Servus und guten Tag zusammen,
ich bin neu hier im Forum und habe ein kleines „Sorgenbündel“, welches sich anteilsmäßig hier wohl auch auf die einzelnen Subforen unterteilen ließe^^. Da ich noch nicht mit den Gepflogenheiten hier vertraut bin, hoffe ich, dass das soweit passt, dass ich meine Punkte erst einmal in diesem Thread hier zum Besten gebe…
Situation: Meine Frau und ich wohnen in unserer jetzigen Wohnung seit etwas mehr als einem Jahr. Wohnung bzw. Haus ist Baujahr ~1980 und hat eine mit Strom betriebene Nachtspeicherheizung, womit auch schon der größte Nachteil der Wohnung vorweggenommen ist. Gleichzeitig ist die Kaltmiete, also letztlich der Preis pro m² bereits am oberen Ende des örtlichen Mietspiegels angesiedelt. Beim Einzug wurde mir (nur so nebenbei) KEIN Energieausweis für die Wohnung vorgelegt, ich nehme auch nicht an, dass einer existiert bzw. durch den Vermieter erstellt wurde. Ich sah mich allerdings nicht in der Lage auf einen „zu bestehen“, da ich mich hier nicht am längeren Hebel sitzen sah. Sprich: Auch hier bei mir scheint mir die Nachfrage nach brauchbaren Wohnungen größer zu sein als das Angebot.
Ich hoffe, das reicht soweit an Vorinformationen. Nun zu meinen Fragen/Anliegen:
1. Heizung:
Nach den Erfahrungen im ersten Jahr besteht zumindest der starke Verdacht, dass die Bodenheizung „nicht richtig funktioniert“ um es gelinde auszudrücken. Einige Räume werden nicht richtig warm, die Zuordnung der einzelnen Sicherungen bezogen auf den „Standort“ innerhalb der Wohnung ist unklar –das ist alles schon ein bisschen abenteuerlich. Vor allen Dingen scheint die Heizung aber seit der Installation im Baujahr nicht wesentlich modernisiert oder mal gewartet worden zu sein, jedenfalls habe ich keine Informationen darüber. Dass eine solche elektronische Anlage nach mehr als 30 Jahren aber immer noch einwandfrei funktioniert, wage ich mal zu bezweifeln, wenn jeder Wasserkocher bereits nach 2 Jahren den Geist aufgibt
Ohne genaue Kenntnisse in diesem Gebiet zu haben, glaube ich jedoch davon ausgehen zu können, dass diese Heizungsart zwar Wartungsärmer ist als beispielsweise eine Öl- oder Gasheizung, jedoch kann ich mir nicht vorstellen dass eine solche wie gesagt 30 Jahre am Stück und mehr, noch so funktionieren sollte wie am ersten Tag. Dass das eine sauteure Variante der Beheizung ist, dürfte auch klar sein. Das bringt mich direkt zu Punkt 2:
2. Isolierung:
Hier spielt das mit rein, was ich auch eingangs über den Energieausweis gesagt habe. Auch hier bin ich wiederum kein Experte, aber die Isolierung der Wohnung ist augenscheinlich äußerst bescheiden, würde ich sagen. So verfügt das Wohnzimmer über eine Holzwand/-konstruktion die Wohnraum vom Balkon trennt. Bei genauem hin sehen kann man sogar Spalten zwischen den Rahmen erkennen. Das sorgt zum einen natürlich dafür, dass ich hier wohl nie ersticke, auf der anderen Seite ist auch deutlich bemerkbar, dass bei starkem Wind die Wärme im Wohnraum deutlich abnimmt.
3. Asbest:
Jetzt wird es wohlmöglich richtig kritisch^^: Natürlich bin ich auch beim Thema Asbest, bzw. bei der Identifizierung von solchem Material kein Experte. Aber mein Nachbar behauptet, dass die oben angesprochene Holzwand/-konstruktion sowie Teile des Balkons eindeutig mit Asbestplatten verbaut sind. Entwarnend meinte er zwar gleichzeitig dazu, dass die „zwar nix machen“, außer ich würde daran rumsägen (was ich natürlich nicht machen werde!), aber hier stellt sich mir natürlich auch die Frage, ob ich das so hinnehmen muss.
Zusammengefasst:
1. Schlechte Heizung
2. miese Isolierung
3. wohlmöglich Asbestplatten verbaut.
Nun stellen sich für mich folgende Fragen:
zu 1.: Meine „Bedenken“ bzgl. der Heizung habe ich meinem Vermieter natürlich schon breit dargelegt und beschrieben. Seine Reaktion war zunächst ein ziemliches Spiel auf Zeit, aber nun hat er angekündigt, dass er im Herbst eine neue Heizung installieren lassen will. Das dies aber auch so kommen wird, wage ich mal zu bezweifeln. Vielmehr denke ich, dass er mir „generös“ eine Mietminderung anbieten wird. Frage: Ist das angesichts des fehlenden Energieausweises und der Gesamtsituation nicht ohnehin fällig? Werde ich diese nicht auch rückwirkend einfordern können?
zu 2.: Spielt ja im Prinzip bei 1. mit rein.
zu 3.: Auch hier die Frage der Mietminderung bzw. was meine Möglichkeiten/Forderungsmöglichkeiten sind (außer sofort ausziehen!).
Danke im Voraus für jedwede Hilfe!
Schönen Tag noch…