Beiträge von ddave

    Hallo zusammen,

    Ende April kam unser Nachbar auf uns (WG, 3 P.) zu und fragte uns, ob wir einen Wasserschaden hätten, da wir nichts erkennen konnten lautete die Antwort selbstverständlich nein. Am 17.05 kam dann schließlich eine Firma zur Leckortung zu uns, welche erst einmal einen Teil der Küche (eine kleine Arbeitsfläche und den Handtuchhalter) zerstörte, um an den Rohrleitungsschacht heranzukommen. Selbiger wurde im Anschluss mehr oder weniger fachmännisch aufgerissen und die Leitungen freigelegt. Nach einiger Zeit widmete sich der Handwerker dann auch dem Abfluss um ihn als Leckage auszumachen. Daraufhin kamen am 24.05 Installateure um zunächst unseren Spültisch zu bewegen, wobei dieser halb auseinander fiel, den kompletten Schacht des Abflussrohres freizulegen und dann ein neues Abflussrohr zu installieren und den Spültisch wieder an seinen Platz zubringen. Dann ist eine ganze Zeit lang nichts mehr passiert. Anfang Juli (11.07 oder so) kam dann schließlich eine Trocknung in unsere Küche. Da unsere Küche sehr klein ist, und es notwendig war Schläuche, einen Kondenstrockner und einen Lüfter aufzustellen gingen gut 50% der effektiv begehbaren Fläche unserer Küche verloren. Weiterhin ist über die Küche der Balkon zu begehen, welcher jedoch auch noch über das Zimmer meines Mitbewohners begangen werden kann. Ein anderer Teil der Geräte wurde vor der Küche aufgestellt und nahm auch nochmal geschätzte 0,5 m² Fläche unseres Flurs weg und waren obendrein noch vor der Tür meines Mitbewohners. Die Trocknung ging dann bis zum 08.08. Daraufhin ist nichts mehr geschehen, die Arbeitsfläche in der Küche wurde nicht ersetzt und auch die Löcher in der Wand verblieben.

    Anfang September kam wieder unser Nachbar auf uns zu und fragte uns, ob wir schon wieder einen Wasserschaden hätten, weil er schon wieder einen Wasserfleck an der Decke hatte. Tatsächlich stellten wir fest, dass Wasser am Boden des Spülunterschranks war. Wir wandten uns an die Vermieterin, um dies zu melden und den Einbau einer neuen Küche herbeizuführen, da diese Küche seine besten Tage schon sehr lange hinter sich hat (Herd 2/4 Platten defekt, Backofen reguliert keine Temperatur mehr, die Schränke in schlechtem Zustand und amateurhaft blau (!) nachlackiert) und durch den Wasserschaden weiter in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine Woche später kam dann wieder die Firma zur Leckortung, machte den Boiler als Leckquelle aus, die Installateurs Firma kam und tauschte den Boiler aus und wir haben wieder eine Woche Trocknungsgeräte in der Küche und dem Flur.

    Die Trocknung soll noch bis zum 22.09 gehen (von Montag dieser Woche ab) und am 22.09 soll die Trocknung beendet werden, die Küche ausgebaut werden und der Asbestfußboden in der Küche entfernt werden (der Boden ist nicht mehr vollständig mit Asbestplatten belegt). Am 25.09 soll dann eine neue Küche geliefert und aufgebaut werden, bis dahin sollen angeblich auch die Löcher in der Küche geschlossen und verfließt werden. Wir werden also drei Tage keine Küche zur Verfügung haben.

    Wir hatten zunächst den Standpunkt, der Vermieterin entgegen zukommen, um keine Auseinandersetzung oder ein schlechtes Verhältnis zu riskieren. Jedoch sind wir mittlerweile mehr als genervt über die Situation und die Verfahrensweise, so dass wir uns nun doch für eine Mietminderung entschieden haben. Uns hat eine Mietminderung von 50% für die Monate ab Juli vorgeschwebt. Wir möchten keine überzogene, aber auch keine Mietminderung "unter Wert". Uns erscheinen 50% unter Berücksichtigung der Umstände und der gezahlten Miete (rund 200-250 EUR über dem Mietspiegel) durchaus gerechtfertigt. Wir sind uns jedoch nicht sicher, ob der Prozentsatz angemessen, zu niedrig oder gar zu hoch ist?

    Liebe Grüße

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