Liebe Forumsmitglieder,
nun habe auch ich ein Schreiben meiner Hausverwaltung erhalten, in welchem ich zur Zustimmung einer 10-prozentigen Mieterhöhung aufgefordert werde.
Ich wohne seit 9 Jahren in einer 2-Zimmerwohnung in Hamburgs Mitte. Vor 2 Jahren ist meine Frau bei mir eingezogen.
Die Wohnung befindet sich in einer lt. Schreiben normalen Wohnlage, hat 45 Quadratmeter Wohnfläche, und befindet sich im Endgeschoss (5. Stock) eines Altbaus (bis 1918).
Besondere Auststattung: 1 kleiner Balkon und Einbauküche. Dazu ein Minibad mit Dusche und in den 3 Räumen befindet sich jeweils (eher zum Nachteil) eine Nachtspeicherheizung.
Zur Wohnung gehört noch eine Dachbodenkammer. Die Wohnung wurde während der 9 Jahre nicht weiter modernisiert, es wurden von Vermieterseite lediglich 2 Mal Fugen in 2 Wänden ausgebessert und die Wände danach gestrichen und einmal wurde die Balkontür erneuert.
Zur Info: während die Wohnung unter mir vor 2 Jahren monatelang (gut ein halbes Jahrlang) komplett erneuert wurde, und hier von morgens bis abends der Boden bebte, habe ich kein Sterbenswörtchen bei der Verwaltung gesagt oder gar eine Mietminderung gefordert. Andersherum hat die Verwaltung auch 2010 erlaubt, dass meine Schwester während eines Auslandsaufenthaltes meinerseits für 6 Monate in meiner Wohnung wohnte.
Die Kaltmiete beträgt seit 9 Jahren 440 Euro, und somit knapp 9,80 Euro/qm und soll zum 01.11.um 10% auf 10,76 Euro/qm angehoben werden.
Die aktuelle ortsübliche Kaltmiete für vergleichbare Größe, Ausstattung und Lage in HH beträgt lt. gültigem Mietspiegel zwischen 7,25 und 11,50 Euro. der Mittelwert somit 9,375 Euro.
Ich zahle mit meinen 9,80 Euro/qm bereits seit dem Einzug vor 9 Jahren mehr als den Mittelwert, welcher 2013 sogar bei nur 8,23 Euro lag.
Sollte ich der Mieterhöhung auf 10,76 Euro/qm, welches lt. dem Schreiben ja "gnädigerweise" sogar noch 74 Cent unter dem Höchstwert liegt, nicht zustimmen, behält sich die Verwaltung vor, die Mieterhöhung einzuklagen.
Meine Frage nun: wie soll ich mich verhalten? Ist diese Mieterhöhung bezogen auf die von mir geschilderten Fakten rechtens? Was, wenn ich ihr widerspreche?
Im Hinblick darauf, dass meine Miete ja schon seit 9 Jahren und auch 2016 über dem Mittelwert liegt, und die Wohnung im Grunde wie oben beschrieben keine besonderen Merkmale hervorzuweisen hat, die den Wohnwert anheben und eine Mieterhöhung nochmals um 10% zulassen, würde ich eigentlich ungern zustimmen. Andererseits möchte ich es mir auch mit der Verwalterin nicht verscherzen, da wir eigentlich immer ein sehr gutes Verhältnis gepflegt haben und ich mit meiner Frau evtl. sowieso in 1 oder 2 Jahren woanders hinziehen werde.
Ich wäre für jede Meinung dankbar.
Lieben Gruß
Toto