Hallo,
ich habe ein Problem mit der Kündigung eines WG-Zimmers und hoffe, dass mir jemand von euch weiter helfen kann.
Folgende recht skurrile Situation:
Ich bin im September in ein Zimmer in einer Dreier-WG eingezogen und habe einen Untermietvertrag mit J (Hauptmieterin) abgeschlossen. Gleichzeitig wohnt noch M in der WG, der ebenfalls einen Vertrag als Untermieter von J hat. Jeder von uns hat 230 € Kaution gezahlt, wobei M und ich an J gezahlt haben, während J die Abwicklung gegenüber dem Vermieter übernommen und somit die Gesamtsumme dort hinterlegt hat.
Nun haben sich im November M und J getrennt, die komplette Geschichte lief nicht allzu freundlich ab und J ist zum 31.12. ausgezogen. Da sie eine Kündigungsfrist zum 31.3. einzuhalten hat, ist sie bis dahin offiziell noch Hauptmieter, obwohl sie nicht mehr uns wohnt. In ihr altes Zimmer ist I eingezogen, die nach mündlicher Absprache ihre Miete an J zahlt, aktuell aber keinen schriftlichen Vertrag hat und auch keine Kaution gezahlt hat.
Soweit zur Grundsituation, ich hoffe bis hierhin steigt man noch durch... 
Nun gibt es massive Streitereien zwischen M und uns anderen. Das Ganze geht weit über die üblichen WG-Streitereien (Abspülen und Putzpläne ;-)) hinaus, es fliegen Beleidigungen ohne Ende und I und ich möchten einfach nur schnellstmöglich ausziehen. Mein Untermietvertrag endet automatisch sobald der Hauptmietvertrag endet, also zum 31.3.. I und ich haben allerdings ab dem 1.3. eine neue gemeinsame Wohnung und haben sowohl M als auch J (noch Hauptmieterin!) Mitte Januar schriftlich darüber informiert, dass wir zum 28.2. ausziehen werden.
Da I sowieso keinen Mietvertrag hat, dürfte es für sie kein Problem sein, dann halt einfach weg zu sein und auch nicht mehr zu zahlen. Ich habe Mitte Januar mein Zimmer inseriert und versuche, zum 1.3. einen Nachmieter zu stellen.
Die Nachmietersuche gestaltet sich nun mehr als schwierig, da alle potentiellen Nachmieter natürlich vor allem interessiert sind, M, der in der Wohnung wohnen bleibt, kennen zu lernen. Es gab nun also schon einige Besichtigungstermine, wobei M zum Teil Termine vereinbart hat und dann gar nicht zu Hause war oder den potentiellen Nachmietern gesagt hat, dass eigentlich sowieo erst zum 1.4. jemand gesucht wird.
Kleine Erinnerung - wenn sich erst zum 1.4. jemand findet, bleibt J bis dahin Hauptmieterin, ich muss für den März noch Miete zahlen und erst ab dem 1.4. können M + neue Nachmieter den Vertrag als gemeinsame neue Hauptmieter übernehmen. Ich habe also mein bestes getan, um einen Nachmieter zum 1.3. zu stellen, Ms verhalten trägt aber nicht unbedingt zum Erfolg der Sache bei.
Leider ist die Situation zwischen den Betroffenen nun völlig festgefahren, keiner kommuniziert mehr vernünftig miteinander und alle legen sich gegenseitig Steine in den Weg wo es nur geht.
Grundsätzlich müsste ich nun, da sich wohl zum 1.3. kein Nachmieter findet noch für den März Miete (180€) zahlen und hätte danach einen Anspruch darauf, meine Kaution (230 €) von J wieder zu bekommen. Leider muss ich davon ausgehen, dass mir diese Kaution zumindest nicht ohne Murren ausgezahlt wird. Die Wohnung ist zwar bis auf einige Kleinigkeiten ok, ich gehe aber davon aus, dass aufgrund der Streitsituation trotzdem nicht ohne weiteres gezahlt wird. Ich würde daher gern die Miete für März einbehalten und mit der Kaution verrechnen. Dann kriege ich zwar theoretisch immer noch 50 € zurück, aber das Risiko wenn ich es nicht wieder bekomme minimiert sich halt ein bisschen.
Haltet ihr das erstmal grundsätzlich für legitim? Ich würde J natürlich in den nächsten Tagen eine Mail schicken und sie darauf hinweisen, dass ich die 180 € gegen die Kaution verrechne und dann gern zum Ende meines Vertrages die restlichen 50 € von ihr hätte.
Den März über würde ich dann halt schon wo anders wohnen, mein Zimmer in der alten Wohnung abschließen und den Schlüssel erst mit Ablauf meines Vertrages rausrücken. Sollte M in der Zeit die Tür aufbrechen (ja, das ist leider realistisch :() und jemand anders in meinem Zimmer wohnen lassen, gibt es dann eben eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch...
Wäre das rechtlich einigermaßen in Ordnung oder muss ich die Miete für März ganz normal zahlen und das volle Risiko über die 230 € Kaution tragen? Oder fällt euch da noch eine ganz andere Lösung ein? Kann ich evtl. sogar noch irgendwelche Ansprüche gegenüber M stellen, der meine Nachmietersuche durch sein Verhalten torpediert?
Ich wäre wahnsinnig dankbar, wenn jemand, der meinen langen wirren Text verstanden hat, mir weiter helfen könnte...:)
Liebe Grüße,
ein etwas verzweifeltes Kroko