Beiträge von Tamrukrihla

    Mit der Hausverwaltung kommen wir gut aus und wir wollten natürlich erstmal die Gelegenheit geben, zu reagieren.
    Nach Angabe der Hausverwaltung ging heute die erste Abmahnung raus (1,5 Monate nach Einzug der Mieter).

    Über eine Mietminderung haben wir auch schon mit den anderen Mietparteien gesprochen und werden diese, falls nötig, gemeinsam anstreben.

    Bei 5 Parteien ginge der Hausverwaltung bei jewels 20% damit ca. eine ganze Miete für eine Wohnung verlustig.

    Soweit ich weiß, kann sich der Vermieter bei Mietminderung sogar an die lärmverursachende Partei wenden und auf Schadensersatz klagen.

    Wir haben heute nach Rücksprache mit der Hausverwaltung ein gutes Gefühl, dass die Lärmverursacher, denen alles egal zu sein scheint und die ihr Verhalten deshalb vermutlich nicht ändern werden, bei einem Andauern der Situation relativ bald ihre Kündigung empfangen werden.

    Die Protokolle führen wir natürlich weiter und wir haben vor, diese von den anderen Mietparteien im Haus unterschreiben zu lassen oder sogar ein gemeinsames Lärmprotokoll anzufertigen, damit die Hausverwaltung im Falle einer Verhandlung etwas Konkretes vorzuweisen hätte.


    Sowas ist mir nicht bekannt.

    Schade.


    Ich würde das per Einwurfeinschreiben machen.

    Wir verschicken zusätzlich natürlich die protokollierten Vorfälle, sowie eine Beschwerde per E-mail. Wir erhalten auch immer Bestätigung von der Hausverwaltung, dass sie diese erhalten haben.


    Legal wäre, wenn VM+M sich darauf einigen, auf eine Kündigung innerhalb einer gewissen Zeit zu verzichten.

    Was ja durch das Unterschreiben des Mietvertrages geschehen ist!?


    Wer hat wann was gemacht, wie wirkte es sich aus, wer ist Zeuge? (Die "berühmten Ws")

    Soweit bekannt, nur nach Recherche im Internet scheinen sehr, sehr viele Leute Lärmprotokolle zu führen, aber die meisten scheinen keine konkreten Erfolge zu verbuchen. Mein Eindruck ist, dass dies ein sehr langwieriger Prozess ist, der in vielen Fällen nicht zum erwünschten Resultat führt, weshalb ich mich gefreut hätte, wenn jemand vielleicht eine Erfahrung gehabt hätte, in der dies zum gewünschten Erfolg geführt hat.

    Wir werden vermutlich erstmal weitermachen und hoffen, dass bald etwas fruchtet.
    Wie ich unsere Nachbarn einschätze, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es dort wieder ordentlich knallt und vielleicht löst sich das Problem dann ja von allein. Sollte sich demnächst nichts ergeben, werden wir sicher intensiver über einen Umzug nachdenken.

    Danke für die schnellen Antworten!

    Ich dachte, die Hausverwaltung wäre vielleicht an irgendwelche gesetzlichen Bestimmungen gebunden, wann oder wie schnell nach Erhalten einer Beschwerde sie abmahnen muss, sie weiß ja jetzt von der Beeinträchtigung seit mindestens 2 Wochen.
    Wir werden, wie oben erwähnt, morgen natürlich nochmal bei der Hausverwaltung anrufen, hätten halt nur gern gewusst, ob die Hausverwaltung vielleicht sogar dazu verpflichtet ist binnen soundsoviel Zeit etwas zu unternehmen.

    Mit dem Gedanken des Ausziehens haben wir auch schon gespielt.
    Im Mietvertrag meiner Freundin befindet sich eine Klausel, die ihr einen Auszug in den 12 Monaten nach Einzug verbietet.
    Ist sowas legal? Also mir ist schon klar, dass man im Zweifelsfall natürlich versuchen kann, den Vermieter dazu zu bewegen einen frühzeitig aus dem Vertrag zu entlassen und bis Dezember ist ja nun auch nicht mehr solange hin, bei der aktuellen Wohnungssituation hier brauchen wir vermutlich auch so lange, um eine neue Wohnung zu finden.
    Allerdings gefällt es uns beiden ansonsten hier im Stadtteil recht gut und es wäre uns natürlich lieber, wenn die Störenfriede ausziehen müssten und nicht wir.
    Das scheint uns auch etwas drastisch. Viele Freunde von uns leben hier und unser Sohn hat gerade seine Eingewöhnung in der Krippe.
    Zumal sich andere Nachbarn ja auch gestört fühlen und sich beschweren.

    Es wurde heute Abend tatsächlich wieder laut, wir haben die Polizei gerufen und einer der Beamten war wohl schon gestern im Haus und auch auf der Wache kannte man die Namen unserer Nachbarn schon.
    Man riet uns auch davon ab alleine hinunterzugehen.
    Nachdem die Polizei da war, war es kurz leise, danach zogen die 4 laut gröhlend Richtung Tankstelle davon und beim Wiederkommen rief der vermeintlich illegale Untermieter vor dem Haus laut "Heil Hitler!".
    Gegen so etwas kann man aus dem Stehgreif halt nichts unternehmen, solange nicht zufällig gerade Beamte zugegen sind und uns bleibt natürlich nichts anderes übrig als das ins Lärmprotokoll zu schreiben, was natürlich irgendwie unbefriedigend ist, die Störungen hören ja davon nicht plötzlich auf und das Ganze nagt auch an uns.

    Vielleicht hat ja jemand positive Erfahrungen mit einem Lärmprotokoll gemacht und kann schildern, wie das abgelaufen ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Moin,

    und zwar geht es um eine 3 Zimmer Wohnung in einem zweistöckigen 6 Parteien Haus mit 3 Parteien pro Etage, die von meiner Freundin und meinem 1,5-jährigen Sohn bewohnt wird.
    Ich selbst verbringe einen großen Teil meiner Freizeit dort, bin aber unter der Woche ca. 9 Stunden auf Arbeit und habe zur Zeit eine Wohnung 2 Häuser weiter angemietet.

    Meine Freundin bewohnt diese Wohnung nun seit Dezember und war bis Anfang August auch noch sehr zufrieden mit ihren Nachbarn und ihrer Wohnsituation generell.
    Klar waren die Nachbarn oder auch wir (bzw. unser Sohn, was ja nunmal nicht zu ändern ist) MAL laut, aber es hielt sich alles in Grenzen und man hat gegenseitig Rücksicht genommen.

    Nun ist Anfang August ein junges Pärchen (m20/w23) in die baugleiche Wohnung direkt unter meiner Freundin ins EG gezogen und bereits bevor die Wohnung überhaupt eingerichtet war, haben der junge Mann und ein Freund die Wohnung für ein lautstarkes Saufgelage genutzt (Wie wir dem starken Hallen entnehmen konnten).
    Dies hörten wir deutlich am Rumgegröhle, dem Flaschenklirren, der Musik und den besoffenen Gewaltgesängen, die von stetigem Trampeln untermalt wurden.

    Da meine Freundin allerdings 2 Tage später für 10 Tage (bis zum 24.08.) zu ihren Eltern gefahren ist, haben wir dagegen nicht sofort etwas unternommen. Wir hatten aber beide das Gefühl, dass das so weitergehen würde.

    Als meine Freundin dann wiederkam bestätigte sich dieses Gefühl: Ihre Schwester, ihre Nichte und ihr Neffe blieben noch eine Nacht zu Besuch und ihre Schwester wurde von Geräuschen geweckt, die sich im Nachhinein als Kopulationsgeräusche entpuppten.

    Die darauffolgenden Tage hörten wir ständig nachmittags oder abends gegen 8, wenn wir unseren Sohn so langsam bettfertig machen, Bass dröhnen und haben die Nachbarn auch täglich aufgesucht und darum gebeten, dass sie die Musik doch bitte leiser stellen sollen.
    Dies taten sie auch immer, jedoch schien am nächsten Tag alles wieder vergessen und wir konnten uns erneut beschweren.
    Wie man sich vorstellen kann, begannen wir langsam wütender zu werden.

    Am Freitag derselben Woche eskalierte die Situation meiner Nachbarn während meine Freundin und ich um ca. 23 Uhr einen Film sahen.
    Es begann als lautstarker Streit und auf einmal hörte es sich an, als ob etwas durch die Wohnung flog, danach klirrte Glas und die junge Frau schrie nach Hilfe und der Polizei, die wir natürlich umgehend riefen.
    Natürlich wachte unser Sohn schreiend auf und die anderen Nachbarn waren auch sofort auf den Beinen und im Treppenhaus.

    Um das ganze abzukürzen: Wie wir herausfanden, haben die Nachbarn scheinbar ihre alte Wohnung schon wegen häuslicher Gewalt verloren (Dies gaben sie während besagter Situation ganz offen zu) und haben den Vermieter bzw. die Hausverwaltung ausgetrickst, indem einfach nur die Frau als Haupt- und ihr Freund als Untermieter eingetragen sind (Untermieter werden von der hiesigen Hausverwaltung aus mir schleierhaften Gründen weniger gründlich durchgecheckt als Hauptmieter).

    Die junge Frau wurde zu ihrer Mutter gebracht, stand aber ca. 2 Stunden später (so gegen 1:30) wieder vor der Tür und der Streit ging erneut los, sodass wir die Polizei am gleichen Abend noch einmal verständigen mussten.

    Das alles ist sicher tragisch und sicherlich brauchen die beiden Hilfe, aber uns als Eltern und Mieter interessiert natürlich vornehmlich, dass unser Sohn nicht von lauten Handgreiflichkeiten geweckt wird und dass wir Ruhe haben.

    Wie dem auch sei, nach diesem Vorfall haben wir uns natürlich mit der Hausverwaltung, die sich über die beschriebenen Vorfälle und auch die angebliche Kündigung der alten Wohnung, wegen häuslicher Gewalt überrascht zeigte, in Verbindung gesetzt, welche uns auch zusicherte, die betreffende Partei bei weiteren Vorfällen dieser Art zu kündigen und sich mit dem alten Vermieter (einer Wohnungsgesellschaft) in Verbindung zu setzen, um zu überprüfen, ob die Mietbescheinigung gefälscht sein könnte.

    Außerdem haben wir mit den anderen Mietparteien gesprochen und wie sich herausgestellt hat, fühlen sich alle 4 anderen Parteien ebenfalls gestört.

    Wir haben unserer Hausverwaltung auch auf deren Wunsch letzte Woche ein Lärmprotokoll zukommen lassen und ein anderer Nachbar führt ebenfalls eines.

    Auch haben wir das Einverständnis der anderern Mietparteien und auch einer Partei im gegenüberliegenden Haus, diese als Zeugen für die wiederkehrenden Ruhestörungen/lautstarken Streits/Parties/Alkoholgeruch im Treppenhaus/etc. anzugeben.

    Seitdem haben wir uns dreimal direkt bei den Nachbarn beschweren müssen und zweimal fast die Polizei gerufen, da es letzten Donnerstag gegen 23 Uhr vor der Haustür zu einem lauten Streit mit Fäkalausdrücken kam, der beinahe handgreiflich wurde und weil das Lärmniveau ein dermaßen hohes Level erreichte, dass normale Beschäftigungen beinahe unmöglich wurden.

    Mittlerweile ist seit Dienstag Lärm und wir haben das Gefühl, dass sie ohne Einwilligung des Vermieter ein weiteres Pärchen bei sich wohnen lassen (Sie hängen gemeinsam Wäsche auf, saufen beinahe täglich und sind laut, d. h. sie rufen abends laut vor dem Haus, unterhalten sich alkoholisiert natürlich entsprechend laut, machen dauernd laute Musik an usw.).
    Es ging sogar soweit, dass als wir gestern um Ruhe baten, nicht der uns bekannte Untermieter und Freund der Hauptmieterin antwortete, sondern sich der Besuch/illegale Untermieter zu Wort meldete.

    Als meine Freundin sagte, sie wolle mit jemandem reden, der dort auch wohnt, antwortete dieser, sie solle mal in Mietvertrag gucken.
    Dies kommt uns auch deshalb komisch vor, da an der Klingel lediglich die Namen der Hauptmieterin und des bereits bekannten Untermieters stehen und wir uns nicht vorstellen können, dass unsere Hausverwaltung es genehmigen würde, wenn 4 erwachsene Personen auf 50 qm zusammen wohnen, zumal die Wohnung nicht Wg-tauglich geschnitten ist, da das Wohnzimmer ein Durchgangzimmer zum Schlafzimmer ist und der dritte Raum extrem klein.

    Außerdem wird der Tonfall uns gegenüber immer unhöflicher, wenn wir um Ruhe bitten und es wird scheinheilig so getan, als wenn man nicht wüsste, worum es geht.
    Wir haben langsam natürlich keine Lust mehr immer und immer wieder hinuntergehen zu müssen, weil unsere Wände und unser Fußboden ob des Basses vibrieren oder weil man sich abends gegen 11 immer noch anschreit, da man dermaßen angetrunken ist, dass normale Gespräche nicht mehr möglich sind.

    Wir werden das nächste Mal (Wir vermuten heute abend) einfach die Polizei rufen und natürlich morgen die Hausverwaltung über die möglicherweise illegale Untervermietung informieren.

    Was wir uns einfach fragen ist, warum die Hausverwaltung scheinbar noch nichts unternommen hat, obwohl in der kurzen Mietzeit (1,5 Monate) bereits diverse Beschwerden eingegangen sind und viermal die Polizei im Haus war (wie der Nachbar, der das Lärmprotokoll führt, uns mitgeteilt hat, war während der Abwesenheit meiner Freundin auch zweimal die Polizei da).

    Weiß jemand konkret, was man da noch machen könnte?

    Meine Freundin wird morgen früh eine Anzeige wegen Ruhestörung stellen, wie gesagt schreiben wir natürlich fortlaufend das Lärmprotokoll und wir werden uns auch nochmal mit der Hausverwaltung in Verbindung setzen.
    Außerdem werden wir nächste Woche vermutlich ein Beratungsgespräch bei einem Anwalt führen, aber es wäre uns natürlich lieber, wenn wir nicht dermaßen viele Kosten und Zeit aufwenden müssten, sondern uns die Hausverwaltung, worum wir in unserem Schreiben auch eindeutig gebeten haben, so weit wie möglich unterstützt.

    Oder weiß jemand, wie lange es dauert bis eine Hausverwaltung aktiv wird oder wann die Hausverwaltung aktiv werden muss?

    Es kann ja nicht sein, dass bei einer derartigen Vielzahl von Belästigungen nichts passiert, obwohl sich mehrere Parteien beschweren und als Zeugen anbieten.

    Danke im Voraus für interessante Antworten und Erfahrungen,

    mit freundlichen Grüßen!

    Vielen Dank für die ganzen Beiträge!
    Ich werde jetzt erstmal bis zum 31.03. warten und dann eine Nachfrist bis zum 14.03. einräumen.
    Falls bis dahin nichts passiert ist, werde ich wohl eine Räumngsklage anstreben müssen.



    Einzig wäre noch zu überprüfen, wie es mit der Prozesskostenhilfe aussieht. Da müsste man sich mit dem zuständigen Amtsgericht in Verbindung setzen und einen Antrag stellen.

    Das werde ich auch sofort tun.

    Berny, das war eine ernstgemeinte Frage.

    Ich habe meinen UM vor der Entscheidung ihm zu kündigen mehrmals mündlich und auch im Beisein von Zeugen dazu aufgefordert dieses Verhalten zu unterlassen und Rücksicht auf mich zu nehmen, beispielsweise durch Lüften, das Lagern der Bierdosen in seinem Zimmer oder den gemäßigten Konsum, außerdem habe ich ihn gebeten sich auf eine Art und Weise zu verhalten und zu präsentieren, die es mir möglich macht meinen Sohn,r meinen Bruder oder anderen Besuch zu empfangen, was weder vor der Kündigung noch bis heute geschehen ist.
    Er macht weder Anstalten sein Verhalten zu ändern, noch scheint er gewillt Verantwortung für dieses zu übenehmen.
    Stattdessen versucht er permament sich rauszureden und wenn Gespräche nicht verlaufen, wie er es sich vorstellt redet er tagelang nicht mit mir und bleibt der Wohnung fern, nur um irgendwann im volltrunkenen oder schlimmeren Zustand zurückzukommen.
    Nun sind ja aber, wie ich geschrieben habe, zwischen Absendung der ersten Kündigung und dem Rückerhalt meines Einschreibens beinahe 3 Wochen vergangen, die ja nicht einfach so verstrichen sind, sondern in denen sich trotz geführter Gespräche und der Information über die Kündigung keine nachhaltige Veränderung zum Bessern eingestellt und es weitere Vorfälle gegeben hat.
    Soweit ich richtig informiert bin, bin ich bei einer außerordentlichen fristlosen Kündigung ja dazu angehalten den Sachverhalt genauestens zu schildern.
    Die Verzögerung im Erhalt der Kündigung hat mein UM ja bewusst provoziert, indem er einfach das Einschreiben nicht abgeholt hat.
    Auch habe ich meinen UM über die Kündigung informiert und ihn mehrmals aufgefordert diese von der Post abzuholen.
    Er bleibt momentan tagelang der Wohnung fern und lässt, wie ich es beschrieben habe, Essensreste in seinem Zimmer verfaulen.
    Vom übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum und der damit einhergehenden Geruchs- und Lärmbelästigung, sowie dem psychischen Druck, dem ich aufgrund seiner mangelnden Beherrschung weiterhin ausgesetzt bin und der Unmöglichkeit Besuch einzuladen, da ich fürchten muss, dass er diesen vergrault ganz zu schweigen.

    Meine Frage war einfach, ob ich ihm lediglich die ursprüngliche Kündigung oder dazu noch ein ergänzendes Schreiben, das sich mit der aktuellen Situation und auch seiner absichtlichen Verzögerung des Erhaltes der Kündigung befasst, zustellen soll.

    Mittlerweile habe ich ihm übrigens im Beisein meiner Freundin die ursprüngliche Kündigung unter der Tür durch geschoben.
    Sollte ich noch ein ergänzendes Schreiben aufsetzen?
    In der ursprünglichen Kündigung, die er ja nun erhalten hat, habe ich ihm aus Kulanz eine Frist meinerseits bis zum 31.03. gegeben, um mir das besenreine Zimmer zu übergeben.
    Dies ist jetzt aber in 10 Tagen.
    Bezüglich dessen was sense sagte, muss ich ja auch aufpassen, dass ich ihm keine zu große Frist setze, da die Kündigung sonst unwirksam wäre.
    Ist diese Frist noch angemessen?
    Und außerdem frage ich mich, wie ich es mit seiner Miete für April handhaben soll.
    Diese wird ja wahrscheinlich vom Jobcenter wie gehabt an mich überwiesen werden, weil er versäumen wird das Jobcenter über seine Kündigung zu informieren.
    Wie soll ich mich diesbezüglich verhalten?

    @sense, so wie das aussieht werde ich mir eine Räumung gar nicht leisten können, wenn ich dafür vorher den kompletten Gerichtskostenvorschuss bezahlen muss. :(

    Danke für die schnelle Antwort.
    Auf den Paragraphen 569 habe ich mich in meiner Kündigung auch bezogen.
    Das mit der Zustellung im Beisein eines Zeugen ist machbar, denke ich.
    Nur vermute ich, dass mein Untermieter trotzdem nicht ausziehen wird und ehrlich gesagt geniere ich mich auch ein wenig die Person, trotz des untragbaren Verhaltens, auf die Straße zu setzen.
    Da jedoch in den letzten 3 Wochen keine ernsthaften Anstalten seitens meines Untermieters unternommen wurden, sich nach einer neuen Bleibe umzusehen, wird mir vermutlich nichts anderes übrig bleiben.
    Muss ich eine neue Kündigung schreiben, in der ich mich auf die alte Kündigung und den, trotz der Aufforderung meinerseits die Kündigung abzuholen, erfolglosen Zustellversuch beziehe oder reicht es, wenn ich zusätzlich zu der alten Kündigung einen neuen Schrieb anfertige, in dem ich die Verfehlungen und Beeinträchtigungen der letzten 3 Wochen, sowie den erfolglosen Zustellversuch erwähne und ihm dann beides auf einmal zustelle?
    Ist es auch möglich meinem Untermieter trotz der fristlosen Kündigung eine Frist aus Kulanz meinerseits einzuräumen, also beispielsweise den 30.04.?
    Dann würde ich mich besser fühlen, ihm wenigstens eine relle Chance geboten zu haben, seine Angelegenheiten zu regeln.
    Wenn ich eine Räumungsklage anstreben sollte, wie lange dauert sowas in etwa?

    Moin,

    seit dem 20. Dezember 2014 wohnt ein Untermieter mit mir in meiner Wohnung.
    Der Untermietertrag ist unbefristet und das Zimmer unmöbliert, jedoch gehören mir alle wichtigen Geräte zur Führung des Haushalts, d. h.: Einbauküche inkl. Spüle und Herd und Waschmaschine und alle Lampen außer im Zimmer des Untermieters. Der Teppich in seinem Raum gehört auch mir.
    Ich habe mich aus finanziellen Gründen dazu entschieden ihn bei mir aufzunehmen, da meine Freundin und mein Sohn aus Platzgründen in eine Wohnung 2 Häuser weiter gezogen sind.

    Zunächst bin ich mit meinem Untermieter auch gut ausgekommen, wir haben vorher klare Absprachen getroffen, in denen es hauptsächlich um seinen Alkohol- und Marihuanakonsum ging.

    Ich persönlich trinke weder Alkohol, noch konsumiere ich Marihuana, jedoch habe ich einige Bekannte die entweder das eine oder das andere oder beides tun.
    Solange die Leute wissen wo ihre Grenzen sind und andere dadurch nicht beeinträchtigen habe ich persönlich auch kein Problem damit.

    Wie sich herausgestellt hat, hat mein Untermieter jedoch sein Konsumverhalten nicht im Griff und hält sich auch nicht an zuvor getroffene Absprachen.
    Diese waren zum Beispiel, dass er Marihuana nur in seinem Zimmer konsumiert und mich dadurch nicht beeinträchtigt, gleiches gilt für den Alkohol.
    Jedoch hat er im Verlauf unseres nun 3-monatigen Mietverhältnisses sein zuvor einwandfreies Verhalten diesbezüglich geändert und ist mir gegenüber, als ich ihn darauf hinwies Rücksicht zu nehmen, auch ausfallend geworden und zeigte sich uneinsichtig.
    So hat er die Tür zu seinem Zimmer als er Besuch hatte offen gelassen, wodurch sich ein starker Geruch nach Marihuana in der Wohnung verteilt hat.
    Zeitgleich war jedoch mein 16-jähriger Bruder da.
    Ich habe ihn dann aufgefordert zu lüften und diesen Geruch einzudämmen und ihn auch noch einmal darauf hingewiesen, dass ich verpflichtet bin meinen minderjährigen Bruder vor schädlichem Einfluss in meinem Beisein zu schützen.
    Er erwiderte jedoch, er habe an diesem Tag schon gelüftet und kam meiner Bitte nicht nach.
    Dieses Verhalten seinerseits steigerte sich zunehmend und irgendwann kam er sogar morgens betrunken mit seiner Wasserpfeife in mein Zimmer als mein Bruder da war.
    Auch scheint es, dass er ein massives Alkoholproblem hat, welches sich durch mehr oder weniger starke Ausfallerscheinungen äußert.
    So ist er beispielsweise unter Alkoholeinfluss ausfallend mir gegenüber, meiner Freundin gegenüber und auch meinem 1-jährigen Sohn gegenüber geworden (der versteht ihn zwar noch nicht, jedoch haben meine Freundin und ich ihn dazu aufgefordert das zu unterlassen, was er nicht tat).
    Seitdem halte ich meinen Mitbewohner von meinem Sohn und meinem Bruder fern, da ich sie m. E. nicht einladen kann ohne sie einer Gefährdung auszusetzen. Dadurch fühle ich persönlich mich aber sehr unwohl in meiner eigenen Wohnung.
    Außerdem ist er betrunken auf meinen Tisch gefallen und hat eine Tasse dabei zerstört, sodass die Scherben auf meinem Bett landeten. An einem anderen Tag hat er Bier auf meinem Bett verteilt und einmal ist er abends dreimal in Unterhosen in mein Zimmer gekommen um sein Marihuana zu suchen.
    Er hat mir sogar im Beisein meines Bruders auf die Rippen geboxt, weil er nicht zufrieden war, dass ihm keine Aufmerksamkeit zuteil wurde.
    Aufgrund dieser andauernden Störungen und weil er in seinem Zustand weder ansprechbar noch dialogbereit erschien habe ich mich dann entschieden ihm vor 3 Wochen fristlos zu kündigen.
    Ich habe in dieser Kündigung das gesamte eben beschriebene Verhalten aufgeführt und ihn darauf hingewiesen, dass ein Fortbestehen des Mietverhältnisses unter diesen Umständen für mich nicht mehr zumutbar ist, da ich durch sein unberechenbares Verhalten eine Gefahr für mich und andere in ihm sehe und es nicht sein kann, dass ich seinetwegen keinen Besuch empfangen kann und durch sein Verhalten eine fortwährende Beeinträchtigung meiner Lebens- und Wohnqualität in Kauf nehmen muss.
    Ich habe ihn nach dem Abschicken der Kündigung auch persönlich darauf angesprochen, um ihn darauf vorzubereiten, und er hat auch verständig reagiert und gesagt, er verstehe meine Beweggründe und werde sich nach einer neuen Wohnung umsehen.
    Als dann der Abholschein zur Kündigung im Postkasten lag, hat er diesen allerdings nicht zur Post gebracht und so kam meine Kündigung vorgestern zu mir zurück.
    Als ich ihn darauf ansprach, sagte er zu mir, er habe sie zwar nicht abgeholt aber akzeptiert.
    Nun hat sich sein Verhalten jedoch in den letzten 3 Wochen kaum verändert und ist sogar schlimmer geworden.
    So musste ich gestern Nacht meine Wohnung verlassen und bei meiner Freundin Obdach suchen, da während er Besuch hatte ein derart penetranter Alkoholgeruch aus seinem Zimmer kam, dass ich nicht schlafen konnte.
    Auch bleibt er manchmal tagelang fort und in seinem Zimmer vergammeln Essensreste und es riecht stark nach abgestandenem Bier und nach Tabak. Dieser Geruch verbreitet sich auch in die von mir und in die gemeinsam genutzten Bereicher der Wohnung.
    Ich bin selber Raucher aber in dieser Dimension wird selbst mir schlecht.

    Ich bin mir nicht sicher, wie ich jetzt weiter vorgehen soll und wäre dankbar für Tipps.
    Da er die Kündigung ja nun nie offiziell bekommen hat, habe ich auch nichts, auf das ich mich berufen könnte.
    Ich habe bereits in Erwägung gezogen, die Kündigung durch einen Gerichtsvollzieher zustellen zu lassen, aber diese ist ja nun schon 3 Wochen alt.

    Ich habe Angst, dass er einfach nicht auszieht und fühle mich mittlerweile wirklich unwohl in meinen eigenen vier Wänden.
    Auch sehe ich keine Chance darin, dass er sein Verhalten langfristig ändern kann, geschweige denn, dass er überhaupt bereit wäre das zu tun.
    Ich habe sogar schon überlegt, ob ich mir selber eine neue Wohnung suche, sodass er zum Ausziehen gezwungen ist, jedoch wohne ich gerne in meiner Wohnung und sehe nicht ein, diese nach 6 Jahren Miete wegen so etwas zu verlassen.
    Ich möchte irgendwie dafür sorgen, dass er so schnell wie möglich ausszieht.

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen!

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