Hi,
bei der gestrigen Schlüsselübergabe hat mein Vermieter den Zustand der Küchenschränke bemängelt. Die Blenden wären zerkratzt, wenn man im richtigen Winkel draufschaut - diesen Mangel kann ich nicht nachvollziehen. Außerdem sind bei mehreren Bodenbrettern die Beschichtung abgeblättert bzw. das Holz splittert ab. Das stimmt. Ich habe die Küche als Erstbezug nach Renovierung in neu übernommen. Die Küche ist unterste Qualität, einfachste Holzmöbel, und ich habe sie vier Jahre genutzt. Entsprechend ist mit einiger Abnutzung zu rechnen. Ich habe Flur und Küche gestrichen und in den drei weiteren Zimmern die Bohrlöcher gefüllt, allerdings so, dass sie noch erkennbar sind. Mein Vermieter meint, er müsse diese Zimmer streichen lassen.
Als Einigung hat er vorgeschlagen, 200Eur für das Streichen und 500Eur für die Küche anzusetzen. Ich war völlig durch von vier Tagen Packen/Umzug/Renovieren/Streichen und habe der Einigung einfach zugestimmt. Wir haben das jetzt vertraglich so festgehalten.
Wie das dann so läuft, dämmert einem erst hinterher, dass das doch nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Nach meinem Googlen ist es wohl rechtens, dass sichtbare Bohrlöcher nicht "fachmännisch" sind und 200Eur fürs Streichen von drei Zimmern ist wohl angemessen. Bei der Küche jetzt aber 500Eur anzusetzen, wenn die Blenden meiner Meinung nach gut aussehen, und lediglich ein paar Bretter hinüber sind, halte ich für übertrieben. Ich könnte mir vorstellen, diese Mängel mit Hilfe einer befreundeten Schreinerin zu beseitigen.
Meine Frage ist eine generelle Einschätzung: hat mein Vermieter recht, oder werde ich hier übers Ohr gezogen? Falls letzteres, kann ich der Einigung jetzt noch widersprechen und vorschlagen, die Küchenmängel selbst zu beseitigen, oder ist alles zu spät?
Vielen lieben Dank