Aqua,
Leute wie Du sollen sich nicht wundern, wenn es Vorurteile gibt.
Anscheinend hat man Dir in die Wiege geschrien. "Aus Dir wird nichts!"
Du weißt gar nichts von mir, was soll also das Gequatsche?
Es geht um etwas ganz anderes:
Ich denke man sollte als Vermieter/Eigentümer einfach immer bemüht sein, mit dem Mieter eine gütliche Einigung zu finden. Denn wenn man auf Gutsherrenart versucht sein Recht durchzusetzen, um den Mieter unmenschlich auf die Straße zu setzen, dann kann der Schuß voll nach Hinten losgehen. BUmm...
Angenommen ein Mieter steht unmittelbar vor der Räumung, er ist verzweifel und wütend, da kann es sein dass er die Wohnung/das Haus komplett mit Jauche/Gülle durchtränkt. Er braucht dazu ja nicht viel:
- 3 x Kanister à 20 Liter (oder mehr)
- 1 x Eimer
- 1 x Malerrolle
- 1 x Wischmop
- 1 x Atemschutzmaske
Dann geht er zum Bauern, lässte sich die Kanister mit Jauche vollfüllen (Grund: für den Garten). Der Bauer ist übrigens froh, dass er dafür sogar noch Geld bekommt. Dann geht er zurück in die Wohnung/das Haus, dürchtränkt die Malerrolle mit Jauche und verteilt das schön dick über alle Wände, Heizkörper, Fensterritzen, Türspalte, die Decken, den Boden, etc. Dann montiert er die Abflüsse ab und verlässt die Wohnung/das Haus. Den Schlüssel wirft er einfach weg, er braucht ihn ja nicht mehr. Wenn dann am nächsten Tag die Räumung vollzogen wird, dann ist es nicht der Mieter der auf die Knie geht, sondern der Eigentümer/Vermieter, denn er wird Gott um Erbarmen anflehen aber Gott wird sagen "Nein, weil Du so hartherzig warst".
Eine Wohnung/ein Haus, welches so mit Jauche durchtränkt wird, muss wirklich komplett entkernt werden, bis auf den Rohbau runter. Dann muss ALLES neu gemacht werden. Dadurch entstehen schon in einer 1-Zimmer-Wohnung Kosten in Höhe von mindestens 40.000,- EURO. Bei einem Haus möchte ich gar nicht über die Kosten nachdenken.
Natürlich würde der Mieter vor Gericht verlieren und auf Schadensersatz verurteilt ABER vielleicht gibt es ja bei ihm nichts zu holen. Viele Haushalte sind überschuldet und es gibt ja auch einen pfändungsfreien Betrag. So einfach wie man sich das vorstellt, ist es nicht Schadensersatz einzuholen.
Das wäre ein wirklich katastrophales Ergebnis für den Eigentümer/Vermieter. Nur weil er so hartherzig war und keine Fristverlängerung gewährt hatte.
Da würde ich als Vermieter lieber 6 Monate Fristverlängerung geben, anstatt mir so einen Supergau ins Haus zu holen.
Man sollte als Vermieter/Eigentümer wie gesagt immer versuchen sich im Guten zu einigen. Nur so als Hinweis.