Also ich habe jetzt mittlerweile auch schon mit einem Anwalt gesprochen.
Im Prinzip kann man ja hier unterstellen, dass der Vermieter BEWUSST zu wenig Nebenkosten abgerechnet hat.
Wir haben ja schon alleine 1000€ NK für Hausmeister, Strom, Müll, etc.
Mit 150€ pro Monat hätten wir gerade mal 800€ Heizkosten haben dürfen, also 1/3 von dem was wir letztlich gebraucht haben.
Wenn man noch den Betriebskostenspiegel zu rate zieht, wird ein Wert von 2,5€ bis 3€ empfohlen.
Und letztlich haben die Vormieter auch schon nachzahlen müssen, woraufhin der Vermieter spätestens beim Mieterwechsel die Kosten hätte anpassen müssen.
Um unsere Kosten abzudecken, hätten wir monatlich 100€ mehr zahlen müssen.
Als wir vor einem Jahr eine Wohnung gesucht haben, haben wir uns bewusst eine Obergrenze gesetzt die wir nicht überschreiten wollten.
Und wir hätten die Wohnung sicher nicht genommen, wenn wir 100€ mehr pro Monat gezahlt hätten. Die Miete war im Schnitt schon etwas teuer.
Man muss sich mal vor Augen halten, dass wir jetzt nochmal eine komplette Monatsmiete zahlen sollen!
Der Anwalt hat vorgeschlagen, dass wir nur einen "zumutbaren" Anteil von 500€ zahlen, mit Verweis auf die oben genannten Punkte.
Allerdings wird es dann wohl zum Rechtsstreit kommen, weil sie dann mit Sicherheit die Kaution einbehält.
Stichwort Kaution, wir haben die Wohnung schon unabhängig von den Nebenkosten zum 1. Juni gekündigt.
Zudem haben wir die Gefahr bei einem Rechtsstreit mehr zu zahlen, weil wir keine Rechtschutzversicherung haben.
Momentan glaube ich, dass wir das einfach zahlen müssen. Und nächstes Jahr wohl dementsprechend nochmal so viel zahlen müssen für 2018.