Beiträge von Friedoo

    Hallo zusammen.

    Folgendes Szenario:

    Wir sind im April 2017 in ein neu gebautes Mietshaus mit 8 Parteien gezogen. Wir haben einen "Standard-F" Mietvertrag bei dem sich die Nebenkosten auf 190€ belaufen.

    Dabei sind alle möglichen Betriebskosten des Hauses auf die Mieter umlegbar. An erster Stelle wird gleich die Umlage der Grundsteuer aufgelistet.

    Nun haben wir unsere erste Nebenkostenabrechnung für 2017 bekommen und sollen nun monatlich 67€ mehr Nebenkosten zahlen. (35% Aufschlag!!)

    Davon sind 17€ wegen erhöhtem Wasserverbrauch (Fußbodenheizung / Warmwasser) und 50€ für die anfallende Grundsteuer.

    Die Begründung der Vermietung war folgende:

    Für das Jahr 2017 wurde bisher keine Grundsteuer erhoben.

    Leider liegt uns der Bescheid für die Grundsteuerkosten der LHM bisher noch nicht vor, so dass diese Kosten momentan geschätzt sind. Für ein vergleichbares Gebäude betragen die Grundsteuerkosten jährlich € 4.200,00. Die Erhebung wird vermutlich für jede einzelne Wohnung erfolgen, wir mussten aktuell über die QM berechnen, wodurch sich ein Betrag von € 605,51, damit monatlich € 50,46 für Ihre Einheit errechnet.

    Das klingt für mich so, als hätte man bei der ersten Berechnung der Nebenkosten bewusst die Berechnung der Grundsteuer nicht mit betrachtet, um uns dann nach einem Jahr Mehrkosten von 600€ im Jahr aufzudrücken. Vor allem hat man uns vor dem Einzug noch versichert, dass die Nebenkosten sehr großzügig kalkuliert worden sind und wir auf jeden Fall eine Rückzahlung erhalten.

    Kann man in so einem Fall von vorsätzlichem Handeln des Vermieters reden, der die Kosten bewusst niedrig halten wollte, damit er überhaupt Mieter findet, die da einziehen (wir sind in München schon an der oberen Grenze des Quadratmeterpreises --> 1710€ Kaltmiete für 83,5qm), um dann nach einem Jahr uns Kosten aufzudrücken, die meiner Meinung nach vorher klar sein müssen und auch in der Berechnung der ersten Nebenkosten mit einberechnet werden müssen?

    Für das folgende Jahr wurden uns auf Nachfrage auch noch die Wartungskosten für das Garagentor und die Betriebskosten des Aufzugs angekündigt, was also eine weitere Erhöhung der Nebenkosten nach sich zieht, bei der keiner weiß, wie hoch die Kosten tatsächlich sind.

    Gibt es da vielleicht schon jemanden, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und weiß, ob man da Chancen hat, dass die Kosten irgendwie nicht zu Lasten des Mieters umgelegt werden können?

    Vielen Dank für eure Hilfe.

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