Guten Tag,
Ich bin im letzten Juli in meine Wohnung gezogen. Diese liegt in der Innenstadt von Potsdam. Unter mir sind Geschäfte und über mir ein in 2006 ausgebauter Dachwohnung. Der Eigentümer wohnt in Köln und hat eine Verwaltung zwischengeschaltet, die soweit alles regelt. Da ich von NRW nach Potsdam gezogen bin und der Umzug beruflich bedingt relativ schnell passieren musste, wurde ich schließlich über einen Makler fündig. Der Anfang einer Pechsträhne:
Zuerst einmal hat der vermeintliche Makler mir bei der Besichtigung viel Mist erzählt, u.a. er sei ein guter Bekannter der Mieterin und hat mir neben den falschen Nebenkosten auch gesagt ich könne einen begehbaren Kleiderschrank einbauen. Desweiteren antwortete er auf meine Frage, ob es in dem Haus ruhig wäre: "Man hört die Übermieter kaum, da sie nie da sind". Letzten Endes stellte sich raus, dass all dies unwahr ist. Die Nebenkosten waren gute 60 Euro höher, das Haus ist denkmalgeschützt und man darf keinen Kleiderschrank einbauen. Zudem war der Makler zwar Makler jedoch auch der Lebensgefährte der damaligen Mieterin mit der er nun zusammengezogen ist. Mit meiner Provision werden diese sich sicherlich gut eingerichtet haben.
Nun aber zu den eigentlichen Hauptproblemen: Kurz nachdem ich eingezogen bin sind mir leichte braune Feuchtigkeitsflecken an der Wohnzimmerdecke aufgefallen, die sich um scheinbare Bohrlöcher gebilded haben. Ich habe dann festgestellt dass sich über diesem besagten Teil die neuausgebaute Dachgeschosswohnung und hier speziell nachträglich eingebaute Gaube befindet. Es kam wie es kommen musste und 2 Monate nachdem ich eingezogen bin ist und es stark regnet lief das Wasser genau durch diese Bohrlöcher, so dass ich mehrere Schüsseln und Eimer aufstellen musste. Ich meldet den Schaden unverzüglich und man behalf sich provisorischer Abdichtungsmöglichkeiten mit der Auskunft es demnächst richtig zu beheben. Dies ist bis zum heutigen Tage nicht geschehen.Man teilte mir lediglich nach mehreren NAchfragen mit der Schaden sei komplett behoben. Zuvor aber wurde mir inoffiziell durch die Verwaltung mitgeteilt, dass es für den Eigentümer zu teuer sei weil man u.a. eine Gerüstfirma beauftragen müsste. Es hat bis heute nicht mehr reingeregnet nur bin ich nach wie vor der Meinung dies ist der glücklicherweise noch ausdauernden provisorischen Abdichtung zu verdanken.
Das wirklich belastende Problem ist aber ein anderes: Als der als Lager genutzte Dachboden 2006 als WOhnung umgebaut hat man es scheinbar nicht als nötig erachtet einen Trittschall einzubauen. Ich bin wirklich an Stadtwohnung sowie Altbauten gewohnt aber dass ist wirklich empörend. Die Grundrisse beider Wohnung sind extrem unterschiedlich und durch die nachträglich eingebauten Pappwände in meiner Wohnung überträgt sich der Schall noch um einiges leichter. So höre ich wirklich jeden Schritt extrem, so gar dasVibrieren von Handys und kann Radio sowie Fernsehen jederzeit mithören. DIe Kombination aus Knarren des Altbaus (womit man Leben könnte) und dem fehlenden Trittschall ist nervtötend . Meine Tochter wacht mehrfach die Nacht auf weil unsere Nachbarn über ihr in deren Küche bis halb 3 auf sind und Stühle rücken und kochen. Ich will nicht an dem Leben meiner Nachbarn teilhaben und finde es schade dass unser anfangs gutes Verhältnismittlerweile sehr gestört ist aufgrund der Lärmbelästigung für die sie nichts können weil die WOhnug einfach so billig wie möglich saniert gebaut wurde. Zeugen gibt es wahrlich genug und meine Nachbarin hat mich zudem aufgeklärt dass mich die Vormieterin desbezüglich erneut angelogen hat, da dies der eigentliche Grund Ihres Auszugs war - nach Minderung der Miete und Verwarnung der Übermieter durch die Verwaltung. Ich habe der Verwaltung meine Mängel im Oktober angezeigt. Im November wurde dann endlich nach mehreren Nachfragen meinerseits eine Architektin beauftragt sich dies anzusehen. Sie bestätigte meine Befürchtungen und Vermutunge und sagte mit das man mit Dämmung an meiner Decke zumindest etwas abhilfe leisten kann. Jedoch schien dies dem Vermieter zu teuer gewesen zu sein, denn von der Architekten habe ich nie wieder was gehört. Ich habe dann beschlossen im Januar rückwirkend für Dezember jeweils 20 % der Miete zu mindern. ich habe mich dahingend auf ein BGH-Urteil bezogen in dem ein fehlender Trittschall eines ausgebauten Dachbodens mietminderungstechnisch bemessen wurde. Der Vermieter legte daraufhin "zunächst Widerspruch" ein und wollte sich selbst den Schaden ansehen. Letzten Montag nun war dieser hier und konnte leider nicht an der gewohnten Geräuschkulisse teilhaben. Jedoch hat er im Beisein meiner Nachbarin die ich als Zeugen hinzugeziegn habe, eingesehen dass das so nicht in Ordnung ist, er jdoch erst Trittschall verlegen könnte wenn die Übermieter ausziehen ("unverhältnismäßig")und riet mir hingegen zum Auszug, da anderes nicht möglich sei. Kann ich die Miete weiter mindern und muss ich ausziehen..für meine Tochter war der Umzug sehr schwer und ansonsten bietet die Wohnung viel kinderfreundliches wie zB ruhiger Garten nach hinten raus! Zudem ist es sehr schwieirg bei der derzeitigen Immo-Situation eine Wohnung zu finden. Ich möchte ungern vom Regen in die Trauf kommen nur weil ich de Druck des Mieters im Nacken habe. Danke für die Antworten im Voraus
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