Hallo zusammen,
Ich vermiete momentan mein Zimmer in einer 2er-WG unter, da ich beruflich in einer anderen Stadt bin. Der Untermietvertrag ist befristet und läuft Ende Juni aus, es gibt eine Kaution in Höhe von ca. einer Monatsmiete. Vorigen Monat gab es für ca. eine Woche kein warmes Wasser im Bad, da der Boiler kaputt war. Mein Untermieter hat mir daraufhin die Miete um 10% der Gesamtmonatsmiete (!) gekürzt. Das ist natürlich völlig überzogen, ich bin aber etwas unsicher, wie ich nun vorgehen sollte. Muss ich ihn zunächst abmahnen oder kann ich einfach einen Teil der Kaution beim Auszug einbehalten?
Wenn möglich, will ich ihn nicht abmahnen, damit er nicht aufgrund der Abmahnung auf dumme Ideen kommt und die nächste Monatsmiete nicht vollständig überweißt (oder ähnliches).
Für den Fall, dass es relevant ist, hier noch der genaue zeitliche Ablauf des Zwischenfalls und der Kommunikation mit meinem Untermieter:
1. Woche, Dienstag Vormittag: Mein Mitbewohner (nicht der Untermieter) meldet sich bei mir telefonisch und teilt mir mit, dass das warme Wasser im Bad nicht funktioniert. Er meinte dann er würde das beim Hausmeister oder der Hausverwaltung melden, was er dann auch getan hat.
1. Woche, Donnerstag Abend: Mein Untermieter beschwert sich bei mir, dass in der Warmwasser Sache nichts voran geht und dass er unter diesen Umständen nicht bereit ist die Miete in voller Höhe zu bezahlen. Außerdem würde er die Miete nicht überweisen, bis es wieder warmes Wasser gibt (es war gerade Ende des Monats). Habe ihm dann gesagt, die Miete dürfe er nicht zurückhalten. Diese und jegliche spätere Kommunikation lief übrigens über whatsapp.
1. Woche, Freitag Morgen: Mein Mitbewohner teilt mir mit, dass ein Handwerker da war, der Boiler kaputt sei und am Dienstag der kommenden ausgetauscht werden würde.
2. Woche, Donnerstag: Untermieter teilt mir mit, dass das Wasser funktioniert und er die Miete überwiesen hat.
2. Woche, Freitag: Ich stelle fest, dass nur 90% der Miete überwiesen wurden. Dies habe ich meinem Untermieter mitgeteilt. Seine Antwort war, dass 10% Mietminderung angebracht seien. Meine Antwort darauf: Er dürfe nur tageweise mindern und in der Form würde ich die Minderung nicht akzeptieren. Daraufhin keine Antwort mehr und seitdem keinerlei Kommunikation.
Vielen Dank schonmal für jegliche Hilfe!