch immer die Sicherung durch wenn wir die Mikrowelle nutzen. Die Nachbarn können den Staubsauger und Waschmaschine nicht gleichzeitig laufen lassen, da sonst die Sicherung abspringt. Die Stromversorgung hier im Haus ist echt marode.


    EDIT: als der Beauftragte Elektriker des Vermieters da war mussten wir eine Stunde auf die Mieterin des Kellers mit den Hauptsicherungen warten. In der Rechnung hat der Elektriker dann 2 Meisterstunden in Rechnung gestellt mit dem Hinweis, dass wir auf die Mieterin des Kellers warten mussten.

    Meine Frage nun: Falls ich die Rechnung zahlen müsste, könnte ich die eine Meisterstunde abziehen? der Keller zu den Hauptsicherungen muss doch für jeden Mieter frei zugänglich sein und sich nicht in einem Mieterkeller befinden oder ??

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