Guten Morgen und erst einmal Schöne Ostern!
Ich schlage mich seit langem mit meiner NKA für 2013 rum und ein wirkliche Lösung ist noch nicht in Sicht.
Folgender Sachverhalt:
Meine Frau und ich (beide 8h erwerbstätig) wohnen in einem 2-Mietparteien-Haus. Die andere Mietpartei ist ebenfalls ein 2-Personen-Haushalt (Er: Vorruhestand; Sie: Erwerbsunfähig). Beide Wohnung sind mit 93,81 qm gleich groß.
Laut NKA sollen wir 800EUR nachzahlen (mtl. Abschlag: 200EUR). Aufgrund der hohen Forderung habe ich mich intensiver mit der Abrechnug beschäftigt und bin auf Unplausibilitäten gestoßen:
1. Der Warmwasserverbrauch der anderen Mietpartei soll 1,7 cbm pro Jahr!!! betragen. Der Kaltwasserverbrauch.
2. Bei einer gleichen Wohnungsgröße verbraucht die andere Mietpartei ca. 600 Einheiten, wir 9.200 Einheiten
Das bedeutet somit das eine Mietpartei (in diesem Fall wir) 94% der Heizkosten verursachen soll!?
Beide Werte sind aus meiner Sicht unplausibel bei ähnlichen Voraussetzungen beider Mietparteien.
Der Gesamtverbrauch von 19,7MWh Fernwärme würde bezogen auf unsere Wohnung ca. 210kWh/qm bedeuten.
Das Haus wurde vor ca. 5 Jahren saniert. D.h. für ein saniertes Haus erscheint mir der Wert zu hoch. Und wenn es so wäre, dann müsste es bei anderen Mietpartei arschkalt sein im Winter, wenn man die Verbrauchswerte heran zieht.
Eine Möglichkeit wäre, dass die andere Partei mit Strom heizt. Hier liegt der Verbrauch aus meiner Sicht nicht hoch genug, um damit eine 98qm-Wohnung zu heizen: Jahresverbrauch ca. 4.400kW (wir: 2.200 kW)
Hier mal die Techem-Abrechnung mittels elekt. Heizkostenverteiler und elektr. Wasseruhren (Funkübermittlung):
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Seit einer Woche beobachte ich die Wasser- und Stromzähler täglich. Der Verbrauch spiegelt sich derzeit tatsächlich wieder - Wir: 1cbm; Nebenwohnung 15Liter!!!
Es ist nicht so, dass wir nicht bereit wären, dass zu zahlen, wenn wir es verbrauchen. Allerdings bin ich doch recht stutzig bei den anderen Verbrauchswerten. Obwohl wir nicht unbedingt sparsam sind, gibt es für mich derzeit keine Begründung für solch krasse Verbrauchsunterschiede.
Auf die Hausverwaltung kann ich hier nicht zählen:
- sie haben in meinem Widerspruch nicht verstanden, was das Problem ist
- nach 2 Mahnungen und 2 weiteren Widersprüchen gegen die Mahnungen noch keine Reaktion auf unsere Schreiben
- eine Antwort erhielten wir dann erst nach über 3 Monaten nach mehrmaligen Telefonaten/Nachfragen, da wir eine Lösung des Problems unsererseits anstreben
- in der Antwort wurden lediglich unsere Verbräuche bestätigt (was ja nicht das eigentliche Problem ist).
Was ist die Meinung von erfahrenen "NKA-Prüfern" hier?
Sind diese Unterschiede möglich und die Zahlen plausibel?
Lohnt es sich zu einem Anwalt zu gehen, der sich damit beschäftigt? Und ggf. einen Gutachter damit beauftragt?
Im Vorraus besten Dank für Meinungen und Kommentare!
Jörg