Hallo!
Ich durchforste seit Tagen das Internet, aber finde keinen entsprechenden oder ähnlich gelagerten Fall, deshalb habe ich mich jetzt hier angemeldet, in der Hoffnung, Hilfe zu finden 
Meine Mutter hat vor ca 1 1/2 Jahren eine 40qm-2-Raum-Wohnung (Parterre) mit einer kleinen Terrasse gemietet. Beide Räume haben ihre Fenster "hinten raus", es gibt keine Fenster zu anderen Seiten. Ein Raum, das Wohnzimmer, hat quasi eine komplett verglaste Aussenwand, also ein Riesen-Fenster mit verglaster Tür, um auf die Terrasse zu kommen. Man kommt also nicht umhin, nach draußen zu schauen. An die Terrasse angrenzend (mit ca 4m Abstand) ist ein Grundstück von ca 200m, auf dem bis jetzt das Gras grünte und jede Menge Bäume standen. Dahinter befindet sich ein Autocenter, das man aber nur im Winter durch die Bäume durchscheinen sah. Man hatte also den Großteil des Jahres einen wunderschönen Ausblick. Hinzu kommt, dass parallel zu den Grundstücken in ca 40m Entfernung die Hauptstraße verläuft. Durch die Bäume war man bis jetzt gut vor dem Straßenlärm sowie Abgasen geschützt. Bis jetzt.
Vom Makler kam damals kein Wort, was es mit dem angrenzenden Grundstück auf sich hat, nur "hat man nicht einen schönen Ausblick in dieser Wohnung?". Nach dem Einzug hat meine Mutter dann von anderen Mietern erfahren, dass das Nachbargrundstück seit über 10 Jahren so aussieht, und die Besitzer wohl uneins wären, was damit geschähe.
Nun, vor 10 Tagen begannen eifrige Arbeiter damit, jeglichen Baum auf dem Grundstück zu entfernen. Natürlich verließen die Mieter ihre Wohnungen und fragten bei den Arbeitern an, was hier geschehe. Das Grundstück wurde verkauft, und wird jetzt als Stellfläche für Automobile uä. verwendet. Ein Anruf beim örtlichen Grünflächen-Amt ergab, dass das Abholzen genehmigt wurde.
Jetzt fällt natürlich alles oben genannte weg: Schallschutz zur Straße (es wurden wirklich alle, auch riesige, Bäume, die das Nachbargrundstück und die Hauptstraße "trennten", entfernt), Abgasschutz, sowie die "wunderbare Aussicht". Im Moment sieht es aus, als hätte da eine Bombe eingeschlagen. Bäume liegen um, kreuz und quer, überall Baumstümpfe.
Jetzt habe ich im Internet zumindest herausgefunden, dass man die Miete wegen des Baulärms mindern kann, die Sägen sind zurzeit von 8 bis 17 Uhr im Einsatz, was aber viel wichtiger ist:
der Ausblick ist total im Eimer. Das hört sich lächerlich an, aber es ist vor Ort eine wirklich schlimme Sache, da man ja nur auf dieses Grundstück schauen kann, die Wohnung ist quasi auf das Grundstück gerichtet. Und wäre die Miete lächerlich gering, hätte ich meiner Mutter geraten, die Fenster irgendwie mit Folie oder ähnlichem zu verkleben, mit Motiven oä. Aber das ist sie nicht. Deshalb meine Frage: Wenn sich die Lage, der Wohnung, wie in diesem Fall, so drastisch verschlechtert, ist das dann ein Mietmangel, und man kann die Miete mindern? Meine Mutter hatte die Wohnung nur bezogen, weil sie eben statt einer Wand im Wohnzimmer ein riesiges Fenster mit wunderschönem Ausblick hat, ist ja klar, wenn man überlegt, eine Wohnung zu beziehen, und blickt dann auf so etwas wie es jetzt aussieht, wird man wahrscheinlich dankend ablehnen.
Achso, auf Anfrage anderer betroffener Mieter bei der Verwaltung der Wohnungen hieß es nur: Das geht uns nix an, ist ja das Nachbargrundstück.
Meine Mutter ist verzweifelt, deshalb habe ich ihr angeboten, mich schlau zu machen, sie befürchtet natürlich schon, nach nichteinmal 2 Jahren schon wieder umziehen zu müssen (und sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste), sie dachte halt, sie hätte nun ein Plätzchen zum Altwerden gefunden. Aber ist es das, worauf es hinausläuft? "Pech gehabt, dann müssen sie halt umziehen"?
Danke schon einmal für eure Hilfe, wenn das alles zu unübersichtlich ist, kann ich ja mal eine Skizze machen und anhängen,
Viele Grüße, Rosi