Hallo Berny,
erst einmal vielen vielen herzlichen Dank für die Statements :)!
Ich weiß ja, dass wir so ziemlich alles falsch gemacht haben und ja, immerhin haben wir für die Zukunft gelernt ...
Zu den einzelnen Punkten:
Bzgl. Kautionsabtretung schreibst Du:
Zitat„Solche Händel sind kein Mietrecht.“.
Das heißt dann, es ist rechtlich auch so, dass wir gar keinen Anspruch auf die Kaution haben, weil wir zwar irgendwann mal Geld an die Vormieter überwiesen haben, es hierzu aber keine Dokumente gibt?
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[INDENT]Die Situation bei Einzug war eigentlich auch noch ein bisschen komplexer (wollte nur nicht noch mehr schreiben): Und zwar sind wir zu zweit in eine bestehende 3er-WG eingezogen und hatten dabei zunächst nur einen mündlichen Untermietvertrag. Die eine Mitbewohnerin, die bereits lange Jahre in der Wohnung wohnte, versicherte uns, dass das vom Vermieter so genehmigt sei und die Wohnung schon immer als 3er-WG genutzt werde.
Das Ganze ging allerdings nur ein paar Wochen gut, denn offensichtlich hatte der Vermieter nicht gewusst, dass mehr als zwei Personen in der Wohnung wohnen und hatte mehr Mieter nicht genehmigt, auch die Untervermietung hatte er wohl nicht explizit genehmigt. Deshalb zog dann auch die eine Mitbewohnerin aus, bei der wir ursprünglich mal eingezogen waren.
Da wir zwei beide dann also bereits ohne gültigen Mietvertrag mit Sack und Pack in unsere WG-Zimmer gezogen waren, gerade mitten im Klausurenstress steckten und schon wieder Wohnungssuche absolut nicht passte und wir Angst hatten, auf die Straße gesetzt zu werden, haben wir dann einfach schnell einen Wisch unterschrieben, den uns die dritte (dann Ex-)Mitbewohnerin unter die Nase hielt – ein Blatt, auf dem eben bloß stand, dass wir den (uns unbekannten) Mietvertrag übernehmen. Wir baten mehrfach um Einsicht in den Mietvertrag, aber damals lief alles über diese Ex-Mitbewohnerin, da wir gar keine Adresse oder Telefonnummer vom Vermieter hatten, und die fand ihn in ihren Unterlagen nicht. Ich weiß, alles furchtbar dumm... aber so war es eben.
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Diese ganze Episode, also dass unsere Vormieterin uns überhaupt hat einziehen lassen, ist aus Sicht des Vermieters vielleicht eine Abmahnung an „die Mieter“ – zumindest reibt er uns die Sachen aus den Vorjahren (war wohl schon einmal vorgekommen, dass er die 3 Mieter moniert hatte, was wir aber natürlich nicht wissen konnten) immer wieder unter die Nase und schreibt auch, dass ja eigentlich noch mehr Geld bekäme, da er von der verschollenen Ex-Mitbewohnerin auch noch keine Nebenkostennachzahlung (in Höhe von fast 400 €) für die erste Jahreshälfte erhalten habe.
Zur Rücknahme der Wohnung ohne frischen Anstrich hat sich natürlich der VERmieter bereit erklärt, sorry, das war ein Tippfehler von mir. Und ja, das war irgendwie basar-artig - wir dachten eben, dass sei ein super Angebot vom Vermieter, um uns wenigstens die Streicherei zu ersparen. Und es war tatsächlich auch ein Telefonat um zehn Uhr abends nach einem arbeits- und unireichen Tag, wir standen wohl auch ziemlich unter Druck, da alles so plötzlich kam
Bei der Schlüsselübergabe an den Nachbarn haben wir dann schon deutlicher protestiert – aber der Vermieter war auf irgendeiner Geschäftsreise und meinte eben, deshalb könne er die Wohnung nicht persönlich abnehmen. Umgekehrt wollten wir auch nicht, dass er uns noch den ganzen Januar in Rechnung stellt, weil wir die Schlüssel nicht zum Monatsende abgegeben haben.
Unseren Brief mit der Kautionsrückforderung vor einer Woche habe ich dann übrigens ganz ordentlich, natürlich mit Absender & Co., verfasst und per Einschreiben verschickt. Deshalb kommt es uns ja auch so komisch vor, dass er das Schreiben zunächst ignoriert hat und ich ihm nochmal meine Adresse schicken musste. Er hatte sowieso meine neue Adresse auch schon Ende Dezember erhalten, das allerdings (mal wieder) nur per SMS – über diesen Weg hatte er sie allerdings auch bei mir angefragt.
Zur Verfristung:
Zitat„- Die Forderung des VM war verfristet, da >6 Monate nach Rückgabe der Mietsache Euch zugegangen.“
Das bedeutet, Dübellöcher, Streichen usw. kann er uns nicht mehr in Rechnung stellen, die Nebenkosten aber schon? Ich hatte befürchtet, dass dieser Anspruch auch erst nach einem Jahr verfristet, aber wenn es hier schon nach 6 Monaten der Fall ist, droht uns zumindest bzgl. irgendwelcher Renovierungen keine Rechnung mehr?
Übrigens hat der Vermieter uns am Montag (per Email an meine Mitbewohnerin, welche aber in deren Spam-ordner landete) eine Zahlungsfrist für die 290 € von 14 Tagen genannt, schreibt jetzt aber (endlich schwarz auf weiß an meine Post-Adresse – das erste offizielle Schreiben von ihm überhaupt), dass er sich in den nächsten 10 Tagen um die Angelegenheit nicht kümmern kann, weil er nach China reist. Die ausgedruckte Email mit der 14-Tages-Frist vom Montag, also von vor 4 Tagen, hängt er dem Schreiben an.
Ich hoffe, unter diesen Umständen ist die genannte Zahlungsfrist ungültig - denn wenn er sich „abmeldet“ können wir ja gar nicht reagieren bzw. Widerspruch einlegen. Ich dachte auch ohnehin, dass man als Mieter eh immer 4 Wochen Zeit hätte, die NK-Abrechnung zu prüfen, aber das scheint dann nicht so zu sein?
Sorry, es ist alles durcheinander. Aber wir bemühen uns gerade wirklich, Ordnung hinein zu bringen, aber das ist echt nicht leicht, weil wir eben nicht einmal einen „linearen“ Schriftverkehr hinkriegen, sondern er auch seit dieser Woche wieder versucht, uns telefonisch, per Mailbox, per Email etc. zu erreichen.
Naja, ich hoffe, unsere ganzen Fehler von damals werden nicht zu teuer.
Danke jedenfalls noch einmal für den hilfreichen Rat und die Geduld mit dem unserem schlimmen Kuddelmuddel - wirklich super lieb, trotzdem darauf einzugehen!